Hallo!
Habt ihr sowas auch schon erlebt? Mein Mann und ich haben zwei Waisenkätzchen aufgezogen. Zwei Jahre haben sie nur bei uns in der Wohnung gelebt (zu gefährlich, sie rauszulassen), dann sind wir in Haus mit Garten gezogen, da haben sie ihre Erkundungsgänge immer weiter ausgedehnt und alles war prima. Sie waren trotzdem oft bei uns, nahmen uns im Bett den Platz weg, lagen auf dem Schoß - das Katzenidyll, wie man es sich so vorstellt. Im Lauf dieses Sommers haben sie sich uns mehr und mehr entfremdet, obwohl sich an der Situation sonst nichts geändert hat, die Katze etwas weniger, der Kater (kastriert) scheint sich jetzt völlig abzunabeln, ist schreckhaft, kommt nur noch manchmal zum Fressen und wenn ich hinter ihm von der Terrasse ins Haus gehe, um sein Futter aufzudecken, macht er sofort wieder kehrt und geht raus. Eigentlich war er immer besonders verschmust und anhänglich, ließ sich stundenlang kraulen, am Bauch, an der Kehle, ein richtig Lieber. Es klingt vielleicht lächerlich, aber ich bin traurig, wenn er jetzt wie ein Fremder durch unseren Garten geht, als Durchgangsstation.
Ob das nochmal besser wird? Oder muss ich mich darauf einrichten, ihn nur noch als Kostgänger zu haben?
Grüße,
Eva
Hallo Eva!
Es ist interessant was Du schreibst, denn ich bin schon mein ganzes Leben mit Katzen zusammen, aber sowas ist mir noch nie passiert.
Normalerweise kommt das vor, wenn ein neues Familienmitglied dazukommt (egal ob Kind oder ein neues Haustier), oder wenn sie im Haus was schlimmes erlebt haben.
Aber wenn Ihr noch nicht lange in dem neuen Haus wohnt kann auch sein, dass sie es einfach so toll finden draussen zu sein. Oder verbringen sie ihre Zeit vielleicht bei einer anderen Familie?? Das ist bei uns in der Nachbarschaft passiert.
Aber bei meiner Katze (habe 2 Kater und eine Katze) ist es so, dass sie im Sommer fast den ganzen Tag nur draussen ist und kommt nur (wenn überhaupt) abends rein. Aber spätestens im Herbst, wenn es so viel regnet wie in Norddeutschland es halt regnet, ist sie wieder mehr drin und schläft viel. Vielleicht ist das bei Deinen Katzen auch so.
Ist bei Euch tagsüber jemand zu Hause oder arbeitet Ihr von morgens bis abends?
Lg,
Hortenzia
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Alte Kater ziehen aus
Hallo Eva,
hab das bei Verwandten erlebt: der alte Kater zog
eines Tages zu den Nachbarn um und kam nur mehr zu
Besuch.
Grüße
J.
Aber bei meiner Katze (habe 2 Kater und eine Katze) ist es
so, dass sie im Sommer fast den ganzen Tag nur draussen ist
und kommt nur (wenn überhaupt) abends rein.
Hallo Hortenzia!
Nein, bei den Nachbarn hat er sich nicht einquartiert, denn zum Fressen (bei der Hitze allerdings nur wenig) kommen sie nach Hause. (Ich arbeite von zu Hause aus, bin also fast immer da.)
Übrigens kam kurz nach meinem Kummer-Posting Kater Toby wieder hübsch hereinspaziert und benahm sich halbwegs wie immer, nur wirkte er sehr scheu. Heute nacht hat er aber wieder auf meinem Bauch geschlafen 
Ich nehme an, er hat „draußen“ ein unangenehmes Erlebnis gehabt, ist von irgendwo drastisch verscheucht worden (wir haben nette Nachbarn, aber er tendiert dazu, in offene Fenster einzusteigen und sich auf anderer Leute Betten auszubreiten…)und hat nun jede menschliche Gestalt damit in Zusammenhang gebracht. Mal abwarten, was wird.
Ich stelle mich einfach blöd an mit den beiden Viechern, aber wenn man sie von so winzig an gehabt hat, sind sie echte Familienmitglieder und man macht sich Sorgen wie über die eigenen Kinder, als die ins Teenageralter kamen und dann, als sie den Führerschein hatten und allein mit dem Auto unterwegs waren 
Ich wünsche dir einen schönen Tag!
Gruß,
Eva
hab das bei Verwandten erlebt: der alte Kater zog
eines Tages zu den Nachbarn um und kam nur mehr zu
Besuch.
Hallo, Jakob!
Sowas befürchte ich auch immer, deshalb sind die beiden Biester auch so verwöhnt… 
Eigentlich ist es zum Lachen, aber sowas tut weh, wenn man von der eigenen Katze verschmäht wird. Man fragt sich unwillkürlich, was man falsch gemacht hat.
Ich hoffe, ich habe nix falsch gemacht und Kater Toby findet wieder zu seinem alten Selbst zurück. Er hat’s ja auch nicht leicht da draußen. Die Nachbarskatze hat ältere Revieransprüche und ist ein Satansbraten - man sieht ihn ab und zu wie von Furien gehetzt über die Wiese peesen und sie mit steil hochgereckter „Flaschenbürste“ hinterher 
Carpe diem!
Eva