Triac

Hallo,

wirkt ein Triac eigentlich automatisch als Phasenan-/-abschnittssteuerung?

Welche Parameter sorgen dafuer, dass er z.B. nur alle 20 Wellen durchlaesst? …oder anders gesagt: die Stromzange zeigt 1 Welle pro Sekunde. Wie kommt das Zustande?

Dank&Gruss
Rene

Hi…

wirkt ein Triac eigentlich automatisch als
Phasenan-/-abschnittssteuerung?

Nein. Ein Triac ist vereinfacht gesagt ein „Transistor für Wechselstrom“, also nichts weiter als ein schneller elektronisch angesteuerter Schalter.

Kennst Du das hier?: http://de.wikipedia.org/wiki/Triac

Welche Parameter sorgen dafuer, dass er z.B. nur alle 20
Wellen durchlaesst?

Die restliche Elektronik in einem Dimmer ist dort nicht zum Spaß, sondern um den Triac im richtigen Moment zu schalten.

…oder anders gesagt: die Stromzange
zeigt 1 Welle pro Sekunde. Wie kommt das Zustande?

Was misst Du wo und mit welchem Messgerät?

genumi

hi,

…oder anders gesagt: die Stromzange
zeigt 1 Welle pro Sekunde. Wie kommt das Zustande?

Was misst Du wo und mit welchem Messgerät?

mit einer Stromzange hab ich den Strom eines triac-gesteuerten Geraetes aufgenommen und ca. 1 Hz von 100A bekommen. Jetzt hab ich nicht verstanden, wie das geht.
Ich haette jetzt gedacht, dass der Strom konstant bleibt oder zumindest sauber steigt/faellt.

Moin,

wirkt ein Triac eigentlich automatisch als
Phasenan-/-abschnittssteuerung?

nee. Ein Triac ist nix anderes als zwei gegenphasig verschaltete Tyristoren. Und Tyristoren sind genau genommen Gleichspannungsbauteile wie man auch hier sehen kann:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Thyr…

Welche Parameter sorgen dafuer, dass er z.B. nur alle 20
Wellen durchlaesst?

Keiner des Triacs. Für dessen Zündung ist die Schaltung am Gate zuständig, siehe hier der Phasenschieber + Diac. Da könnte je nach Zielsetzung natürlich auch sonstwas anderes sein:

http://de.wikipedia.org/wiki/Phasenanschnittsteuerun…

…oder anders gesagt: die Stromzange

zeigt 1 Welle pro Sekunde. Wie kommt das Zustande?

steht da „1Hz“ in der Anzeige oder hast du da einen zeitlichen Verlauf (Oszi) gemessen?

VG
J~

hi,

…oder anders gesagt: die Stromzange
zeigt 1 Welle pro Sekunde. Wie kommt das Zustande?

steht da „1Hz“ in der Anzeige oder hast du da einen zeitlichen
Verlauf (Oszi) gemessen?

Die Ampereanzeige der Stromzange springt im Sekundentakt hoch und runter. Ich verstehe nicht, wieso.
Es gibt einen Regler, der dem Thyristor/Triac vorgeschaltet ist. Der gibt aber ein gleichmaessiges Signal raus.

Hi,

Die Ampereanzeige der Stromzange springt im Sekundentakt hoch
und runter. Ich verstehe nicht, wieso.
Es gibt einen Regler, der dem Thyristor/Triac vorgeschaltet
ist. Der gibt aber ein gleichmaessiges Signal raus.

um da genaueres zu sagen müsste man wohl diesen Regler kennen bzw dessen Ausgangsspannung, den zeitlichen Verlauf des Triac-Laststromes und/oder die Stromzange bzw deren Abtast-/Anzeigefrequenz.

J~

Hallo René

Die Ampereanzeige der Stromzange springt im Sekundentakt hoch und runter. Ich verstehe nicht, wieso

Nach Deiner Beschreibung scheint die Messzange digital zu arbeiten. Digitale Messwerke verarbeiten den Messwert nicht kontinuierlich. Der Messwert wird über einen Analog-/Digitalwandler periodisch ermittelt und auf der Anzeige wird nach jeder Messperiode der letzte ermittelte Messwert ausgegeben. Die Anzeige wird also getaktet.

Deine Messzange scheint nun mit der Kurvenform des gemessenen Stromes bei Phasenanschnittsteuerung nicht so richtig zurechtzukommen und deshalb nach jeder Messperiode einen anderen Wert anzuzeigen. Sie „spinnt“!

Gruß merimies

hallo,

danke fuer eure Antworten.

Die Ampereanzeige der Stromzange springt im Sekundentakt hoch und runter. Ich verstehe nicht, wieso

Nach Deiner Beschreibung scheint die Messzange digital zu
arbeiten. Digitale Messwerke verarbeiten den Messwert nicht
kontinuierlich. Der Messwert wird über einen
Analog-/Digitalwandler periodisch ermittelt und auf der
Anzeige wird nach jeder Messperiode der letzte ermittelte
Messwert ausgegeben. Die Anzeige wird also getaktet.

Deine Messzange scheint nun mit der Kurvenform des gemessenen
Stromes bei Phasenanschnittsteuerung nicht so richtig
zurechtzukommen und deshalb nach jeder Messperiode einen
anderen Wert anzuzeigen. Sie „spinnt“!

Nach Aussage des Lieferanten handelt es sich nicht um eine Phasenanschnittssteuerung bei dem Triac.
Der Lieferant des Geraetes, in dem der Triac und ein Regler einen Heizvorgang regeln, sagt, man muesse es sich so vorstellen, dass der Triac z.B. nur alle 20 Perioden der 50Hz durchlaesst, um den notwendigen Strom fuer die Heizelemente zu erreichen.
Da der Lieferant die beiden Komponenten aber nur einbaut, interessiert mich, wie man genau das erreicht - dass nur alle 20 Wellen durchkommen und ob das plausibel ist oder nur so dahingesagt war.

Wenn die Messzange das Problem ist, verstehe ich die Aussage des Lieferanten des Heizgeraetes nicht.

Hi,

Die Ampereanzeige der Stromzange springt im Sekundentakt hoch
und runter. Ich verstehe nicht, wieso.
Es gibt einen Regler, der dem Thyristor/Triac vorgeschaltet
ist. Der gibt aber ein gleichmaessiges Signal raus.

um da genaueres zu sagen müsste man wohl diesen Regler kennen
bzw dessen Ausgangsspannung, den zeitlichen Verlauf des
Triac-Laststromes und/oder die Stromzange bzw deren
Abtast-/Anzeigefrequenz.

Es handelt sich um einen Jumo-Regler, der einen konstanten Strom im Milliamperebereich an den Triac gibt.

Das mit der Messzange ist nicht unplausibel, aber der Regleroutput gibt ein konstantes Signal.
Der maximale Strom des Heizgeraetes betraegt ca. 200A. Der Triac gibt als im Sekundentakt ca. 50% des Maximalstromes.

Es bildet sich ein Fragezeichen ueber meinem Kopf.

Hallo,
nach den Normen für Störaussendung darf ein Gerät nicht beliebig viele Störungen im Stromnetz verursachen. Jedes Schalten verursacht aber eine Spannungs- und Stromschwankung und ist damit eine Störung. Um diese Störungen zu minimieren schaltet man die Heizung eben nicht 50 mal pro Sekunde (Netzfrequenz, Phasenanschnitt), sondern z.B. nur alle 20 Perioden. Wobei die Anzahl der eingeschalteten und ausgeschalteten Zeiten die mittlere Leistung bestimmen. Heizungen sind schließlich sehr viel träger als zum Beispiel eine Glühlampe - die würde bei dieser Ansteuerung heftig flackern.
Deine Messzange zeigt also richtig an.
Und die Ansteuerung ist schon etwas komplizierter als ein Dimmer, da wird vermutlich ein kleiner Mikroprozessor das Gate des Triacs über einen Optokoppler zünden.
Gruß
loderunner

Moin,

Es handelt sich um einen Jumo-Regler, der einen konstanten
Strom im Milliamperebereich an den Triac gibt.

hast du diesen konstanten Strom gemessen? Ich kann mich nur wiederholen: den zeitlichen Verlauf zu kennen wäre IMHO recht hilfreich für dich um dein Problem analysieren zu können.

Ich dachte erst auch an das was merimies schrieb, ein Abtastproblem. Wenn es so ist wie loderunner schrieb kann der Zündstrom aber nicht „konstant“ sein wie du oben schriebst. Drum: messen :smile:

VG
J~

Hallo Loderunner

Auf die Taktschaltung hätte ich auch selbst kommen können.

Und die Ansteuerung ist schon etwas komplizierter als ein Dimmer, da wird vermutlich ein kleiner Mikroprozessor das Gate des Triacs über einen Optokoppler zünden.

Ein Mikroprozessor ist nicht erforderlich.

Man benötigt einen Multivibrator mit einstellbarem Impuls/Pausenverhältnis, bestehend z.B. aus
1 IC 4093 (4 NAND mit Schmitt-Trigger)
1 Kondensator größerer Kapazität (kein Elko)
1 Widerstand 100k
1 Poti 220k
2 Dioden 1N4448
1 NPN-Transistor BCirgendwas
1 Optokoppler MOC3043 (mit integriertem Nulldurchgangsdetektor)
1 Triac
einige Widerstände und Kondensatoren zur Beschaltung des Optokopplers und des Triacs

Also insgesamt auch für einen Bastler ohne die Möglichkeit, einen Microkontroller zu programmieren, realisierbar.

Gruß merimies

Hallo,

Ein Mikroprozessor ist nicht erforderlich.

Nein. Macht es aber einfacher. :wink:
Gruß
[EDIT: Name auf Wunsch entfernt]

Moin,

Es handelt sich um einen Jumo-Regler, der einen konstanten
Strom im Milliamperebereich an den Triac gibt.

hast du diesen konstanten Strom gemessen? Ich kann mich
nur wiederholen: den zeitlichen Verlauf zu kennen wäre IMHO
recht hilfreich für dich um dein Problem analysieren zu
können.

Ich dachte erst auch an das was merimies schrieb, ein
Abtastproblem. Wenn es so ist wie loderunner schrieb kann der
Zündstrom aber nicht „konstant“ sein wie du oben schriebst.
Drum: messen :smile:

Also im Grunde gibt es 4 Variablen.

Regler und Triac haben jeweils 2 Strom-Eingaenge. Der Regler hat zusaetzlich noch den Strom-Eingang fuer die Vergleichmessstelle. Man gibt an den Regler und an Triac an jeweils einen der beiden Eingaenge einen konstanten Strom(in abhaengigkeit von der gewuenschten Temperatur der Heizung).
Der Regler vergleicht die Vergleichsmessstelle und gibt entsprechend einen Strom direkt an den Doppel-Thyristor.

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist das korrekt und der Regler laesst tatsaechlich einfach nur eine bestimmte Anzahl von Wellen durch an den Triac. Nur bei voller Leistung wuerde er dann 50 Wellen/s durchlassen.

Das erklaert auch das Verhalten des letzten Reglers einer baugleichen Maschine, der falsch eingestellt war. Der hat den Thyristor immer voll angesteuert, was zwar fuer ein schnelles Heizen sorgte, jedoch eine schwingende Temperatur zur Folge hatte, weil die Regler dann immer fuer 3min den vollen Strom gaben und dann wieder stoppten.

Hallo,

als Ergänzung, das Ganze nennt man dann Schwingungspaketsteuerung…

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwingungspaketsteuerung

Viele Grüße

Stefan

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