Ich möchte mit einer kleinen Schaltung die Scheinwerfer-Glühlampen im Auto ansteuern. Es ist also nötig ca. 70W zu schalten. Ist es möglich die mit einem Triac zu tun? Wenn ja, wie muß die „Endstufe“ dafür aussehen? Ausgang ist CMOS Logik.
Ich möchte mit einer kleinen Schaltung die
Scheinwerfer-Glühlampen im Auto ansteuern. Es ist also nötig
ca. 70W zu schalten. Ist es möglich die mit einem Triac zu
tun? Wenn ja, wie muß die „Endstufe“ dafür aussehen? Ausgang
ist CMOS Logik.
Hallo Ulrich,
„ansteuern“ soll Einschalten und Ausschalten heißen. Aber wie willst Du in einem Gleichstromnetz eine im wesentlichen ohmsche
Last mit einem Triac stromlos bekommen?
Verwende statt dessen einen Leistungs-Mosfet. Suche einen Typ mit kleinem Drain-Source-Widerstand (Rds on) im Bereich weniger
Milliohm aus, um nennenswerten Spannungsabfall am Schaltelement zu vermeiden.
Grundsätzliche Anmerkung zu selbstgebastelter Elektronik im Auto: Was der TÜV zu Eigenkonstruktionen sagt, ist ein eigenes
Thema. Obwohl moderne Autos mit Elektronik vollgestopft sind, ist jeder Selbstbau im Fahrzeug problembehaftet. Die Umwelt- und
Einsatzbedingungen sind schwierig. Ein großer Temperaturbereich, die Rüttelei, EMV-Problematik, Spannungsspitzen auf dem Bordnetz und die relativ großen Ströme setzen einige Erfahrung voraus, um die nötige Betriebssicherheit zu erzielen.
Gruß
Wolfgang
Ok, ich nehme dann einen BUZ11. Aber wie muß ich den Ansteuern, wenn ich einen CMOS Ausgang habe?
Danke !
Ok, ich nehme dann einen BUZ11. Aber wie muß ich den
Ansteuern, wenn ich einen CMOS Ausgang habe?
Hallo Ulrich,
grundsätzlich kann der CMos-Ausgang direkt das Gate des Mosfets steuern. Auf dem Arbeitstisch aus einem Labornetzgerät mit 12 V betrieben, wird die Schaltung einwandfrei funktionieren. Für den praktischen Betrieb im Fahrzeug sind besondere Schutzmaßnahmen für CMos-Bausteine erforderlich. Auf der Bordnetzspannung können Spannungsspitzen auftauchen, die CMos-Logik „abschießen“. Deshalb z. B. die Versorgungsspannung nur der Logik (nicht der Leistungskreise) über einen Vorwiderstand von einigen Ohm mit einer Z-Diode (z. B. Z18) gegen Ground führen.
Trotz elektronischer Schaltelemente hast Du sehr wahrscheinlich irgendwo noch einen mechanischen Schalter, der im Augenblick des Schaltens kurzzeitig eine Unterbrechung erzeugt. Auch in diesem Moment muß eine definierte Spannung am entsprechenden Logikeingang anliegen. Ich erwähne das nur, um das Bewußtsein zu schaffen, sich alle Betriebszustände genau anzusehen, damit Du keine Fehlerquellen ins Auto einbaust.
Gruß
Wolfgang
Also ich bräuchte eine konkrete Schaltung, wie ich den BUZ11 an einen CMOS Ausgang schalte, denn ganz so einfach ist das ja nicht. Der Gate-Anschluß muß doch auch irgendwie vernünftig geladen und entladen werden. Gibt es da nicht schon eine Standardlösung ?
Hallo Ulrich,
Also ich bräuchte eine konkrete Schaltung, wie ich den BUZ11
an einen CMOS Ausgang schalte, denn ganz so einfach ist das ja
nicht. Der Gate-Anschluß muß doch auch irgendwie vernünftig
geladen und entladen werden. Gibt es da nicht schon eine
Standardlösung ?
ja, gibt es. Du brauchst einfach nur einen Dämpfungswiderstand zwischen CMOS-Ausgang und Gate zu schalten. Der Widerstand unterdrückt hochfrequente Schwingungen und verhindert zu steile Schaltflanken, die erhebliche Induktionsspannungen in den Zuleitungen verursachen können. Bei einem Wert von 1 kOhm dürfte sich ein MOSFET schon sehr „gutmütig“ verhalten. Wenn Du sehr niedrige Schaltfrequenzen hast, dürfen es auch 10 kOhm sein.
Die CMOS-Betriebsspannung sollte min. 8 Volt sein, damit der FET richtig durchschaltet. Bei niedrigerer Spannung brauchst Du Logik-Level-MOSFETs
Jörg