Ich habe letzte Woche eine Tierdoku auf 3sat gesehen die, glaube ich ,die indonesische Tierwelt zeigte.
In einer Szene verschwand eine Riesenschlange in einem Fluß und tauchte irgendwo später wieder auf.
Gefilmt wurde die Schlange im Fluß (unter Wasser)und als diese wieder auftauchte.
Wie bekommen Tierfilmer solche Szenen hin.
Wartete ein Taucher im Fluß und tauchte mit Kamera hinterher?
Aufgrund der Schlange und in näherer Umgebung anwesender Riesenwarane eine gefährliche Angelegenheit.
Oder wird die Kamera an einer Stange hinter dem Tier hergeführt,obwohl das Ufer dichtbewachsen war ,was ein Führen einer Stange erschwert.
Wer hat eine Erklärung?
Interessiere mich auch für andere spektakuläre Tricks von Tierfilmern.
Ganz kurz (sorry Zeitmangel heute morgen) - fuer ein halbstuendige Tierreportage werden mehrere hundert Stunden Film aufgenommen.
Ganz simpel: ich nehme Loewen auf, die ein Zebra mampfen. Dann filme ich Zebras, die rumstehen. Vielleicht lasse ich einen Ranger um sie rumgehen, um sie von einer Seite aus unruhig werden zu lassen. Loewen von nah, vielleicht auf der Pirsch, werden zwei Wochen spaeter gefilmt. Ganz woanders hab ich vielleicht das Glueck, ein paar Loewen hinter einer Zebraherde herrennen zu sehen.
Das ganze gibt dann eine drei Minuten Szene mit Loewen wachen auf, gehen jagen, sehen Zebras… etc.
Es kommt da auch sehr auf die Integritaet der Filmemacher an. Aber mir geht es oft so (weil ich da gelebt habe), dass ich merke, dass sogar verschiedene Tierarten gemischt werden. Zum Beispiel ging es neulich um Loewen in Zentralafrika. Mit Zebras. Und die Zebras, die man von nah sah, waren immer eine Sorte, die es nur in Suedafrika gibt.
Um auf dein konkretes Schlangenbeispiel einzugehen: Sehr wahrscheinlich war’s nicht die Schlange am gleichen Tag, die ein- und auftauchte. Vielleicht nicht mal die gleiche Schlange. Je nachdem, wie das ganze aufgebaut war, koennte es eine automatisierte Kamera gewesen sein, die vielleicht sogar mehrere Stunden an einem Ort filmte, wo man wusste, da ungefaehr schwimmt das Vieh oft rum. Oder es war ein Taucher in einem Kaefig. Mit Sicherheit wartete kein Taucher am Ufer und glitt gleichzeitig mit der Schlange ins Wasser. Das wuerde das Tier ja schon mal total verschrecken.
Hilft das in etwa weiter? Hoffentlich hab ich dir nicht alle Illusionen geraubt **g
Tschuess, Elke
Hi,
ich hab vor langer Zeit mal ein Film über „Tierfilmer“ gesehen.
Genau so eine Szene wurde dort gezeigt. Benutzt haben die dort ein Boot, das eine Glaswanne in der Grösse einer Badewanne im Boden versenkt hatte. Reingelegt, Kamera an und fertig.
mfg felix