Trinkgeld in der Schweiz

Huhu,
ich möchte dieses Wochenende in Zürich verbringen und da werden wir mit Sicherheit auch essen gehen, wie verhält es sich denn mit den Trinkgeldern dort?
Und noch eine zweite Frage, wir sind in nem ziemlich teueren Hotel abgestiegen (man gönnt sich ja sonst nichts) und ich als alter Bagpacker hab keinen Plan ob ich da jetzt auch Trinkgeld geben muss wenn uns jemand die Koffer ins Zimmer tragen sollte und wenn ja wieviel (man sieht ja im Fernsehen so einiges *dumdidum*)…

Danke schon mal fürs Antworten

Viele Grüße
/silvl

Hallo Silvl,

hier eine schöne Liste der Trinkgelder in aller Welt:
http://www.officeorga.de/trinkgeld.htm

Nach der Liste sind in der Schweiz Trinkgelder nicht üblich, sie sind bereits im Preis enthalten. Wenn Du im Hotel zufrieden bist, sind 1-2 Fränkli pro Tag (Zimmermädchen)/ oder pro Gepäckstück (Kofferträger) nicht verkehrt. Ansonsten auf volle Franken aufrunden.

Gruß
Andreas

Hallo Silvl,
hallo Andreas,

…sind 1-2 Fränkli pro Tag (Zimmermädchen)/ oder pro Gepäckstück (Kofferträger) nicht verkehrt.

Aber nenne sie (die Geldstücke/-scheine) um Gotteswillen nicht Fränkli! DAS mögen sie nicht, die Schweizer.

Grüßli
Horst

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Hallo Silvl

In der Regel geben wir 10% Trinkgeld. Jedoch i.d.R. nicht mehr als insgesamt 10 CHF. D.h. wenn wir für CHF 200 essen gehen, dann lassen wir max. 10 CHF ungerade - d.h. zur Summe auf - oder abgerundet.

Im Hotel geben wir i.d.R. am Anfang und am Ende ein nettes Trinkgeld auf das Kopfkissen (Zimmermädchen). Anderes Personal bei anderen Gelegenheiten. Immer in Abhängigkeit zum Zimmerpreis.

Grüsse
Peter

hi,

es gab hier mal eine abstimmung, in der beschlossen wurde, dass das trinkgeld schon im preis enthalten sein muss. allerdings sind die löhne des service-personals zu niedrig, um ohne trinkgeld auszukommen. daher ist es immer noch angebracht, etwas zu geben.

5-10% sollte ok sein, kommt halt auch noch auf das lokal drauf an. wenn ihr in einem eher schicken laden seid, dann eher 10%, ein einem gemütlicheren lokal sind 5% auch ok.

liebe grüsse,
coco

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Oh Horst…

Aber nenne sie (die Geldstücke/-scheine) um Gotteswillen nicht
Fränkli! DAS mögen sie nicht, die Schweizer.

Ein echter Schweizerversteher! Kompliment! Oder bist Du gar einer von uns? Nichts empfinden wir als entwürdigender (gut, doch, einiges gibt es schon, z.B. wenn die belgische Schokolade als besser bezeichnet wird… oder man uns für ein EU-Land hält…), als wenn irgend ein Möchtegernschweizerdeutschsprecher daher kommt und mit „Grützi, Grützi“ und „Fränkli“ um sich wirft… Erstens sagen wir nicht „Grützi“ (nein, auch die Zürcher nicht…), sondern „GrüEzi“, also mit dem Diphtong und zweitens hängen wir zwar überall „-li“ an, aber ganz bestimmt nicht an unseren ehrwürdigen Franken, da ist schliesslich nichts „-li“ daran! Wer gern üben möchte darf sich an BiErli (bitte auch mit Diphtong) oder Hüsli etc. versuchen, sollte aber nach Möglichkeit eigene Kreationen tunlichst vermeiden, wenn man mit den Schweizern ( Schwiizer und NICHT Schwyzer - das sind die aus dem betreffenden Kanton… in KEINEM Fall aber Schwiizerli… *graus*) gut auskommen!

Gruss und *wow*,

Semiramis (auch absolut ohne jegliches „-li“)

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Servus,

bei dieser Gelegenheit - abschweifend -

aber ganz bestimmt nicht an unseren
ehrwürdigen Franken, da ist schliesslich nichts „-li“ daran!

weißt Du sicher zu berichten, wie es eigentlich der nicht minder ehrwürdige Stutz zum Stützli (neinnein, nicht bloss in den Kabinen) geschafft hat?

Schöne Grüße

MM
Pfiadegott a Schwob - Leidensgenosse, von Auswärtigen genauso mit dem „-le“ gepeinigt

Wie wahr, wie wahr… Doch kann das Übel sogar noch gesteigert werden, indem den Fränkli ein Plural-S angefügt wird. Merke: -li bleibt auch im Plural stets -li, wer sich also an Bierli und Hüsli versuchen möchte, sollt es tunlichst unterlassen, diese im Plural als Bierlis und Hüslis zu benennen *schauder*.

Gruss
Ursula

Hi Semiramis,

Ein echter Schweizerversteher! Kompliment! Oder bist Du gar
einer von uns?

Nein, nein, bin keiner von euch. Lediglich ein leidgeprüfter Bayer, der sich - da in einer wunderschönen Urlaubsgegend wohnend - vor Auswärtigen nicht retten kann, die sich an der bayerischen Sprache versuchen und uns dabei gehörig sprachlich auf die Schippe nehmen.

Das mit den Fränklis habe ich von einem in der Schweiz arbeitenden deutschen Kollegen „gelernt“, mußte es also nicht erst leidvoll selbst ausprobieren :wink:

Gruß
Horst, der wirklich so heißt und nicht etwa „Seppl“. Seine Frau heißt auch nicht „Resi“ und in Lederhosen sieht er scheisse aus. Trotzdem ist er ein echter Bayer.

Vielen lieben Dank für eure hilfreichen Antworten, dafür verteil ich gleich mal ein paar Sternchen :smiley:
Jetzt fühl ich mich wenigstens halbwegs sicher! Und ich freu mich schon auf Zürich!!
Schweiz ich komme…

Viele Grüße
/silvl

Hi Horst,
ich werd mich hüten :smile: Bin selber aus Bayerisch-Schwaben und hab mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass wir an alles ein „le“ hängen…
Spätzle, Häusle, Mäusle… :wink:

Grüßle
/silvl

Hallo Semiramis,

Nichts empfinden wir als entwürdigender „Grützi, Grützi“

Du sagst es. Ein freundliches Grützi (gesprochen wie geschrieben!) hat mich beim Zoll in Kreuzlingen schon mal zwei Stunden gekostet. Dabei hab ich es doch nur gut gemeint morgens um 3.

Ralph

Salli Semiramis,

soll ich dich ärgern?

Kantönlisrat.

(und nicht etwa Kantonsrätli!)

Gruß
Elke