Guten Abend,
Meine Oma hatte bereits mehrere TAI, also leichte Schlaganfälle. Die
amen und Herren Ärtze verordneten neben einem „blutverdünnendem“ :Medikament viel, viel Trinken. 3 Liter am Tag waren daher Minimum, :alleine zum Frühstück wurde bereits 1 Liter Tee runter gekippt.
das ist zunächst einmal nicht verkehrt. 3 Liter am Tag trinken ist natürlich etwas viel, soviel schaffen noch nicht mal die, die keine Oma sind. 2 hätten es vielleicht auch getan. Dadurch und durch die „blutverdünnenden“ Mittel soll ein erneuter Schlaganfall verhindert bzw das Risiko dazu gemindert werden. Schlaganfalle KÖNNEN auch durch Thromben entstehen, die im Hirn sich festsetzen. Häufige Ursache sind verwirbelungen im Herzen, dadurch Thrombenbildung die über das arterielle System ins Hirn gepresst werden.
Nun wurde sie letzten Mittwoch mit dem Notarzt erneut ins :Krankenhaus eingeliefert. Sympthome wie bei den Schlaganfällen :zuvor, es war aber laut Ärztin keiner sondern diesmal eine :Minderdurchblutung im Gehirn durch eine akute Herzschwäche
Blutdruck zu niedrig). Als direkte Maßnahme wurde ihr nun die :tägliche Trinkmenge auf nur noch 1,5 Liter reduziert - sonst machen :die derzeit im Krankenhaus rein gar nichts. Ihr gehts derzeit :richtig dreckig, Kopfschmerzen, summen im Ohr, Übelkeit und :allgemeines Unwohlsein. Es wird nicht einmal der teils recht hohe :Blutdruck (180 zu 100) bekämpft. Ein Arzt ist am Wochenende gar :nicht auf der Station den man fragen könnte, Krankenschwestern haben :auch keinen Plan und führen nur die Befehle der Ärztin aus.
Meine Vermutung : Durch die hohe Einfuhr von 3 Litern täglich hat das Herz den plötzlichen Volumenanstieg nicht verkraftet, weil vermutlich vorher schon eine Herzinsuffizienz bestand (bei 80jährigen Menschen erstmal nichts ungewöhliches - das Herz und der Körper sind nunmal keine 20 mehr). Es ist korrekt, dass hierbei die Einfur auf maximal 1,5 Liter reduziert wird. Durch den niedrigen Blutdruck ist es korrekt, dass die Blutdrucksenkenden Medikamente erstmal (vom Notarzt) abgesetzt und der Kreislauf deiner Oma erstmal stabilisiert wurde. Das würde mir erstmal mein medizinisch-menschlicher Verstand sagen.
Was ich dir nicht sagen kann, ist, ob das auch wirklich damit zusammenhängt. Wenn deine Oma 3 Liter pro Tag getrunken hat, wird sie vermutlich nicht Exsikkiert sein, was den Blutdruckabfall angeht. Ob die große Volumenzufuhr für das schwache Herz der Grund war, kann ich dir auch nicht sagen, dafür fehlt einfach eine Anamnese.
Was ich dir sagen kann, ist, das wenn deine Oma einen Blutdruck von 180/100 hat, wird das den Schwestern auffallen. Für den Fall gibt es einen Arzt vom Dienst im Krankenhaus an den Wochenenden und nach 16:00 Uhr (wenn die regulären Stationsärzte - wenn sie Glück haben - Feierabend machen dürfen. Ja, richtig! Die wohnen nicht im Krankenhaus, die gehen auch nach Hause zu ihren Familien - tut mir leid für den Sarkasmus, aber es gibt wirliche einen erschreckend hohen Anteil der Massenbevölkerung, die glaubt, dass Ärzte 24 Stunden lang und 7 Tage in der Woche auf ihrer Station arbeiten…).
Dieser Arzt vom Dienst kennt deine Oma natürlich auch nur von der Akte. Aber er wird ein kurzwirksames, Blutdrucksenkendes Medikament verordnen, was den 180/100 Blutdruck wieder in den Normbereich bringt.
Eine Blutdruckeinstellung dauert einige Zeit. Medikamente müssen umgestellt werden, der Körper muss sich daran gewöhnen und das geht nicht in 2 Tagen. Also Geduld haben.
Auch wenn es so aussieht, dass mit deiner Oma nichts passiert, so passiert dennoch viel im Hintergrund, was du vielleicht nicht unbedingt mitkriegst. Deine Oma wird da 24 Stunden von den Pflegern und Schwestern überwacht. Viel intensiver, als du es Zuhause leisten könntest. Montag einfach mal hingehen und den behandelnden Arzt mal nach dem Stand der Dinge fragen und ich bin mir sicher, dass du all die Antworten auf deine Fragen kriegen wirst.
Gruss GDA