Trinkwasser-Leitungsprobleme

Hallo Experten,

in unserer Wohnanlage, Alter 10 Jahre, haben wir Probleme mir dem Trinkwasser (Anzeichen für Rohrinnenkorrosion; vornehmlich im Warmwasser starke Braunfärbung). Die Leitungen sind aus verzinktem Stahlrohr; Materialqualität mäßig, wie ein Installateur feststellte. Zur Phosphatierung haben wir eine Dosieranlagen (Tabletten), die bisher allerdings öfter ausfiel. Welche Möglichkeiten zur Schadensbegrenzung gibt es? Wie gehen wir am besten systematisch vor?

Danke für Eure Auskünfte!
W. Digame

Hallo W. Digame

Welche Möglichkeiten zur Schadensbegrenzung gibt es?

Ich empfehle dir deine Tablettendosieranlage schnelstens zu entsorgen und durch eine Wasserzählergesteuerte zu ersetzen.
Die Dosierung der Tablettendosieranlage ist zu ungenau, manchmal hast du eine überhöte Dosierung, manchmal eine zu geringe Dosierung, wobei eher die Überdosierung problematich ist.
Für die Wasserzählergesteuerte Dosieranlage bekomt mann verschiedene Produckte, auch welche zum nachträglichen Schutz von Verzinkten Leitungen. Lass dich da am besten von deinem Installateur beraten.
Über kurz oder lang komst du jedoch nicht um eine Sanierung herum. Denn Rost bleibt Rost!

Wie gehen wir am besten systematisch vor?

Zuerst eine Wasserzählergesteuerte Dosierung einbauen.
Danach am besten von mehreren Installateuren eine Sanierungsmöglichkeit ausarbeiten lassen.

Aber achtung, die diversen Sanierungsmöglichkeiten wobei das Verzinkte Rohr von innen durch eine „PVC“ schutzummantelung geschützt wird sind nicht von langer dauer und meist genau so teuer wie eine Neuinstallation.

Wenn eine Sanierung gemacht wird rate ich dir zu Edelstalrohren die nach dem Stand der Technik zur Vermeidung von Legionellen- und Backterienverkeimungen verlegt werden.

Gruß Norbert.