Trockenlegung eines Hauses - feuchter Keller trotz Ringdrenage

Hallo,

seit unserem Hausbau 1995 haben wir mit Feuchtigkeit im Keller zu kämpfen. Innerhalb kurzer Zeit kann das Wasser knöchelhoch stehen wenn die Pumpe in unserem Brunnen ausfällt. (Die Ringdrenage läuft in diesen Brunnen)
Die Drenage sitzt leider zu hoch. (Höhe Bodenplatte)
Was kann man dagegen tun um das Wasser ab zu-, weg zu leiten oder andere Optionen?
Denn allmählich bildet sich Schimmel und man muss jedes Mal neu renovieren…

Schon mal danke im Voraus

Hallo!

Nur weil eine Dränage zu hoch sitzt, also falsch eingebaut wurde (Tolle Leistung übrigens!) kommt noch lange kein Wasser in den Keller.
Dann ist die Kellerabdichtung auch noch fehlerhaft ausgeführt worden.

Das ist wirklich keine Meisterleistung bei einem doch noch relativ neuen Haus.

Abhilfe :

Dränage freilegen und auf die richtige Höhe bringen. Und bei der Gelegenheit die Abdichtung prüfen und ggf. nachbessern.
Das wäre Oberkante Dränage muss noch unterhalb der Höhe des Kellerfußbodens liegen.
Und zwar der Hochpunkt der Leitung, ab da liegt sie immer minimal tiefer Richtung Schacht.
Dann kann das Wasser nicht höher steigen, weil es ja im Rohr zum Sammelschacht abgeführt wird.

Aber Du schreibst, Wasser im Keller nur nach Ausfall der Pumpe. Wenn sie läuft kommt noch kein Wasser in Keller ?
Dann sorge doch für Ausfallsicherheit, 2. Pumpe mit Umschaltung bei Ausfall der ersten Pumpe. Warnanlage bei Wasseranstieg im Schacht, damit man schneller auf Pumpenausfall aufmerksam wird.
mfG
duck313

Halo Daggi,

wie schon beschrieben wurde, draußen ausschachten und Ursache finden, ggf. Ringdrainage prüfen. Außerdem würde ich dann, wenn ich schon einmal ausschachte, draußen einen Erdtank setzen, damit das Wasser sich dort sammelt und abgepumpt werden kann.

Oder die Ringdrainage direkt an das Abflußrohr in den städtischen Kanal leiten (weiss nicht ob zulässig)

Denk dran beim Verfüllen, dass um das Rohr herum ausreichen Kies gepackt wird. Denke auch daran die Außenisolation zu prüfen (mit Flüssigem Bitumen streichen) dann Schweißbahn an die Wand kleben, anschliessend die braunen dicken Styropor-Platten davor und erst dann (!!!) wieder anfüllen und verdichten.

Viel Glück (ist Sommerarbeit jetzt bei der Wärme !)

Jürgen

Guten Tag,
also wenn das schon länger auftritt, dann wäre das bis 2005 ein verdeckter Mangel gewesen, den die Baufirma/Bauträger hätte kostenlos beseitigen müssen.

Ansonsten sind die Tipps der Vorredner zwar im Prinzip richtig, aber man muss dabei noch prüfen, ob das Haus in einer Trinkwasserschutzzone liegt, denn dann darf man keine bituminöses Produkt verwenden, außer es hat ausdrücklich eine Zulassung für Trinkwasserschutzzonen. Ansonsten kann das wegen Verunreinigung des Trinkwassers ganz schön teuer werden. Das geht ganz schnell in den fünfstelligen Bereich.

Vile Grüße
Dietmar-BLN