ich habe schon einige Trockenmauern gebaut, bei meinem neuen Projekt brauche ich aber doch ein paar Ratschläge bzw. andere Meinungen.
Auf meinem Grundstück ist eine Böschung recht nahe am Haus, die Pflege ist problematisch. Bisher gehe ich mehrmals jährlich mit der Motorsense darüber, will aber eine entgültige Lösung haben. Die Böschung ist ca. 40 m lang und 4 m hoch, 45 Grad Steigung.
Ich möchte sie terrassieren und die Terrassen dann bepflanzen. D.h. ich baue entweder einige lange Trockenmauern oder setze Gabionen (wobei ich die Trockenmauervariante mit großen Granitsteinen vorziehen würde). Das würde bedeuten, dass ich drei oder vier Mauern mit jeweils ca. 1 bis 1,3 m Höhe bauen würde.
Meine Frage wäre, wie dick die Mauern bzw. Gabionen sein sollten. Reichen 50 cm Dicke? Sollte ich trotz des hohen Gewichts der Mauern noch eine Frostschutzschicht(Beton/Schotter) unter die Mauern setzen?
Der Transport und das Aufstellen der Steine bis über 300 kg sind kein Problem. Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass der Untergrund von Felssteinen durchsetzt ist.
Hallo Iru.
Also ich habe auch schon einiges an Mauern gesetzt. Allerdings arbeite ich halt gerne mit Sandsteinen. Doch die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Das ist auch ganz gut so. Sonst würde ja alles gleich aussehen.
Für dein Vorhaben und deiner Anfrage würde ich schon so 50 cm die Mauer in das Erdreich reinlassen. Aber darunter noch Schotter oder so ist meiner Meinung nach nicht notwendig. Wie du ja beschrieben hast, ist der Untergrund ohne dies felsiger Natur.
Das hast du dir aber eine Menge Arbeit angelacht.
Na dann viel Spaß damit.
danke für die Antwort. Sandstein- und Granitmauern habe ich auch zur Genüge gesetzt, aber noch nie so eine große. Ich baue die Mauern auch lieber aus Sandstein, durch ihr Wasserbindevermögen verwandeln sich sich recht schnell in ein Pflanzenparadies.
Diesmal muss ich aber Granit nehmen, da das Umfeld auch schon mit Granit gestaltet wurde. Sandstein sähe dort ganz schön schlecht aus. Mein Vorteil ist, dass ich quasi auf der geologischen Nahtstelle zwischen Lausitzer Bergland und Elbsandsteingebirge wohne, dort gibt es Granit und jede Menge Sandstein. Wenn ich ein Loch im Garten grabe, stoße ich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Felsen, teils mit über einem Meter Durchmesser. Bewegen tue ich sie meistens mit einem selbstgebauten Kran (handbetrieb), demnächst kommt aber ein Frontlader zum Einsatz, der 900 kg heben kann (mein Rücken freut sich schon). Bei den ganz großen Steinen wird er aber sicher auch verzweifeln.
Als Vorbild für die Mauer habe ich mir die A 4 bei Jena ausgeguckt, dort haben sie die Autobahn mit Riesentrockenmauern begrenzt, sieht klasse aus.
Das hast du dir aber eine Menge Arbeit angelacht.
Stimmt, aber das Ergebnis wird sich sehen lassen können (hoffe ich). Wenn sie fertig ist, kann ich mal ein Foto reinstellen.