Hallo WWW-Community,
bin blutiger Anfänger in Sachen UNIx/LINUX und möchte mir in
den nächsten Wochen, (oder besser Monaten/Jahren!!??) beides
selber beibringen. Da gibt es nur eine Sache, die mir Sorgen
macht, bei einem nicht kommerziellen LINUX/UNIX (BSD, Debian
GNU,…) wer garantiert mir, das nicht einer der frewilligen,
weltweit verstreuten Programmierer böses im Sinn hat und
heimlich und unbemerkt ein Trojaner, Virus oder sonstige böse
Sachen in sein Programm/Packet einschleust??!!
Das ist eine gute Frage. Zunächst einmal werden die Programme – wie bereits erwähnt – von einer Unzahl Nutzern kritisch überprüft. Das schützt natürlich nicht davor, dass der Admin des Servers, der das Programm zum download anbietet, nicht daran herumgefummelt hat. Dann gibt es sozusagen eine mit Trojaner versehene Version, was einem normalen Anwender nicht auffallen würde, da der in den seltensten Fällen überhaupt das Wissen hat, den Sourccecode zu analysieren.
Dafür gibt es aber sog. „signatures“. Für jedes seriöse Softwarepaket, das man runterladen kann, gibt es bei vertrauenswürdigen Servern sog. md5 Prüfsummen. Die sollte man tunlichst ebenfalls herunterladen oder zumindest „von Hand“ mit der zu Hause erzeugten Prüfsumme (md5sum erzeugt die Summen) vergleichen. Bei Abweichungen gehört das soeben runtergeladene Paket in die Tonne und eine Mail an den Verteiler, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Werden eigentlich alle Distibutionen, bevor sie freigegeben
werden auch auf sowas überprüft? Ich meine, bei Distributionen
wie z.B. SUSE oder REDHAT, habe ich ja einen Ansprechpartner,
bei den wirklich „freien“ aber nicht!?
Auch bei Debian, der wohl freiesten Distribution, werden die Pakete selbstverständlich voher geprüft.
Viren sind übrigens unter Linux/Unix z.Zt. kein grosses Problem. Es sind auf der freien Wildbahn bisher nur sehr wenige bekannt und soweit ich weiss, hat es noch kein Virus geschafft, die user-barriere zu überschreiten. Noch ein weiterer Grund, nicht ständig als root unterwegs zu sein.
Trojaner und Exploits der Programme sind das grosse Problem. Schau bei Gelegenheit doch mal bei
http://rootshell.com/beta/news.html
oder
http://www.insecure.org/
vorbei. Da lernst Du dann, warum man seine Software stets auf dem neuesten Stand haben sollte, wenn man Verbindung ins Internet hat. Das gilt natürlich auch für Windows-Nutzer. Dort sieht es aber mit kurzfristigen Updates scheisse aus. Da ist man dann auf den Hersteller angewiesen. Was das bei M$ bedeutet, wissen wir ja.
Gruss
Jens