Trostgeschenk: Wasndat?

Hi.

Vor einigen Jahren lernte ich eine Mutter mit 3 Kindern kennen.
Die Kinder waren irgendwie 6, 12 und 16 oder so.

Immer wenn jemand von den Kindern Geburtstag hatte und Oma ein Päckchen fürs Geburtstagskind schickte, waren da auch so genannte „Trostgeschenke“ drin.
Bitte was?
Ja, die beiden andern Kinder erhielten tatsächlich auch ein (kleineres) Geschenk, quasi als „Trost“ (klingt wie „Trostpreis“).

Ich finde das so merkwürdig, dass ich mich immer noch wundere, was das eigentlich soll.
Schließlich hat jedes Kind 1x im Jahr Geburtstag und wird auch immer von Oma beschenkt. Die jeweils beiden anderen haben eben an einem anderen Tag im Jahr ‚ihren‘ Festtag. Keiner hat also einen Nachteil, muss irgendwie getröstet werden.
Ist es so grauenhaft schlimm, wenn man an seinem Geburtstag etwas geschenkt bekommt, dass andere gleich ‚zum Ausgleich‘ ein „Trost“-Geschenk brauchen?
Außerdem quält sich Oma ganz schön damit ab, immer gleich 3 Geschenke besorgen zu ‚müssen‘…
*kopfschüttel*

Habt ihr auch schon mal von diesem Brauch gehört?

LG
Andastra

Bei uns was das auch so. Das Nicht-Geburtstagskind hat Schokolade bekommen. Ich habe mich immer darüber gefreut. Als Kind ist man nicht so pragmatisch und sagt sich, na ich habe ja noch Geburtstag.

Ist doch sehr verständlich.
PP

Huhu,

Die Kinder waren irgendwie 6, 12 und 16 oder so.

meine Oma hat mir auch immer Schokolade mitgebracht, wenn meine Eltern Geburtstag hatten. In Geschenkpapier, damit ich auch was auspacken durfte. Wenn sie sonst zu Besuch kam, hab ich die Schokolade ohne Papier bekommen…und das hat aufgehört, als ich so etwa fünf war.

Also bei Vorschulkindern finde ich das ok, die können sich ja schlecht sagen, so, in acht Monaten hab ich dann auch mal wieder Geburtstag…
Aber mit 12 oder 16 Jahren sollte man soweit in die Zukunft denken können; da finde ich das mehr als albern.

Scheint aber weit verbreitet zu sein. Eine Freundin von mir kriegt auch seitdem sie Abi hat immer noch was geschenkt, wenn ihre kleine Schwester was zum Zeugnis bekommt. Das ist dann sogar unfair der Schwester gegenüber, da sie ja nur 13 Jahre Zeugnisgeschenke bekommen wird und die große Schwester ihre eigenen 13 Jahre lang und dann noch die drei von der Schwester…also da hört’s auf, meiner Meinung nach.

belustigt
Sonja, hat eh nie was zum Zeugnis bekommen…

Hallo Andastra! M.E.zählt die Zeit für Kinder andes, als bei Erwachsenen: Einmal im Jahr Geburtstag! Ist fast garnicht.Was Kinder denken und fühlen ist zweierlei und Geschenke gehen übers Gefühl. Laß Oma mal machen! Gruß Erika

Ja, Andastra, diesen Unfug, der Neid nicht aufkommen lassen soll,
kenne ich in der Form, dass die Oma sich nicht traute, nur ein Kind
zu beschenken, sondern immer alle! Also, wenn ihr ein originelles T-
Shirt für ein Kind gefiel, kaufte sie für alle eins. Ich denke, dass
solche Aktionen dem Schenkenden auf die Dauer das Schenken zum Stress
machen und man bei Kindern Anspruchshaltungen züchtet, die evtl. dazu
führen, dass man bei Familien mit Kind(ern) keinen Besuch mehr ohne
Geschenk(e)e machen kann. Dass dies in vielen Familien eingerissen
ist, das sieht man ja immer wieder an den Kinderzimmern, die das
reinste Warenlager an Spielzeugen beinhalten!!! Wenn ein Hund, dem
man mal etwas mitgebracht hat, ein „Mitbringerle“ einfordert, dann
ist das noch hinnehmbar und lustig, aber bei Kindern finde ich das
peinlich und der Erziehung nicht dienlich, wenn es - zumindest
gegenüber Besuchern von außen - nicht unterbunden wird.

LG
Erasma

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]