Trotz (und Sprechunlust)

Hallo beieinander,

über die Artikel dieser Frau kann ich mich nur aufregen,

Ich auch.

Eltern sein kann man meiner Meinung nach nicht lernen;

Doch! Wer wirkliche Probleme mit seinem Kind hat, der kann sich Hilfe holen. Dieses Forum ist in meinen Augen ein Anfang dazu, aber in manchen kritischen Fällen kann es notwendig sein, Experten um Rat zu fragen.

Ich meine keinen Kurs. Aber wer gerade blind vor den eigenen Problemen steht und deswegen Probleme mit dem Kind hat, die oder der sollen sich doch bitte fachliche Hilfe holen (dürfen). Mir ging es zumindestens so, als meine Tochter (heute 21) noch im Kleinkindalter war. Und die Hilfe die ich mir bei der Erziehungsberatung (selbstverständlich fallbezogen) holte, hat uns beiden sicher einiges erspart.

ich denke, egal, was man macht, man wird sich später oft fragen,
habe ich alles richtig gemacht. Was hätte man anders machen
können. Es gibt nicht EINE Patentlösung für alle Kinder
(solange sie nicht geklont werden…).

Selbst dann könnten sie sich noch verschieden entwickeln.

Ein Kind erziehen kann man nicht lernen, das kommt doch auch
aus dem Bauch, ich meine, die Erziehung ist mit Gefühl
verbunden (Liebe).

Aber schon Gefühle zuzulassen müssen manche Menschen erst lernen (mein Problem hatte damit zu tun).

Sicherlich hat der Mensch in der modernen Gesellschaft einiges
verlernt in der Erziehung der Kinder, weshalb es viele
Ratgeber (Bücher und Psychologen) gibt, aber lernen kann man
Kindererziehung nicht.

Ist das nicht ein Widerspruch? Außerdem halte ich es für fragwürdig, daß Menschen einfach deswegen, weil sie ein Kind zeugen können, auch zwangsläufig die Besten sind, dieses Kind zu erziehen.

PS: ich lasse mir kein schlechtes Gewissen einreden, wir wären
mit unserer Erziehung daran schuld, dass die Kleine soo trotzt
und sprachfaul ist.

Das brauchst Du nun sicher nicht. Und wenn Dir der Rat hier im Forum schon geholfen hat, dann ist es schön. Auch Eltern brauchen selbstverständlich manchmal Zuspruch.

Gruß, Karin

…, aber lernen kann man Kindererziehung nicht.

Nuelich hab ich mal irgendwo gelesen:

Es wird nicht nur ein Kind geboren, sondern auch eine Mutter (und ein Vater)…

Gruss Zauberm@us

Hallo ,

ich habe zwei Kinder und beschäftige mich sehr ernsthaft mit dem Thema Erziehung.Ich brauchte niemanden der mir sagt , dass das Leben mit einem Kind nicht nur aus Freude besteht , sondern auch heißt Verantwortung zu übernehmen und auf gewisse Dinge zu verzichten.Ich finde es nicht so prickelnd , wenn sie Eltern unterstellen sie würden sich nicht ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen.Die Eltern die sie hier finden ,sind mit Sicherheit mit großem Engagement bei der Sache und bemüht ihre Kinder liebevoll zu erziehen.
Kinder entwickeln sich nicht gleich.Das eine Kind spricht früher , dafür läuft das andere eher usw. Trotzphasen sind auch normal(selbst stark ausgeprägte) und gehören zu einer gesunden Entwicklung , es sind die ersten Machtkämpfe zwischen Eltern und Kind .Daher finde ich es etwas voreilig in diesem Fall von Fehlern der Eltern zu sprechen .Im übrigen ,auch Sozialpädagogen werden in der Erziehung ihrer Kinder Fehler machen , wie alle anderen Eltern auch.
Viele Grüße Anke