Hallo Ihr Lieben,
da bin ich wieder und wieder habe ich Sorgen.
Mein 5jähriger Sohn befindet sich in einer Art Trotzphase. Er war bis jetzt ein liebes Kind bzw wenn mal was war, hatte er immer gleich auf Ansagen reagiert. Ich dachte entweder erziehe ich eben gut oder er ist eben leicht in der Erziehung. Doch was ist jetzt, das widerspricht beiden Gedanken.
Wenn irgendwas nicht nach seinem Kopf geht, ist er eingeschnappt in der Form, dass er sich im Zimmer verzieht (ich sage dann auch „geh ins Zimmer“ aber mit dem Zusatz „wenn Du ausgeschnappt hast bzw wieder lieb bist, kannst Du wiederkommen“) und dort auch verweilt, bis ich angedackelt komme und ihn frage ob er ausgeschnappt hat. Dann schmollt er meistens weiter, statt sich zu entschuldigen. Ich meine bis vor ca. 2 Monaten kam er von sich aus und wollte dann in den Arm genommen werden (zeigte etwas Einsicht). Wieso kommt er jetzt nicht mehr und kann sich nicht entschuldigen wenn was war? Verlange ich da zuviel?
Manchmal ist er bei jedem Pups ist er eingeschnappt. Z.B. wenn wir mit dem Rad unterwegs sind und eine Strecke fahren, sagt er „wir fahren da lang“ und ich „nö wir wollten/müssen doch hier lang“… Da schaut er nach unten und schmollt und ich steh da und schau bedeppert, weil grad nix mehr geht.
Oder vorm Schlafen - er möchte dass ich ihm noch seinen Traktor hole und auf den Tisch stelle. Wenn ich dann sage, den kannst Du auch morgen holen oder der steht auch noch morgen da, ist er wieder eingeschnappt. Ich „sagen wir uns noch vernünftig Gute Nacht“ Er „nö und verkriecht sich unter die Decke“ Ich sagte (weils mir wegen so Lapalien, die sich eben wirklich häufen zur Zeit, zu doof ist) „dann nicht“ und bin gegangen.
Oder ich hole ihn aus dem Kindergarten ab und er wünscht ein Eis. Haben aber gerade kein Eis da, müssten erst einkaufen gehen, zuhause ist aber nochwas zu erledigen. Ich sagte „das machen wir später“ und auch erklärt warum … - darauf er - eingeschnappt. Redet nicht mehr mit mir. Auf die Frage wie es im Kindergarten war, was dort gemacht wurde: „will ich jetzt nicht sagen“.
naja und lauter solche Pillepalle-Diskussionen…
Ich muss dann also - egal worum es grad geht - erst bei ihm ankommen und ihn sozusagen wie ein „rohes Ei“ behandeln, erklären bis mir der Mund fusselt, ihn trösten und erst dann ist wieder alles gut. Weil mir das aber manchmal zu doof ist - gerade in der Öffentlichkeit, lasse ich ihn dann und hoffe, dass er sich besinnt aber nee, wenn ich nicht ankomme, dauert das Ewigkeiten.
Ich dachte Trotzphase wäre im Alter so bis ca. 3 - 3,5 Jahre? Er ist aber 5,5 Jahre alt. Wir waren bis jetzt immer ein super Team und er immer ein recht lieber (hat immer gut gehört) und war super verschmust, warum ist jetzt alles so anders?
Danke fürs „Zuhören“ und vielleicht weiß jemand eine Antwort?
LG
Bärchen


