Hallo Ynnor,
Die Gesetze im Bezug auf Trunkenheit im Verkehr halte ich schon für
ausreichend und hart genug.
Letztlich wird sich aber auch in naher Zukunft ein Zustand aufrecht
erhalten:
Auf eine entdeckte Trunkenheitsfahrt kommen 99 unentdeckte Delikte.
Da ändert eine Senkung der aktuellen Promillegrenze auch nichts dran.
Letztlich hast Du wahrscheinlich auch schon gelesen, das ab bestimmten
BAK auch eine Medizinisch - Psychologische Untersuchung angeordnet wird, die fast immer mit einer vorherigen Entziehung der FE verbunden
ist. ( bis halt ein positives Gutachten vorgelegt werden kann. )
Finanziell treffen diese Sanktionen einen Großteil der Menschen so hart, das sie teilweise ihre FE nicht mehr beantragen können.
Bedingt dadurch, dass sie vielfach ihre Arbeit verlieren, kaum eine
Chance auf neue Arbeit haben und damit dem 1. Arbeitsmarkt in ihrem
Teufelskreis entrissen werden.
Damit will ich das Gefahrenpotenzial durch Trunkenheit am Steuer nicht
verharmlosen, denn Schuld, Sünde , Sühne und Konsequenz gehören numma
zusammen.
Nun wurden aber in der vrherigen Antwort Aspekte genannt, die ich SO
nicht mit dem Autor teile:
- Das der Sünder Sühne und Reue zeigen muß, ist selbstredend.
( dafür wird in vielen Fällen die FE bundesweit versagt )
Über Risiko und Gefahren von Alkohol am Steuer sind wir uns alle
einig, daher gibt es diese Gesetzgebung.
Drängeln und Quengeln, Unfallflucht und Drogen sind alle in der
gleichen Schiene und bieten vergleichbare Risiken für andere VN.
Auch hartnäckige Punktesünder müssen wegen ihres Gefahrenpotenzials
nach 18 Punkten zur MPU.
Bei all diesen Sündern liegt das Gefährdungspotenzial eben auf
vergleichbarer Stufe…nur im Detail halt in anderen Schwerpunkten.
-
Der Ausschluss vom 1. Arbeitsmarkt ist Dilemma und Unverschämtheit
zugleich.
( Die AG - wollen FS und PKW als Vorraussetzung für Arbeiten, wo es
absolut unnötig erscheint und m.E. an Diskriminierung erinnert.
-
Steuern und Umsatz fehlen…mitnichten, denn viele Malocher mit FE
können sich wegen zuhnehmenden Lohndumpings entweder kein Auto
leisten, oder sie MÜSSEN HOFFEN, das die alte Karre hält und neben
den Unterhaltskosten für PKW der Lebensunterhalt bestreitbar bleibt.
-
FE - und Autolose unterstützen die Marktwirtschaft dennoch, da ein
Großteil von ihnen den ÖPNV benutzt…( DAS sind Arbeitsplätze )
Fahrräder unterliegen ebenfalls Verschleiß.
Und wenn das starre Marktdiktat der Arbeitgeber dann mal auf sinnvolle
Wünsche reguliert werden würde, dann wären viele " unmobile " auch nicht auf staatliche Hilfen angewiesen.
Bei Fahrern, Außendienstlern etc. bleibt die Jobwahl wohl eindeutig.
Aber als Schlosser, Lagerist, EHK…also alle mit einem festen Arbeitsort DARF KEINE MUSSBEDINGUNG " FE + PKW " vorliegen.
Vielmehr sollten diejenigen bevorzugt werden, die im Umfeld der Arbeitsstätte wohnen.
Wenn DAS SO werden würde, dazu das Motto " GLEICHE ARBEIT FÜR GLEICHES
GELD…GLEICHE RECHTE FÜR ALLE AN " ) , dann würden die " Sünder "
halt ihr Geld in anderen Wirtschaftszweigen " investieren " können.
Ein Teil der Sünder bliebe freiwillig lange ohne FE ( aber in Arbeit ), wer auf eine FE angewisen ist…der würde mit Hochdruck ( auch finanziell ) an der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis arbeiten können.
Fakt bleibt aber letztlich für alle: OHNE MOOS NIX LOS !!!
…ob mit oder ohne FE…
Aber eines bleibt den Straftätern ALLER Bereiche gemein:
- Die Sünde wird jedem gleichermaßen und zeitlebens vorgehalten.
- Damit zeitlebens Mensch 2 Wahl.
WER ABER HAT NOCH NIEMALS IN SEINEM LEBEN GESÜNDIGT??? DIE WENIGSTEN!
Die meisten wurden leider nur nie ertappt…
((
Denn Fakt bleibt: Frei von Sünde ist nur derjenige mit reinen Gewissen.
…
mfg
nutzlos