Tsunami: Warum sinkt vorher der Wasserpegel ?

Tag,

also mittlerweile glaube ich es, dass sich so ein Tsunami tatsächlich mit
Schallgeschwindigkeit im Wasser ausbreitet. Und das nicht nur mit ca. 1490 m/s sondern, locker auch mit 2700 m/s (750 km/h * 3.6 macht 2700 m/s). Sieht n bischen viel aus, aber wenn die Schallgeschw. bei Wassertiefen mit mehr als 100 Metern in Wasser ansteigt muss das halt so sein.

Also erhebt sich so ein Tsunami aus dem Meer tatsächlich mit (1490 m/s) der jeweiligen Wasser-Schallgeschwindigkeit ?

Anscheinend mächtig gewaltig sowas.

ABER WIESO geht vorher das Wasser zurück ?

Wenn da ne ‚positive‘ (longitudinale) Wasserdruckwelle sich ausbreitet, dann kann eigentlich nur die direkte ‚positive‘ Welle am Ufer ankommen.

Geht nun das Wasser am Anfang zuerst zurück, weil sich zufällig hier eine ‚negative‘ (longitudinale) Wasserdruckwelle anfänglich ausgebreitet hat ?

Muss eigentlich so sein. Aber klingt das nicht doch ein bisschen blöd ?

Wünsch euch erstmal ein Tsunami-freies Silvester !
Aber wer weiss das schon…

-Thomas

Dispersion von Longitudinal/Transversal-Anteil ?
Und schon fällt mir ein:
Für den Experten: So ne Tsunami-Wasserwelle hat doch bestimmt neben nem
Longitudinal-Wellenanteil auch nen Transversal-Anteil. Vielleicht
gibts da ne Dispersion, weil die sich unterschiedlich schnell ausbreiten,
und einer von beiden ist schneller, und bewirkt den vorauseilenden
‚negativen‘ Wasserdruck. Hört sich das schon gut an ?

Da kann man ja schon fast die jeweiligen Konstanten ablesen :wink: .
Wer kanns ausrechnen ?

(Und eine frequenzabhängige Ausbreitungsgeschwindigkeit kanns ja auch noch geben; hab aber bei Wasser nix dazu gefunden.)

Hallo !
Weil diese Wellen kein Wasser transportieren, sondern nur Wellen sind.
Ein Schiff, auf dieser Welle fahrend, würde dann mit 750 km/h durch die Gegend sausen, wenn die Welle samt dem Wasser durch die See läuft.

Die Welle läuft auf den flachen Strand. Hat eine bestimmte Höhe und braucht dafür Wasser. Dieses holt sie sich vom Strand.

Dieses Phänomen kennt jeder, der an einem Fluß wohnt, auf dem Seeschiffe fahren, wie Elbe bis Hamburg und Weser bis Bremen. Das Wasser verschwindet vom Flußstrand und nach Vorbeifahrt des Schiffes rollen die MiniTsunamis heran.

mfgConrad

Hi, es kann auch passieren, wenn der Meeresboden sich senkt und erst dann anschließend das Wasser nachläuft. Zuerst ist also durch das Senken des Bodens ein Wellental da. Das ist anders, wenn man etwas ins Wasser wirft, denn da wird das Wasser sofort nach aussen gedrängt.

A.

Moin allerdings wenn man die richtige Formel anwendet kommt man auf rund 208 m/s und nicht auf 2,7 km/s - das würde ja sonst heissen das ein normaler passagierjet der mit rund 800 km/h fliegt auch doppelte Schallgeschwindigkeit haette.

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Hallo,

ist das Phänomen nicht eher dadurch erklärbar, daß vor der Welle ein Wellental ist, sodaß davor wiederum ein permanenter Sog entsteht? Wenn die Welle in den Bereich der flachen Küste kommt, sorgt dann der Sog für den Rückzug des Meeres. So erkläre ich mir das.

Gruß Rüdiger

Hi,

Weil diese Wellen kein Wasser transportieren, sondern nur
Wellen sind.

eine Tsunamiwelle ist mit einer normalen Oberflächenwelle, das ist die, die du hier beschreibst, nicht vergleichbar. „Anderes Prinzip“ schrieb jemand in einem anderen Brett. Eine Tsunamiwelle betrifft die komplette Wassermasse bis zum Meeresboden.

Dieses Phänomen kennt jeder, der an einem Fluß wohnt, auf dem
Seeschiffe fahren,

Das sind anderen Wellen.

Viele Grüße,
J~

Das sind anderen Wellen.

Sicher, sicher. Dann beschreib sie mal.

ABER WIESO geht vorher das Wasser zurück ?

hier stelle ich mir vor, dass ja das wasser des wasserbergs auch irgendwo herkommt…wenn am anfang durch das beben die welle entsteht, dann muss das wasser ja irgendwo herkommen, ob mit oder vohne welle ändert sich ja nix am „mittleren füllstand“ des meeres

Geht nun das Wasser am Anfang zuerst zurück, weil sich
zufällig hier eine ‚negative‘ (longitudinale) Wasserdruckwelle
anfänglich ausgebreitet hat ?
Muss eigentlich so sein. Aber klingt das nicht doch ein
bisschen blöd ?

naja, kommt darauf an wie blöd man selber ist - meint: vielleicht bin ich zu doof auf den gedanken zu kommen, der dir diese vorstellung komisch macht…

stell dir den sog vor, der entsteht, wenn eine a-bombe gezündet wird (kennst du sicher :wink:, alles will nach oben, also muss unten ordentlich was nachkommen…

wobei…die entstehung von berg UND tal vielleicht auch dadurch einsichtig wird, dass du dir das / ein erdbeben als eine punktförmige "schall"quelle vorstellen kannst…dann breiten sich im wasser kugel-druckwellen aus, und als was erscheint der schnitt von solchen kugel(n) an der wasseroberfläche?
genau…

stefan

Hi,

das Wasser KANN vorher zurückweichen, muss es aber nicht.
Wenn sich der Meeresboden beim Beben senkt, wird das später am Ufer zunächst als Zurückweichen des Wassers wahrgenommen.
Hebt sich der Meeresboden dagegen, dann kommt zuerst die Welle, danach das Zurückweichen.
Gruss,

Ich bin ganz Laie. Ich hab das so verstanden,
dass hinter der Welle das wasser nicht mehr da ist,
also teilweise der Meeresboden bis zu 30 Metern Tiefe
(unter normalen Umständen) freigelegt wird.
Die nachströmenden Massen verursachen den eigentlichen
Schaden, nicht die erste welle, auch dadurch, dass sie
über die zurückkommenden Massen der ersten welle
drüberrutschen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

YEP: 750 km/h / (3600 sec/h) = ca. 208.3 m/s
Und so muss es sein.

Danke,
endlich hat mal jemand aufgepasst.

v_Tsunami nur ca. 208 m/s; NIX mit 1485 m/s !
Hallo,

wie von Taxsven schon erwähnt, (je nach Wassertiefe) 750 km/s / 3.6 ksec/h sind nur ca. 208.3 m/s.

Damit breitet sich der Tsunami also nicht mit der Standard-Wasserschallgeschwindigkeit (ca. 1490 m/s) aus. Das passt auch besser zu den ‚öffentlichen‘ Videoaufnahmen von Tsunamis, die an den betroffenen Küstenabschnitten eintreffen.

Oder gibts schon wieder Einwände ?

Verbleibt aber die Frage, welche Geschwindigkeit das denn nun darstellt,
sicher ist es nicht die Wasserschallgeschwindigkeit für den Kilohertz-Bereich,
sondern bestenfalls für extrem niedrige Frequenzen f kleiner 0.1 Hz .

-Th

KANN vorher zurückweichen, muss es aber nicht

Hi,

das Wasser KANN vorher zurückweichen, muss es aber nicht.

Das klingt erstmal am plausibelsten.

Wenn sich der Meeresboden beim Beben senkt, wird das später am

Nur, wohin soll sich der Meeresboden senken ? Vielleicht ja duch so einen
kürzlich erwähnten Erdrutsch.

Ufer zunächst als Zurückweichen des Wassers wahrgenommen.
Hebt sich der Meeresboden dagegen, dann kommt zuerst die
Welle, danach das Zurückweichen.
Gruss,

Vielleicht ist da z.B. eine neue Fels’spalte’ im Meeresboden entstanden.
Dort hätte das Wasser ja theoretisch reinfliessen können, und würde
eine solche ‚vorangehende‘ negative Druckwelle begründen.

VG,
-Th

n’Abend,

also mittlerweile glaube ich es,

Wieso glaubst du irgend etwas?

dass sich so ein Tsunami tatsächlich mit Schallgeschwindigkeit im
Wasser ausbreitet.

Bevor sich irgendein Großobjekt mit Schallgeschwindigkeit im Wasser ausbreiten kann, müßte es erstmal eine Art von „Mauer“ überwinden, d.h. der Wasserwiderstand nimmt natürlich mit der Geschwindigkeit zu und wird bei weniger als 360 km/h (100 m/s) einen Maximalwert, entsprechend der Schallmauer in Luft, erreichen.

Und das nicht nur mit ca. 1490 m/s sondern, locker auch mit 2700 m/s
(750 km/h *3.6 macht 2700 m/s).

Will man eine Geschwindigkeit von ca 360 km/h in die Einheit m/s umrechnen, so gilt 1 km = 1000 m und 1 h = 60 * 60 = 3600 s. Eingesetzt: 360 km/h = 360*1000m/3600s = 360*1m/3,6s = 360/3,6 m/s = 100 m/s

Also erhebt sich so ein Tsunami aus dem Meer tatsächlich mit
(1490 m/s) der jeweiligen Wasser-Schallgeschwindigkeit ?
ABER WIESO geht vorher das Wasser zurück ?

Der Tsunami hat mit der Schallgeschwindigkeit in Wasser oder der in Luft nur insofern zu tun, als dass es bei der in der Luft eine Schallmauer gibt und eine Dualität hierzu auch im Wasser existiert. Die Wirkungskette würde dann ungefähr so aussehen: Der Druck der Erdmassen erhitzt das Erdinnere ==> Erdmaterial wird verbrannt ==> Es entstehen Hohlräume ==> Von der Erdoberfläche rutscht Material nach ==> Der Seeboden gibt großflächig nach und das Wasser fällt in den Hohlraum ==> Da das Wasser nach unten wegsackt, kommt es zuerst zu einer Sogwirkung ==> Danach schwabbt das Wasser als Flutwelle in Richtung Strand ==> Die Flutwelle reicht bis zum Meeresgrund. Ist also kilometerhoch. ==> Wenn diese großvolumige und schnelle Strömung in den Bereich des Festlandes kommt, steigert sich die Geschwindigkeit und es kommt zu einer Auftürmung über der Wasseroberfläche.

Vielleicht ist bei dem Fall des Wassers auch eine Grenzgeschwindigkeit überschritten worden, so dass es zu einer energiereichen Druckwelle entsprechend der Druckwelle beim Durchbrechen der Schallmauer kam.
MfG Gerhard Kemme

n’Abend,

also mittlerweile glaube ich es,

Wieso glaubst du irgend etwas?

Das ist gewissermassen so: Manche Informationen gibts man halt
als als nach der jeweiligen Quelle ‚angeblich richtig‘ weiter, und manchmal glaubt man sogar selbst noch dran. Irrtum ist auch hier möglich.

dass sich so ein Tsunami tatsächlich mit Schallgeschwindigkeit im
Wasser ausbreitet.

Mittlerweile glaub ich nicht mehr dran :wink: .

Bevor sich irgendein Großobjekt mit Schallgeschwindigkeit im

Es ist natürlich meinerseits die Ausbreitung einer ‚Druckwelle‘ gemeint,
und zumindest eine Druckwelle in Form von Wasserschall bewegt sich immer normalerweise mit Wasserschall-Geschwindigkeit.

Wasser ausbreiten kann, müßte es erstmal eine Art von „Mauer“

Nö, nich bei Wasserschall.

überwinden, d.h. der Wasserwiderstand nimmt natürlich mit der
Geschwindigkeit zu und wird bei weniger als 360 km/h (100 m/s)
einen Maximalwert, entsprechend der Schallmauer in Luft,

Wie ? Bei 100 m/s ? Das _glaub_ ich nicht. Was ist denn
das für eine ‚besondere‘ Geschwindigkeit ? Ich mein, es kann
ja trotzdem richtig sein. Ist jedenfalls weder
v_LuftSchall noch v_WasserSchall.

erreichen.

Und das nicht nur mit ca. 1490 m/s sondern, locker auch mit 2700 m/s
(750 km/h *3.6 macht 2700 m/s).

Jo, sorry, ist schon gefixed wurden.

Will man eine Geschwindigkeit von ca 360 km/h in die Einheit
m/s umrechnen, so gilt 1 km = 1000 m und 1 h = 60 * 60 = 3600
s. Eingesetzt: 360 km/h = 360*1000m/3600s = 360*1m/3,6s
= 360/3,6 m/s = 100 m/s

Also erhebt sich so ein Tsunami aus dem Meer tatsächlich mit
(1490 m/s) der jeweiligen Wasser-Schallgeschwindigkeit ?
ABER WIESO geht vorher das Wasser zurück ?

Der Tsunami hat mit der Schallgeschwindigkeit in Wasser oder
der in Luft nur insofern zu tun, als dass es bei der in der
Luft eine Schallmauer gibt und eine Dualität hierzu auch im
Wasser existiert. Die Wirkungskette würde dann ungefähr so
aussehen: Der Druck der Erdmassen erhitzt das Erdinnere ==>
Erdmaterial wird verbrannt ==> Es entstehen Hohlräume

Hmm, gute Idee.
Allerdings: Verbrennen = Verbrennen mit Sauerstoff, oder meinst du eine (Atom-)‚Kernreaktion‘ ?
Desweiteren fällt mit ein, auch eine Abkühlung des Erdinneren
führt zur Kontraktion von Magma/Lava. Auch hierbei könnten ‚Hohlräume bzw. Bereiche mit Unterdruck‘ entstehen.

==> Von der Erdoberfläche rutscht Material nach ==> Der
Seeboden gibt großflächig nach und das Wasser fällt in den
Hohlraum ==> Da das Wasser nach unten wegsackt, kommt es
zuerst zu einer Sogwirkung ==> Danach schwabbt das Wasser
als Flutwelle in Richtung Strand ==> Die Flutwelle reicht
bis zum Meeresgrund. Ist also kilometerhoch. ==> Wenn diese
großvolumige und schnelle Strömung in den Bereich des
Festlandes kommt, steigert sich die Geschwindigkeit und es
kommt zu einer Auftürmung über der Wasseroberfläche.

Vielleicht ist bei dem Fall des Wassers auch eine
Grenzgeschwindigkeit überschritten worden, so dass es zu einer
energiereichen Druckwelle entsprechend der Druckwelle beim
Durchbrechen der Schallmauer kam.
MfG Gerhard Kemme

MfG2
-Th