Es gibt schon genug Freeware-Fonts, die
über das meiste was so freeware heisst, breiten wir mal lieber das mäntelchen des vergessens.
einem normalen Anwender auch reichen
dürften. Schriften, die man für Geld
kaufen muss sind eben qualitativ besser.
(Such doch mal bei einem Freeware-Font
korrekte deutsche Anführungszeichen).
nuja, ein vollständiges character-set ist wohl das mindeste was man von einer schrift erwarten darf 
Es ist auch eine ziemlich langwierige
Arbeit einen qulitativ hochwertigen Font
in all seinen unterschiedlichen Schnitten
zu entwerfen (ist oft noch Handarbeit)
=)
gibt es tatsächlich schon komplett maschinengenerierte fonts?
selbst neville brody musste für seine „blur“ ja immerhin noch selbst und eigenhändig den scanner bedienen und dann höchstpersönlich die autotrace-funktion drüberlaufen lassen.
aber das nur am rande. was ich sagen will ist: fonts entwerfen ist nicht nur „oft“, sondern immer handarbeit. allenfalls du spielst auf das computergenerierte interpolieren der verschiedenen schnitte an. aber selbst diese interpolierten schnitte werden dann noch von hand nachgearbeitet.
und es wird keiner mehr machen, wenn er
einmal gekauft und dann tausend mal
vervielfältigt wird.
du glaubst allen ernstes ein schriftdesigner wird aufhören schriften zu entwerfen, wenn er kein geld mehr dafür bekommt? glaubst du, dass ein schriftsteller aufhört romane zu schreiben, oder ein musiker aufhört musik zu machen?
die meisten schriftdesigner leben von allgemeinen grafischen auftragsarbeiten und entwerfen schriften quasi so nebenbei.
Ähnliches passiert
ja auch mit mp3-Sounddateien.
ja in der tat. ein ganz ähnliches phänomen. aber ich wette mit dir, dass diese mp3-kopiererei aufhört, wenn sich die musikindustrie entschließen könnte, die cd-preise deutlich zu senken. wenn eine cd nur noch, sagen wir 10 mark kosten würde, macht es einfach keinen sinn mehr sich aufwendig mp3s aus dem netz zu saugen und eine cd zu brennen. und auch ökonomisch würde es wahrscheinlich sinn machen, da der geringere umsatz pro cd sicherlich aufgefangen wird doch höhere umsätze insgesamt.
Wenn Selbtausbeutung zur Konsequenz für
kreative Tätigkeiten wird, dann Gute
Nacht Kultur.
warum selbstausbeutung?
die realität sieht doch so aus, dass die schrifthersteller den entwerfern für lausige bedingungen ihre schriften abkaufen, bzw. vermarkten und sie dann an ihre kunden zu unverschämten preisen (immer noch ca. 40 us-$ pro schnitt) weiterverkaufen.
gleichzeitig jammern sie dann noch lauthals, dass die bösen raubkopierer durch ihr dreistes kopieren den armen, und von ihnen, den schriftherstellern, doch so fürsorglich geförderten designern die butter vom brot nehmen.
und was glaubst du, bekommt adrian
frutiger davon ab?
Das lohnt sich schon für ihn.
für ihn, als einen der großen stars der branche lohnt es sich wohl so halbwegs. aber nochmal: auch für einen adrian frutiger wäre es schwer vom schriftentwerfen allein den lebensunterhalt zu bestreiten.
und um nochmal auf deine ursprungsfrage zurückzukommen: in einem interview sagte frutiger einmal, dass ihn der finanzielle verlust zwar schon schmerze, aber er die tatsache, daß seine schriften zu den am meisten kopierten gehören, auch als eine art auszeichnung für seine tätigkeit empfinde.
und was sagst du, wenn firmen wie corel
oder ssi (http://ssifonts.com) hingehen,
die schrift kopieren, ihr einen anderen
namen geben und „ganz offiziell und
legal“ für einen bruchteil des „normalen“
preises verkaufen?
Wenn Du zwei Buchstaben diser Schriften
nebeneinander stellst, merkst Du
warscheinlich keinen Unterschied. Aber
die Clones sind in den allermeisten
Fällen minderwertige Produkte, die für
den professionellen Einsatz eben nicht
geeignet sind.
von corel weiss ich es nicht genau, aber die ssi-fonts sind hochqualitative fonts, die professionellen ansprüchen genügen.
Wenn Du für einen Konzern
irgendetwas gestaltest, dann wird Dir
erstmal gesagt welche Schriften Du
verwenden musst. Die mußt Du dir dann
eben kaufen
nicht „ich“, sondern „wir“ als grafik-studio. und das leute die mit schriften oder anderer software geld verdienen auch dafür zahlen sollen ist ja auch in ordnung. nur „wieviel“ fair und angemessen ist, ist die frage.
(wenn Du sie nicht auf
anderem Wege bekommst).
ach! welcher andere weg denn? doch nicht etwa … einfach so … auf einer cartridge … mit den anderen unterlagen? 
Als Privatmann/frau besteht aber
sicherlich kein Anlass Schriftpakete für
teueres Geld zu kaufen.
warum nicht?
wenn jemand wie diana die „frutiger“ toll findet und sie gerne haben möchte?
außerdem auch mit einem konvertierten ttf-font, ohne kerning und mit lausigem hinting zufrieden wäre, warum soll man so jemanden dafür so hemmungslos bluten lassen?
schöne grüße
Admeta