Tuja / Lebensbaum geht ein - Ursache?

Hi und hallo,

unser sehr großer Lebensbaum (ca 20 m) ist offenbar am eingehen - er verliert immer mehr Nadeln und verfärbt sich sehr seltsam. Ausserdem werden die Äste instabil und werden bei Sturmböen abgerissen was früher nicht der Fall war. Mir ist bekannt, dass Lebensbäume von innen heraus verkahlen aber die Veränderungen gehen inzwischen bis in die Astspitzen.
Nun stellt sich die Frage ob der Baum eventuell sein natürliches Höchstalter erreicht hat - er wurde vor ca 40 Jahren gepflanzt.

Es besteht aber auch die Möglichkeit dass jemand irgendein Pflanzengift im Wurzelbereich ausgebracht hat da es wegen des Baumes schon viel Streit mit Anliegern gegeben hat (bitte jetzt keine "Baum auf der Grenze Diskussion (:smile:) ). Wie könnte man feststellen ob der Baum „vergiftet“ wurde und welches Labor führt Untersuchungen durch? Oder kann man so etwas nicht mehr feststellen?

Es geht mir übrigens darum dass der Baum dann unbedingt gefällt werden muss da es extrem gefährlich wäre, wenn dieser Riesenbaum vom Sturm umgerissen werden würde. Wenn der Baum wirklich mutwillig „gekillt“ wurde habe ich ja sowieso keine Chance herauszufinden wer es war.

Ach ja - hat jemand eine Ahnung wieviel eine Baumpflegefirma für eine Begutachtung des Baumes verlangen könnte?

viele Grüße und schon mal Danke sagt

Susanne

Hallo Susanne,

40 Jahre ist für einen Thuja kein Alter ich selbst hab’
ältere Exemplare in voller Pracht in meinem Garten. Die
Anzeichen die du aufführst sind wohl eine Reaktion
auf eine Bodenveränderung es sei denn es sind andere
Faktoren in der Nähe des Baumes, ich denke im Kleinklima des unmttelbaren Umfeldes des Baumes, vorhanden, z.B. Austrocknen des Bodens oder evtl. Bau einer Mauer u.s.w. aufgetreten.
Nimm doch 'mal 'ne Bodenprobe und schicke sie an ein Labor zur Untersuchung.
Die können sicherlich feststellen ob Giftstoffe vorhanden sind.
Hier ein link zu einem Labor -->http://www.enius.de/angebote.html
da kannst du sicherlich die Kosten der Untersuchung und Angaben für deine Entnahme einer Bodenprobe erfragen.
Gruß Jukaido

Hallo Susanne,

habe soeben im Buch „Quickfinder Pflanzenschutz“ einen Satz gefunden, der wie auf deine Situation zugeschnitten ist: „Altbekannte Arten der Phytophthora-Pilze bringen - begünstigt durch die heißen Sommer der letzten Jahre - immer häufiger Heckengehölze wie Thujen zum Absterben. Bisweilen wird dann völlig zu Unrecht der Nachbar heimlicher Aktionen verdächtigt…“ Laut dem Buch hilft es leider nur, die Pflanze völlig zu entfernen und das Erdreich teilweise auszutauschen.

Viele Grüße,
Birgit