Hallo nochmal,
Jens hat Dir das meiste wichtige schon gesagt, ich geh jetzt nochmal durch, was mir so einfällt.
Eine bunte Mischung „Wildblumen“, Krokus, kleine blaue
Sternförmige usw. habe sie als Großpackung gekauft, waren 150
Stück drin.
Obwohl letztlich alles, was man so kriegt, „Holländerware“ ist, gibt es da vielleicht auch Unterschiede in der Vitalität: Letztlich ist das, was in der Vermehrung Geld kostet, die Arbeit; also könnte es schon unterschiedliche Grade der Selektion geben, da bin ich überfragt. Handelsklassen richten sich da bloß nach den Durchmessern der Zwiebeln/Knollen, das ist nur eine ziemlich grobe Aussage.
Im „Hochglanzversand“ habe ich mit Chrestensen ganz gute Erfahrungen; die, die immer unaufgefordert kommen und die ich dann gleich wegwerfe, nenne ich jetzt nicht mit Namen.
Halbschatten bis Schatten, der Garten hat Laub und Nadelbäume.
Könnte etwas ausmachen (vgl. die Antwort von Jens). Hie würde ich als freundliche Frühjahrsblüher Schneeglöckchen, Winterlinge, später (jetzt grade) Duftveilchen, Lerchensporn, vielleicht Primula veris, in Schattenlage Waldmeister probieren. In Halbschattenlage auch Leberblümchen (wenn der Sand nicht zu sauer), Lungenkraut.
sehr sandig, wir haben unmengen Mutterboden aufgebracht, der
sich leider schnell „verbraucht“.
Das ist, scheint mir, das Problem an der Sache. Die meisten Deiner Zwiebelpflanzen mögen frische Böden auf Kalkverwitterung (Krokus); Tulpen, Kaiserkronen kommen auch mit säuerlichen tonigen Böden zurecht, aber lieber bindig als sandig auf jeden Fall.
Mutterboden wird von Eurem (märkischen?) Sand weggebrannt wie zerknülltes Zeitungspapier, in der Reichsstreusandbüchse kann man Tonnen davon abkippen, man merkt nichts davon. Einen Boden mit etwas besserem Wasser- und Nährstoffhaltevermögen könnt Ihr auf die lange Sicht vielleicht hinkriegen mit regelmäßigem Aufbringen (Herbst oder Frühjahr oder beides) von Kommunalkompost, der einen hohen Anteil von wenig zersetztem Häckselgut enthält. Dazu langsam verfügbaren Kalk, etwa den billigsten grob gemahlenen Düngekalk aus der Trinkwasseraufbereitung - 90% CaCO3.
Alles andere, was Du schreibst, klingt eher gut für die Zwiebelpflänzchen; die Schwierigkeiten scheinen also an den zwei nicht änderbaren Standortfaktoren Schatten und Sand zu hängen.
Dafür ist es dann schattig genug für Aronstab, Seidelbast, allerlei Digitalis (da gibt es mindestens vier gartentaugliche Sorten), Haselwurz, Hirschzunge, Akelei etc. - es ist an jedem Haken auch ein Vorteil…
Schöne Grüße
MM