Guten Tag ! Ich hätte bitte eine Frage die Sie mir vielleicht beantworten könnten. Ich habe beim Tumormarker CA 19-9 einen Wert von 22,5 (Refernz wäre 0-27) bin ich mit diesem noch in der Refernz liegenden Wert mehr gefährdet als wie wenn ich z.b. nur 10 hätte ? vielen Dank für Eure Antworten. Lieben Gruß
Hallo ! CA 19-9 ist ein Tumormarker, der meistens (aber auch nicht in jedem Fall) bei Magen-, Darm-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöht ist. Allerdings eignet er sich nicht als diagnostisches Instrument, sondern nur als „Kontrollparameter“ bei bereits gesicherter Tumorerkrankung. Ist der Marker erhöht und sinkt bei adäquater Tumortherapie in den Normbereich, so ist ein im Verlauf nachweisbarer Neuanstieg des Wertes verdächtig auf ein Tumorrezidiv. Hochnormale Werte eines Tumormarkers ohne sonstigem Nachweis eines Tumors besitzen keine Aussagekraft. Beim PSA kommen sogar im Rahmen einer gutartigen Prostatavergrößerung leicht erhöhte Werte vor, ohne dass ein Tumor vorliegt. Auch bei Rauchern findet man gelegentlich hochnormale oder sogar leicht erhöhte Tumormarker, ohne dass dies eine spezielle Bedeutung hat (wenn man mal von dem allgemein erhöhten Krebsrisiko durch Zigarettenkonsum absieht). Insbesondere lassen Tumormarker-Werte nach heutigem Wissenstand keinen Rückschluss auf das individuelle Krebsrisiko einer Person zu.
Gruß Kai
Ein Referenzwert sagt nur aus, dass 95% einer untersuchten Gruppe offenbar gesunder Menschen einen Wert innerhalb dieser Messwerte haben. Mit Deinem gemessenen Wert findest Du Dich also in dieser Gruppe. Innerhalb des Referenzwertes ist es nicht zulässig Tendenzen abzuleiten: Eine Person mit Werten im oberen Bereich ist nicht als „ein bisschen gefährdet“ anzusehen.
Wie schon gesagt sind die Marker eher geeignet um eine Therapie zu steuern als eine Diagnose zu stellen.
Udo Becker