Mit Tunneladressen bezeichnet man IP Adressen die in einem VPN benutzt werden. Ein VPN (Virtual Privat Network) ist eine sichere Verbindung zweier Rechner oder Netzwerke durch das Internet. Sie sind verschlüsselt und erlauben es dem Benutzer eine direkte Verbindung zu einem fernen Rechner aufzubauen und auf die Daten des fernen Rechners z.B. per Laufwerksmapping (also das verbinden eines Laufwerksbuchstaben zum fernen Rechner) zuzugreifen. Um das zu realisieren wird an die Netzwerkkarte des Rechners eine virtuelle neue Netzwerkkarte angebunden und mit einer neuen IP versehen.
Normalerweise ist diese virtuelle Netzwerkkarte nicht aktiv (es erscheint meist unten rechts neben der Systemuhr ein durchgekreuztes Netzwerksymbol „ein Netzwerkkabel ist nicht angeschlossen“ das nur verschwindet wenn man den Tunnel öffnet. Dies geschieht meist durch ein Programm wie z.B. OpenVPN oder ähnliche).
Es passiert manchmal, dass der Standardgateway für die Internetverbindung manuell oder automatisch die IP nummer des VPN Adapters erhält. Dann kann man nicht mehr auf seinen eigenen Router zugreifen und bekommt so kein Internet mehr.
Unter den Netzwerkeinstellungen sieht man unter den Eigenschaften des Netzwerks (rechte Maustaste auf Netzwerkumgebung, da dann Eigenschaften anwählen, je nach Betreibsystem folgende Möglichkeiten:
Bei XP „Lan Verbindung“ mit einer Nummer und der Art der Verbindung, also LAN oder WLAN etc und wohl auch ne Menge VPN Adapter. Bei WIN7 das Netzwerk und Freigabe Center wo oben Links ein Punkt ist mit der Auswahl „Adaptereinstellung ändern“, wenn man da draufgeht kommt das selbe wie oben bei XP beschrieben)
Wenn man jetzt mit der Rechten Maustaste auf die LAN Verbindung klickt wo Netzwerk druntersteht und auf Eigenschaften klickt, erhält man die Einstellungen des Adapters. Hie findet man die IP Adressen des Adapters. Unter IP Adresse (TCP/IP) bei XP oder Internet Protokoll IP V4 bei WIN7 kann man die aktuellen IP Adressen des Adapters sehen. Normalerweise (wenn der Rechner über einen Router mit dem Internet verbunden ist) sollte hier ein Punkt bei Internetadresse automatisch beziehen stehen. Das selbe auch bei DNS automatisch beziehen. Steht da eine fest eingegebene IP Adresse sollte man nachfragen warum das so ist.
Generell ist der Aufbau dieser Adressen wie folgt:
IP Adresse des Rechners - eine für das Netzwerk einmalige Adresse die so oder ähnlich aussieht - 192.168.1.100 . Diese Adresse ist für den eigenen Rechner. Dann die Subnetzmaske - meist 255.255.255.0 - sie sagt dem Rechner in welchem und wievielen Netzen er nach informationen suchen soll und sollte meist nicht geändert werden (Subnetting ist eine komplizierte Angelegenheit und wird daher nicht näher erläutert) Darunter steht der Standardgateway - die IP Adresse darin ist die IP Adresse des Routers und sagt dem Rechner über welchen Weg er das Internet findet. Dieser Gateway muss unter normalen Umständen im selben IP Adressenbereich liegen also z.B. 192.168.1.1 sein.
Darunter kommen die DNS einstellungen. Meist ist der primäre DNS server der selbe wie der Router also wie oben 192.168.1.1 es kann aber auch ein DNS Server im Internet eingetragen sein wie z.B. der 194.25.2.129 (Telekom).
Wenn hier (also bei allen einstellungen des Lanadapters) was falsches steht geht nix mehr. Um zu überprüfen ob es an falschen Einstellungen liegt sollte man mit der Rechten Maustaste alle Lanverbindungen außer der für das „Netzwerk“ deaktivieren und versuchen ob man dann ins Internet kommt.
In allen anderen Fällen wäre eine genauere Beschreibung des Betriebsystems, der Adapter die dort angegeben sind und der Fehlerbeschreibung allgemein hilfreich.