Türe streichen ohne sie vorher zu schleifen?

Ist das möglich eine Holztür zu streichen ohne sie vorher zu schleifen? Würde es reichen, wenn ich sie einfach sehr gründlich putze und trockenen lasse? Oder gibt es sonst eine andere Möglichkeit?

„Putzen“ mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln reicht nicht.
Je nach Beschaffenheit des Farbauftrags kann man allerdings mit sog. „Anlauger“ arbeiten.

Hallo Nikelina,

es kommt auf die Türe an: Außentür oder Innentür.
Mein Malermeister hat einmal gemeint, nach dem obligaten Saubermachen mit einem rauen Schwamm (Topfreiniger) abreiben (hat in etwa die Funktion von Schleifpapier) würde an sich genügen.
Wie gesagt, es hängt von der Türe ab!

Auf jeden Fall: Viel Freude beim Streichen!
Auch ich werde mich heuer wieder mit derartigen Arbeiten beschäftigen..

Gruß

dafy

Kann man so machen, dann wirds halt scheiße… :wink:
Erzähl doch noch was zu der Tür. Ist das noch rohes Holz oder ist sie irgendwie vorbehandelt?
Womit willst Du sie streichen?
Wenn Du sie lackierst, wirst Du um zwei Runden Streichen nicht herumkommen. Ggf. spachteln, leicht anschleifen/glätten, säubern. Einmal vorstreichen, dann gründlich zwischenschleifen, dann eine zweite Schicht. Nicht am Material sparen, weder bei Pinsel noch bei Farbe.

VG,
Grünblatt

Hallo,

Das hängt von vielen Faktoren ab, aber viele kennst du nicht!

Farbe bestecht aus den Pigmenten, welche die Farbe geben und Bindemittel, im Prinzip Leim, welcher die Pigmente zusammenklebt. Trocknen, bzw. aushärten, muss dann das Bindemittel.

Wenn das Bindemittel schwach ist oder zu viel Pigmente in der Farbe sind, kreidet sie. Wenn du mit den Fingern über die Farbe reibst, bleiben die Pigmente an den Fingern, wie wenn du mit den Fingern über Kreide reibst. Kreiden kann eine Farbe aber auch, wenn das Bindemittel, z.B. durch UV-Licht, Lösungsmittel oder Oxydation zerstört worden ist.
Klatscht du da einfach Farbe drüber, klebt die nur auf der Kreidung und blättert ab!
Mit dem Anschleifen entfernst du die Kreidende Schicht und die neue Farbe klebt dann auf der fest haftenden alten Schicht.

Ein ähnliches Problem hast du, wenn sich Fette und Öle auf der alten Lackschicht befinden, dann schwimmt die neue Farbe nur auf dem Untergrund. Zudem können Fette und Öle auch das Bindemittel auflösen, bzw. weich machen. Fette und Öle überträgt man vor allem mit den Händen, also überall dort wo die Türe berührt wird.
Auch hier werden die beschädigten Lackschichten mit Anschleifen entfernt.

Durch die Alterung kann die Oberfläche der alten Farbe glashart werden, da hält die neue Farbe auch nicht.

Je nachdem, welches Bindemittel für die alte Farbe verwendet wurde und welche Lösungsmittel sich in der neuen Farbe befinden, löset die neue Farbe die alte etwas an, das hält dann bombenfest. Aber im Allgemeinen weiss man nicht wirklich, welche Farbe da vor Jahren verwendet wurde. Es kann aber auch Kombinationen geben, bei welchen die Lösungsmittel das alte Bindemittel zerstören, dann blättert die neue Farbe auch ab, weil kein haltender Untergrund vorhanden ist.
Mit dem Anschleifen, raut man die alte Farbe auf, sodass sich die neue Farbe in den Kratzern „festkrallen“ kann.

Wenn die alte Farbe nicht gut auf dem Untergrund hält, also abblättert, muss sie runter, sonst blättert nachher die Alte, einfach mit der neuen Farbe zusammen ab.

Mit dem Laugenpulver wird der Dreck weggewaschen und die Oberfläche der alten Farbe weggeätzt. Es entsteht eine matte poröse Oberfläche auf welcher die neue Farbe halten kann.

Wenn der alte Anstrich noch gut ist und hält, genügt es nur ein paar 1/100tel mm der alten Farbe abzutragen, man muss da nicht bis aufs Holz abschleifen!

MfG Peter(TOO)

Was das genau für Holz ist muss ich ehrlich sagen weiß ich nicht. Ich habe an Acryl-Lack gedacht und wollte das halt einfach drauf machen.

Was meinst du mit zwischenschleifen? Geht der Lack dann nicht wieder ab?

Ich wollt jetzt nicht wissen, ob das Weißtanne oder Rotbuche ist, sondern ob das Holz schon mal irgendwie behandelt wurde, also lackiert, gewachst oder geölt z.B. Danach richtet sich ggf. auch, wie weiter verfahren wird/verfahren werden kann…
Wenn Du das nicht sagen kannst, wirst Du wohl jemanden holen müssen, der sich damit auskennt, sonst kann das auch nach hinten losgehen, denn auf geöltem Holz wirst Du mit einer drübergestrichenen Schicht Acryllack nicht sehr glücklich werden :wink:

Ach so, zum Zwischenschleifen: Das ist obligatorisch…
Wenn Du rohes Holz streichst, richten sich die Holzfasern der Oberfläche auf und die gestrichene Oberfläche wird sehr rau. Das glättest Du durch einen Schleifgang. Esn wird nun eine zweite Lackschicht aufgetragen und dann ist die Farbe erstens deckend und zweitens glatt wie ein Babypopo.