Hallo Experten!
Ich interessiere mich für einen ca. 3300 Jahre alten „Patienten“:
Nach der CT-Untersuchung 2005 der Mumie des Pharao Tutanchamuns soll er eine Oberschenkelfraktur gehabt haben (die bisher nicht gefunden wurde). So jedenfalls referiert es der Wikipedia-Artikel.
Meine Frage: Ist nicht der Oberschenkel einer der kräftigsten Knochen des Menschen? Ist es nicht unwahrscheinlich, dass bei einem eventuellen Jagdunfall zuerst dieser statt den dünneren Knochen (Schienbein, Wadenbein) bricht?
ja, da hast du recht.
In der Praxis sieht man nicht so häufig eine Oberschenkelfraktur. Meistens sind es die Weber Frakturen, Schien- und Wadenbein, sowie Schenkelhalsfrakturen.
Auszuschliessen ist aber nichts. So kann es durchaus passieren, dass man sich den Oberschenkel bricht. Dafür ist aber ein relativ großes Trauma nötig.
Aber wer weiss, was der alte Tutenchamun so getrieben hat.
der Oberschenkel hält schon einiges aus - wenn er in Längsrichtung belastet wird.
„Leicht“ bricht er bei von der Seite einwirkenden Kräften;
an erster Stelle stehen bei uns dabei die Patienten die mit dem Roller unterwegs sind und von einem Auto übersehen werden - da kommen häufig Oberschenkelbrüche vor.
Gebrochen haben sich die Menschen immer was.
Es kann auch sein dass im Knochen ein Tumor ist der die Stelle anfälliger macht.