TV-Tipp für heute abend

Hallo,
heute abend läuft die erste umfassende Dokumentation über den Literaturbetrieb. Ein Filmemacher hat den Autor John von Dueffel beim Schreiben seines Romans „Houwelandt“ begleitet. „Von der ersten Silbe bis zum letzten Punkt, vom Lektorat bis zur Umschlaggestaltung, von der Vertreterversammlung bis zur Frankfurter Buchmesse, vom Fernsehauftritt bei Elke Heidenreich bis in die Bestsellerliste, von der Lesereise durch deutsche Lande bis zum Kurztrip ins quirlige New York, dem Gegenbild zur Einsamkeit in der Schreibkammer…Selbst wer Düffel nicht mag, wird dieses Video mögen, die erste Literaturbetriebsverfilmung überhaupt…“ (Die Zeit)

Läuft auf 3Sat um 21.15 Uhr.
Viel Spaß
André

Hab ich mir auch angestrichen!

Läuft auf 3Sat um 21.15 Uhr.
Viel Spaß

Hoffentlich!
Fritz

vom Fernsehauftritt bei Elke Heidenreich …

Hallo André,

an Elke Heidenreichs Begeisterung über „Houwelandt“ kann ich mich noch gut erinnern.

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,2189777,00…
(mit Leseprobe!)

Danke für den TV-Tip.

Gruß Gudrun

und? habt ihrs gesehen?
hallo,

sowohl dueffel als auch sein roman interessierten mich nicht sonderlich. das kann sich irgendwann mal ändern, gewiß. aber jetzt nicht.
ich hab deshalb die doku nur aufgenommen, zwischendrin ein bißchen reingeschaut.
was ich dort sah, bestätigte meine allerdings meine befürchtungen:
der „literaturbetrieb“ wurde so dargestellt, wie lieschen müller ihn sich vorstellt. da gab es den außerordentlich wichtigen grafiker, den lektor in unvermeidlichem schwarzen rollkragenpulli - seeeehr wesentlich wirkend, den literaturbeflissenen programmchef und den bereits so gut wie vergeistigten autor und allseitiges geschwollenes blabla. märchenstunde also.

oder habe ich die falschen stellen gesehen?
kam noch was, was sich lohnte?

fragt
ann

Hallo, Ann,

ich habe nach einer halben Stunde ausgeschaltet und mir meine eigene Musik gemachr.

Meine Gründe liegen vielleicht ähnloich wie deine, aber hauptsächlich habe ich mich gelangweilt und ich weiß meine Zeit besser zu nutzen.

allseitiges geschwollenes blabla. märchenstunde also.

Das bringt es auf den Punkt!

Gruß Fritz

Hallo,
wie Fritz habe auch ich mich etwas gelangweilt. Aufgrund von eigener Verlagsmitarbeit und Praktika kann ich aber sagen: Es läuft nunmal so ab. Autoren sind oft „vergeistigt“ und nicht selten eitel. Die Arbeit am Manuskript ist langwierig und detailversessen. Und die endlosen Diskussionen über das „richtige“ Cover und den „richtigen“ Titel laufen oftmals so ab. Es geht schließlich um nicht wenig Geld.
Gruß
André

1 „Gefällt mir“

Aufgrund von
eigener Verlagsmitarbeit und Praktika kann ich aber sagen: Es
läuft nunmal so ab.

was du nicht sagst…

Autoren sind oft „vergeistigt“ und nicht
selten eitel.

vergeistigt??? die wenigsten! und auch eitel eigentlich nur die möchtegernschreiberlinge. wer wirklich schreibt, hat für solche mätzchen selten zeit.

Die Arbeit am Manuskript ist langwierig und
detailversessen.

das ist wohl kaum jemand besser bekannt als mir.

Es geht schließlich um nicht wenig Geld.

auch so ein irrtum!
wenn ein autor günther grass heißt - oder noch besser: aus dem zur zeit angesagten jeweiligen ausland kommt, isses nicht so schnell was mit der dicken knete. müßte schon großer zufall sein.
auch ein herr dueffel wird wohl den großteil seines derzeitigen einkommens aus den honoraren für diesen film beziehen, und nicht aus dem verkauf seiner 4 oder 5 bücher.

gruß
ann

Aufgrund von
eigener Verlagsmitarbeit und Praktika kann ich aber sagen: Es
läuft nunmal so ab.

was du nicht sagst…

Was soll diese dumm-polemische Bemerkung?

Autoren sind oft „vergeistigt“ und nicht
selten eitel.

vergeistigt??? die wenigsten! und auch eitel eigentlich nur
die möchtegernschreiberlinge. wer wirklich schreibt, hat für
solche mätzchen selten zeit.

Ach ja? Bestsellerautor Düffel ist also ein Möchtegernschreiberling? Interessant. Und was heißt bitte „wirklich schreiben“? Kann man auch unwirklich schreiben? Ich behaupte, jemand wie Wolf Wondratschek schreibt wirklich. Hast du zufällig seinen Auftritt am Freitag bei „3 nach 9“ gesehen? Der Inbegriff von Eitelkeit, Arroganz und Vergeistigung.

Die Arbeit am Manuskript ist langwierig und
detailversessen.

das ist wohl kaum jemand besser bekannt als mir.

Schön für dich. Und wo liegt der Widerspruch zu meiner Aussage?

Es geht schließlich um nicht wenig Geld.

auch so ein irrtum!
wenn ein autor günther grass heißt - oder noch besser: aus dem
zur zeit angesagten jeweiligen ausland kommt, isses nicht so
schnell was mit der dicken knete. müßte schon großer zufall
sein.

Welcher Irrtum bitte? Genau das sage ich doch: Das Geld in der Verlagsbranche sitzt nicht gerade locker, man kann damit nicht so einfach reich werden . Bücher sind knallhart kalkuliert - das dürftest schließlich auch du als natürlich unterbezahlte Lektorin merken - und jeder Flop ist einer zuviel. Übrigens hab ich nie behauptet, dass Düffel ein Autor vom Schlage oder Geldbeutel eines Günter Grass ist.

auch ein herr dueffel wird wohl den großteil seines
derzeitigen einkommens aus den honoraren für diesen film
beziehen, und nicht aus dem verkauf seiner 4 oder 5 bücher.

Das wage ich widerum zu bezweifeln. Was glaubst du, wie viel Honorar bei einer solchen Nischenproduktion rausspringt? Wenn überhaupt ein Honorar geflossen ist, schließlich war das ganze eine hübsche PR für den Autor. Am Ende hat der Verlag noch die Produktion bezahlt.

Gruß
André

2 „Gefällt mir“

Was soll diese dumm-polemische Bemerkung?

achso, auf dieser stufe diskutieren wir?
na gut, ich dachte, du hättest gewisse sachkenntnisse, die stichhaltig genug sind, um über den literaturbetrieb im allgemeinen und den „dokumentarfilm“ im besonderen sprechen…

aber wenn du erlaubst, möchte ich doch lieber sachlich bleiben.

vergeistigt??? die wenigsten! und auch eitel eigentlich nur
die möchtegernschreiberlinge. wer wirklich schreibt, hat für
solche mätzchen selten zeit.

Ach ja? Bestsellerautor Düffel ist also ein
Möchtegernschreiberling? Interessant.

was sind das für schlußfolgerungen?
auch wenn ich dueffel nicht besonders aufregend finde, so habe ich nie gesagt, daß ich ihn für einen möchtergernschreiber halte. und auch die gleichsetzung mit eitel stammt von dir.

falls du nicht weißt, wie sich das einkommen eines „normalen“ autors oder autorin in diesem unseren landen zusammen setzt, und eine diffamierung darin siehst, wenn durch anderes als buchverkäufe einnahmen erzielt werden, empfehle ich, sich mal mit den statistiken der VG-wort auseinander zu setzen. hilfsweise auch mit manfred plinkes herrlichen sachbüchern zum thema schreiben und davon leben.

Und was heißt bitte
„wirklich schreiben“? Kann man auch unwirklich schreiben?

man kann! aber das kann ich dir leider nur unwirklich erklären.

Ich
behaupte, jemand wie Wolf Wondratschek schreibt wirklich.

1.) kann sein
2.) woher willst du das wissen?
3.) was tut das zur sache?

Hast
du zufällig seinen Auftritt am Freitag bei „3 nach 9“ gesehen?
Der Inbegriff von Eitelkeit, Arroganz und Vergeistigung.

ne, habe ich nicht, muß ich auch nicht.
ok, meinetwegen ist WW ein ekelpaket. na und? was beweist das jetzt?
daß ALLE autoren so sein müssen???

DAS meinte ist, als ich sagte, daß dieser film kaum dokumentarische qualitäten hat, sondern allenfalls klischees bedient.

Bücher sind knallhart kalkuliert -

wie z.b. herrensocken auch. und?

das dürftest schließlich auch du als natürlich unterbezahlte
Lektorin merken - und jeder Flop ist einer zuviel.

mann, du traust dich aber was! wie kommst du denn zu der irrigen annahme, daß ich unterbezahlt sei???

in KEINER branche kann man sich flops leisten!
wieso denkt alle welt eigentlich immer, daß verlage dazu da seien, um uneigennützig das weltkulturerbe, abteilung schrift zu fördern?

wenigstens in diesem punkt hätte ich mir von einem dokumentarfilm klarheit erhofft.

Was glaubst du, wie viel
Honorar bei einer solchen Nischenproduktion rausspringt? Wenn
überhaupt ein Honorar geflossen ist, schließlich war das ganze
eine hübsche PR für den Autor. Am Ende hat der Verlag noch die
Produktion bezahlt.

da uns das wohl keiner auf die nase binden wird, ist das in dieser diskussion nicht unbedingt von belang.

gruß & ende
ann

nimmst du Drogen…
…oder trinkst du nur? Du legst mir ständig irgendwelche Sachen in den Mund, die ich nie behauptet habe.

falls du nicht weißt, wie sich das einkommen eines „normalen“
autors oder autorin in diesem unseren landen zusammen setzt,
und eine diffamierung darin siehst, wenn durch anderes als
buchverkäufe einnahmen erzielt werden, empfehle ich, sich mal
mit den statistiken der VG-wort auseinander zu setzen.
hilfsweise auch mit manfred plinkes herrlichen sachbüchern zum
thema schreiben und davon leben.

Warum erzählst du mir das? An welcher Stelle habe ich die Einkommensverhältnisse irgendwelcher Autoren „diffamiert“? Ich fürchte, du halluzinierst ganz übel.

Und was heißt bitte
„wirklich schreiben“? Kann man auch unwirklich schreiben?

man kann! aber das kann ich dir leider nur unwirklich
erklären.

Das glaube ich dir aufs Wort.

Ich
behaupte, jemand wie Wolf Wondratschek schreibt wirklich.

1.) kann sein
2.) woher willst du das wissen?
3.) was tut das zur sache?

Wenn du das nicht raffst, kann ich dir leider auch nicht helfen.

Hast
du zufällig seinen Auftritt am Freitag bei „3 nach 9“ gesehen?
Der Inbegriff von Eitelkeit, Arroganz und Vergeistigung.

ne, habe ich nicht, muß ich auch nicht.
ok, meinetwegen ist WW ein ekelpaket. na und? was beweist das
jetzt?
daß ALLE autoren so sein müssen???

Habe ich niemals behauptet. Du tendierst aber offenbar zu Verallgemeinerungen. Siehst ein paar Ausschnitte aus der Doku, schon weißt du: Märchenstunde für Lieschen Müller.

DAS meinte ist, als ich sagte, daß dieser film kaum
dokumentarische qualitäten hat, sondern allenfalls klischees
bedient.

Der Film behauptet an keiner Stelle, repräsentativ zu sein. Er zeigt die Arbeit an Düffels Buch, Düffels Verlag, Düffels Lesereisen. Aber in deinen Augen ist wahrscheinlich alles fingiert, um die üblen Klischees zu verfestigen.

Bücher sind knallhart kalkuliert -

wie z.b. herrensocken auch. und?

das dürftest schließlich auch du als natürlich unterbezahlte
Lektorin merken - und jeder Flop ist einer zuviel.

mann, du traust dich aber was! wie kommst du denn zu der
irrigen annahme, daß ich unterbezahlt sei???

Ok, nehm ich zurück. Jemand mit deinen argumentativen Fähigkeiten kann eigentlich nur überbezahlt sein.

in KEINER branche kann man sich flops leisten!

in der Herrensockenbranche schon.

wieso denkt alle welt eigentlich immer, daß verlage dazu da
seien, um uneigennützig das weltkulturerbe, abteilung schrift
zu fördern?

Wer hat das behauptet? Ich jedenfalls nicht. Und der Film erst recht nicht. Aber schön, dass du das mal gesagt hast.

wenigstens in diesem punkt hätte ich mir von einem
dokumentarfilm klarheit erhofft.

Was glaubst du, wie viel
Honorar bei einer solchen Nischenproduktion rausspringt? Wenn
überhaupt ein Honorar geflossen ist, schließlich war das ganze
eine hübsche PR für den Autor. Am Ende hat der Verlag noch die
Produktion bezahlt.

da uns das wohl keiner auf die nase binden wird, ist das in
dieser diskussion nicht unbedingt von belang.

Doch. Das ist von Belang. Schließlich hast du mit diesen merkwürdigen Unterstellungen angefangen.

André

2 „Gefällt mir“