- Immer ungerade Antwortmöglichkeiten offerieren. Bei
Antwortboxen also 5 Möglichkeiten (+ k.A.) aufzeigen. Oft wird
man gezwungen, sich ganz auf die Seite „zufrieden“ oder gleich
„unzufrieden“ zu stellen.
Als Marketingmensch sehe ich das anders: Versuche diese Variante zu vermeiden, da alle Menschen dazu tendieren die goldenen Mitte anzukreuzen und sich nicht entscheiden zu mpssen, daher lieber ne grade Zahl nehmen.
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Offene Antwortmöglichkeiten liefern dir ein besseres
Abbild des Menschen, jedoch schwieriger auszuwerten und
zeitaufwendiger.
Hier stimme ich zu!!! Am besten noch nach jedem Fragenblock Raum für eigene Meinungen lassen, damit man auch Antworten erfassen kann, an die man bei der Fragebogenerstelung noch nicht gedacht hat. In der Regel … bei ganz großen Umfragen macht man einen Fragebogen zum testen vorab und korigiert den dann noch mal um die Erfahrungen.
- Würde Schulnoten-Prinzip (bei geschlossenen Fragen)
bevorzugen, da diese Einteilung den meisten Menschen geläufig
ist. Bei den Smilies frage ich mich immer, wie weit mein
Mundwinkel nach unten gezogen sein muss, um eine „4“ zu
vergeben.
Entweder die Schulnoten, dann aber trotzdem noch mal erklären dass 1 die beste Note und 6 die schlechteste ist, da viele Fragebögen das auch anders machen.
Wenn keine Schulnoten, dann wird auch gerne mit Smilies gearbeitet. Symbole helfen den Befragten gerade bei emotionalen Entscheidungen.
- Mache bei heiklen Antworten (Gehalt, Alter…) lieber
Spannen (40 - 45 Jahre, 10’ - 20’ TEURO). Nicht jeder sagt
irgend einem Fremden gern sein exaktes Einkommen/Alter.
Hier stimme ich auch zu. Setze Dich noch mal mit nem Statistiker zusammen. Man kann da auch Kreuzfragen stellen. Zusätzlcih zu den Spannen kann man z.B. nach dem PKW fragen oder ob man zur Miete oder im Eigentum wohnt etc… damit lassen sich dann die daten manchmal besser interpretieren. bzw. es läßt sich auf die Grundfrage runter loten.
Ansonsten muß man bei Fragebögen aufpassen in welcher Situation man sie ausfüllen läßt: SA morgens in der Fußgängerzone kann schlechtere Ergebnisse erzielen als in der Woche, weil die Leute nur schnell einkaufen wollen etc… und gerade gar keine Zeit haben. Auch hier würde ich verschieden Läufe machen, zumal unterschiedliches Publikum zu den UNterschiedlcihsten Zeiten unterwegs ist. Daneben sollte man auch auf den Ort achten. Supermarkt ist z.B. nicht gleich Supermarkt. Der Aldi in DA-Süd hat gaaaaaanz anderes Publikum mit einer ganz anderen Einkommensverteilung als z.B. der Aldi in DA-Nord oder wo auch immer.
Dann gilt es noch den Fehler beim Interviewer selbst zu suchen. Werden offenen Fragen gestellt, kann die Art der Fragestellung stark auf den Befragten abstellen.
Auch kann das Auftreten des Interviewers den Befragten beeinflussen. z.B. würde ich vermutlich bei einem öko angehauchten Interviewer zum Thema Lebensmittel eine andere Antwort geben als bei der gleichen Fragestellung durch eine PErson, die im Anzug da steht. Auch hier sollte man die Interviewer trainieren so eine Art Durchschnittstyp darzustellen und keine Suggestivfragen zu stellen, nur um den Fragebogen schnell ausgefüllt zu bekommen. Denke da an eine Umfrage in DA in der Stadtmitte zum Thema Kinderklinik:…Auch sie finden es doch bestimmt wichtig, dass Kindern ordentlich geholfen wird… (oder so ähnlich) …na, was soll man da noch antworten, ne ich bin gegen den Bau einer Kinderkrebsstation etc… Ohne diese Frage und mit dem Fragebogen ganz alleine in der Hand hätte da aus politischen, wirtschaftlichen etc. Gründen das Ergebnis mit Sicherheit anders ausgesehen.
Ansonsten schlage ich als Literatur zu dme Thema den guten alten Nieschlag dichtl, hörschgen vor (egal welche Ausgabe)
ISBN 3-428-07053-4 Buch anschauen
UNd jetzt virl Spaß beim Fragen ;o)
Gruß
Falke