Hallo,
mal wieder eine Frage aus der Typograpphie - das ist zwar nicht direkt Deutsche Sprache, aber ich finde kein passenderes Brett, und bisher waren diese Fragen hier immer gut aufgehoben.
Es geht um die Typographie von Kontonummern. Der Duden kennt dafür folgende Konvention:
- Kontonummern und werden von rechts nach links in 3er-Gruppen durch einen schmalen Zwischenraum untergliedert.
Gelegentlich findet man aber in Typographie-Ratgebern folgende Sonderkonvention für POSTBANKKONTEN
- Bei Postbanknummern werden die beiden letzten Vorziffern durch einen schmalen Zwischenraum abgetrennt, nach den beiden Ziffern folgen ein Bindestrich und drei weitere Ziffern: Postbank Hannover, Konto 3617 47-302.
Man findet diese Schreibweise tatsächlich sehr häufig.
Die Fragen ist nun: Woher kommt das, was hat das für einen Grund, und macht es Sinn, sich daran zu halten?
Gruß,
Max
Die Fragen ist nun: Woher kommt das, was hat das für einen
Grund, und macht es Sinn, sich daran zu halten?
Es ist so üblich, so lassen sich die Zahlen besser erkennen und es unterlaufen beim Abschreiben weniger Fehler, da sich Zahlen in Dreierblöcken leichter erfassen und merken lassen. Ähnlich wie bei Telefonnummern, die man sich oft in Zweier- und Dreierblöcken merkt.
Naja… eigentlich wollte ich sagen, dass ich diese Tradition beim Onlinebanking eher störend finde, gerade bei eBay, Booklooker und ähnlichen Seiten, bei denen man jemandem Geld überweisen soll — also wenn man jemandem eine Mail mit den Kontodaten schickt.
Dort empfiehlt es sich, die Zahl einfach durchgängig auszuschreiben, ohne Leerzeichen, da sie sich so kopieren lassen — wenn da Leerzeichen drin sind, passt die Zahl oft nicht ins Bankdatenkästchen und die Hälfte wird abgeschnitten. Dann hat man Huddeleien, die Leerzeichen wegzumachen und die fehlenden Zahlen nochmal hinzuzufügen.
Daher mein Vorschlag:
Beim Onlinebanking keine Leerzeichen benutzen.
Beim Schriftlichen sich an die übliche Tradition halten.
Gruß,
Aneinander vorbeigeredet
Hallo Andre,
da habe ich mich wohl missverständklioch ausgedrückt.
Die Gründe für die Dreierkonventioon kenne ich natürlich, das kann ich dir rückkwärts mit gebundenen Augen vorbeten … gehört zum kleinen 1x1 meines Berufes. 
Mich interessiert eigentlich, worauf beruht diese abweichende Konvention für Postbankkonten? Und macht die heute noch Sinn, oder sollte man Postbankkonten typographisch wie andere Kontzen behandeln?
Dort empfiehlt es sich, die Zahl einfach durchgängig
auszuschreiben, ohne Leerzeichen, da sie sich so kopieren
lassen
Mein Online-Banking löscht meiner Erinnerung nach die Leerzeichren automatisch.
Kann aber sein, daß ich mich da falsch erinnere. Das erinnert mich daran, daß ich schon länger keine Rechnungen mehr bezahlt habe. Muss ich mal wieder machen.
Gruß,
Max
Hallo,
mal wieder eine Frage aus der Typograpphie - …
Es geht um die Typographie von Kontonummern. Der Duden kennt
dafür folgende Konvention:
- Kontonummern und werden von rechts nach links in 3er-Gruppen
durch einen schmalen Zwischenraum untergliedert.
>>>Richtig…
Gelegentlich findet man aber in Typographie-Ratgebern folgende
Sonderkonvention für POSTBANKKONTEN
- Bei Postbanknummern werden die beiden letzten Vorziffern
durch einen schmalen Zwischenraum abgetrennt, nach den beiden
Ziffern folgen ein Bindestrich und drei weitere Ziffern:
Postbank Hannover, Konto 3617 47-302.
>>> Richtig …
Man findet diese Schreibweise tatsächlich sehr häufig.
Die Fragen ist nun: Woher kommt das, was hat das für einen
Grund, und macht es Sinn, sich daran zu halten?
Hallo Max,
woher es kommt: Wenn man sich intensiv mit der Typographie beschäftigt dann wirst du noch viel mehr Abweichungen feststellen.
In der Tat ist es so, das diese Regeln alle dazu dienen die Lesbarkeit des Textes zu erhöhen, wie schon geschrieben wurde.
Dadurch ergibt sich für die linke Zahlenkolonne 4 Zahlen und nicht 3!
Bei der BLZ wird von li > re
2 I 3 I 3 geschrieben, bei der KT-Nr.
3 I 3 I und Rest.und immer mit schmalen Zwischenraum.
Diese Angaben stammen vom Buchdruck.
Hand aufs Herz: Wer konnte den schmalen Zwischenraum mit der Schreibmaschine erzeugen.
Und wer beherrscht diese Kunst beim PC??
Und wie sieht es bei der Handschrift aus??
Du? Ich ja! Schreib mal für die anderen wie es geht.
Ein Teil der Regeln lassen sich also nicht für alle Übertragen.
So gibt es noch ein paar Regeln die unterschiedlich def. sind.
Z.B. beim Spaltendruck in der Zeitung.
Meines Wissen kommt diese Regel von der Druckern.
Viel Spass, Werner
PS:
Mein Buch sagt auch nicht mehr aus
Hallo Werner,
mir ist das alles, was Du schreibst, mehr als hinreichend bekannt:
/t/typographie-von-kontonummerrn/5456342/3
Wenn man sich intensiv mit der Typographie
beschäftigt dann wirst du noch viel mehr Abweichungen
feststellen.
Mich interessiert aber nicht, wieviel Abweichungen es noch gibt, sondern der Grund dieser einen Abweichung.
Und wer beherrscht diese Kunst beim PC??
Jeder anständige Grafik-Designer und Typograph.
Du?
Zum Beispiel. 
Mein Buch sagt auch nicht mehr aus
Meine auch nicht - weder Forssmann noch Willberg kennen diese Postbank-Regel. Also, woher kommt sie, und was ist/war ihr Sinn?
Gruß,
Max
Bei der BLZ wird von li > re
2 I 3 I 3 geschrieben…
Wie man sieht, haben auch angebliche Fachleute oft keine Ahnung: BLZ werden üblicherweise XXX XXX XX geschrieben, u.a. weil die ersten 3 Ziffern den Ort der Bank kodieren.
Und für die Kontonummern hat jede Bank eine eigene Schreibweise, die sich nach der Bedeutung der Ziffern richtet, besonders bei überregionalen Banken. Z.B. Deutsche Bank:
XXX XXXXXXX XX = 3x Filiale, 7x eigentliche Kontonr., 2x Subkonto.
Die Postbank ist nur eines von vielen Sonderformaten. (U.A. wegen der Zentralen in München, Stuttgart usw.). Im Prinzip müsste man für jede Bank eine eigene Formatvorschrift definieren oder eben alles zusammenschreiben wie in Online-Formularen üblicherweise erwartet. Der Computer, der das liest, hat keine Probleme damit.
Gruss Reinhard
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Hi,
Ich geb zu, ich hab dein Posting auch ein bissl „luschig“ gelesen und da ist mir vllt. der Sinn entgangen. 
Mein Online-Banking löscht meiner Erinnerung nach die
Leerzeichren automatisch.
Kann aber sein, daß ich mich da
falsch erinnere. Das erinnert mich daran, daß ich schon länger
keine Rechnungen mehr bezahlt habe. Muss ich mal wieder
machen.
Meins (PSD Bank) nicht, daher schreib ich online immer ohne Leerzeichen. Naja…
Auch Gruß,
Hallo Max,
Die Fragen ist nun: Woher kommt das, was hat das für einen
Grund, und macht es Sinn, sich daran zu halten?
Die typographischen Vorgaben gelten, wenn es keine anderen Gibt.
Grundsätzlich kann jeder, welcher ein Nummernsystem entwickelt, bestimmen wie es zu schreiben ist.
Beispiele:
ISBN: http://de.wikipedia.org/wiki/ISBN-13#Aufbau_der_ISBN
Bei Telefonnummern ist das ähnlich, je nachdem wie lange die Ortsvorwahl und die Teilnemernummer ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Telefonnummer#Schreibwe…
MfG Peter(TOO)
Hallo Max,
gleich vorweg: ich bin Laie. Da aber die bisherigen Antworten nicht so genau auf Deine Frage zielten, versuch ich es mal mit meiner Erfahrung:
In unserer Familie haben Postbank-Konten gewissermaßen Tradition, ganz einfach, weil es mal eine Zeit gab, als sie die preiswertesten waren. Und so hab ich auch um 1980 noch erlebt, dass sie im Rhythmus 2 / 2 / 2 - 3 angegeben wurden. Der Bindestrich vor den drei letzten Stellen war verpflichtend, es gab auch immer nur 9 Ziffern, während andere Konten zum Teil bereits 10 Ziffern hatten.
Aus dem Vergleich der Kontonummern in der Familie schließe ich, dass diese drei letzten Ziffern erkennen ließen, in welchem „Postscheckamt“ (so hieß die Postbank damals nämlich) das Konto geführt wird: z.B. 50x für Köln, 60x für Frankfurt, 10x für Berlin, 40x für Dortmund. Damals war das auch noch wichtig, seine Überweisungsaufträge u.ä. an das richtige Amt zu schicken, heute kriegt man für ein Frankfurter Konto auch schon mal nach München voradressierte Umschläge.
Aus all dem schließe ich: der Bindestrich stammt aus einer Zeit, als Internet oder online-Banking noch nicht denkbar waren. Es entsprach der Mentalität der Post, an alten Zöpfen festzuhalten. Heute muss man ihn aber nicht mehr angeben, selbst bei der Postbank nicht.
Übrigens wurden die alten achtstelligen Postsparbuch-Nummern mal durch Erweiterung auf 10 Stellen gebracht, die Nummern sahen dann so aus:
0xx.xxx.xxx.0
Ich hoffe, meine Berichte sind von Nutzen.
Gruß
Jette
Hallo Jette,
In unserer Familie haben Postbank-Konten gewissermaßen
Tradition, ganz einfach, weil es mal eine Zeit gab, als sie
die preiswertesten waren. Und so hab ich auch um 1980 noch
erlebt, dass sie im Rhythmus 2 / 2 / 2 - 3 angegeben wurden.
Bei den Schweizer PostCheckkonten war das so ähnlich.
yy-xxxxx
Die ersten beiden Ziffern gaben das Postcheckamt an. Die restliche Ziffernzahl war variabel.
irgendwann in den 80er kam dann eine Prüfziffer hinzu, welche zwingend mit einem Bindestrich angehängt wurde.
yy-xxxxx-z
MfG Peter(TOO)