U-Bootkommandant gemaßregelt

Hallo,
hab grad mal nachgesehen.
Die USA hat noch ein Paar konventionelle „Museeumsboote“ aus den Fünfzigern im Bestand, die allerdings auch schon das drei bis fünffache der älteren deutschen Boote verdrängen.
Ansonsten ist das Kleinste, was die US-Navy zu bieten hat, die Sturgeon Klasse mit knapp 5.000 t und damit etwa 10 mal so groß wie die deutsche Klasse 206. Davon habe sie aber nur noch zwei oder drei, dann machen wir gleich einen Sprung auf 7.000 t.

Wenn du das damit gemeint hast, dass die US-Admirale auch mal kleine U-Boote gefahren sind…

Gruß
Werner

Hallo Werner,

jetzt wirds wieder länger, fürchte ich.

Ich scheine da eines deiner Steckenpferde gesattelt zu haben.

been there, done that, zum Glück nur in Friedenszeiten und relativ kurze Zeit.

Vielleicht täusche ich mich auch, aber ich habe den Eindruck
Du täuscht dich hier und da doch ein wenig.

Den Eindruck habe ich umgekehrt auch

Einige Deutsche Bootstypen sollen Salzbunker
an Bord haben um sich solche Grenzschichten selbst schaffen zu
können.

Lass mich mal rechnen. Bei einem Salzgehalt von 2.5% …
66612500 t Salz.
Ein U-Boot, das also im Gefechtsfeld den Salzgehalt
signifikant veränder will, sollte mindests die Verdrängung des
gesamten Flugzeugträgerverbandes haben, um die Salzbunker
unterzubringen.

Lustige Überlegung. Ich vermute mal, das hast du des Effektes
wegen mal so angenommen. Dem U-Boot, das sich seinen Jägern
entziehen will, reicht aber schon ein um wenige Zehntel%
veränderter Salzgehalte im Umkreis von ein paar dutzend Metern
aus, damit das aktive Sonar sie nicht mehr sieht. Auch die
Großen Meeresströmungen und die klassischen Sprungschichten -
von denen es ja nicht so viele gibt - braucht ein kleines
Boote mit der entsprechend streuenden Beschichtung anscheinend
nicht. Dem reicht schon ein kleiner Temperaturunterschied.

Wegen des Effektes, das es klar die Unmöglichkeit dieser Technik beweist. Wenn ich das also auf ein paar Zehntel und ein paar Dutzend Meter begrenze, dann habe ich nur noch ein paar Hundert Tonnen Salz an Bord und muss mir zusätzlich noch was ausdenken, dass der Gegner nicht genau in den Bereich der Störung hält. So etwas nur genau um das Boot herum zu tun wäre wie ein Schild hochzuhalten: Hier bin ich!
Was die Temeraturunterschiede angeht, so entsteht ja (bei Benutzung von Aktivsonar) eine Streuung und eine Laufzeitveränderung der Impulse im Grenzbereich zwischen zwei Temperaturschichten. Das ist also ein Effekt der erstmal gar nichts mit Beschichtungen zu tun hat. Aber er ist stärker, wenn die Temperaturdifferenz zwischen den Schichten größer ist. Bei ein paar Zehntel Grad brauchst Du schon sehr empfindliches Meßgerät um die Störung überhaupt nachzuweisen. Also, der Anschein trügt, Du brauchst deutlich mehr als ein paar Zehntel.
Was die Beschichtung angeht, so schluckt die ja auch immer nur einen Teil der Impulse. Die Effektivität ist unterschiedlich, je nach verwendeten Frequenzen. Deswegen verwenden ja Hochleistungsaktivsonare auch mehrere. Dann kriegen die, beste Beschichtung vorausgesetzt, vielleicht trotzdem nur 10 Prozent der Impulse zurück, aber da ihnen ein Prozent reicht, ist das belanglos.
Das Problem mit Aktivsonar ist ein anderes. Der Jäger macht sich ja selber zum Ziel weil ein Torpedo mit passivem Suchkopf den Impulsen folgen kann. Einer der Gründe, warum man heutzutage so selten Aktivsonar hört und wenn, dann eher im Endanlauf.

Hier vermischst Du ein paar Sachen. Die Anti-Sonarbeschichtung
hilft gegen AKTIVSONAR.

Da vermische ich nichts, sondern genau das hab ich gemeint,
denn mit dem Passivsonar kriegst du die Boote ja mindestens
genauso schlecht.
Hier ging es ja nicht darum, was die Boote an Sonar einsetzen,
sondern, darum, dass die Boote schlecht zu finden sind. Und
das sind sie.

Jedes U-Boot ist per se schlecht zu finden, deswegen baut man die Dinger. Und ich habe nichts vermischt, es geht bei der Anti-Sonar-Beschichtung immer noch um AKTIVSONAR, das, was ein Gegner einsetzen könnte, um ein U-Boot zu finden.
Was das Passivsonar angeht, so hat sich in diesem Bereich sehr viel getan. Man ist ja schon lange von klassischem „Schleppsonar“ zu „Towed Array“ übergegangen. Dabei sind im Prinzip entlang eines langen Drahtes Sensoren verteilt. Per Trigonometrie kann ein U-Boot mit Towed Array also auch mit einem Passivsonar die genaue Position eines anderen U-Bootes ermitteln (vorausgesetzt, es macht überhaupt Geräusche). Das Problem war bisher immer, dass, wenn Du eine Meile Kabel hinter Dir herschleppst, das Kabel bei Deinen Manövern immer irgendwelche Buchten und Haken schlägt. Mit anderne Worten, Du weißt gar nicht so 100% genau, wo Dein Kabel wirklich ist, und das wiederum schlägt sich als Abweichung in Deinen Berechnungen nieder.
In der Zwischenzeit ist da jedoch die Mathematik auf Näherungsmodelle gekommen, die relativ gut sind. Zusätzlich geht man bei der Fat-Line her und hat Drucksensoren drin, so kann man zumindest die Tiefe des Kabels genau feststellen. Dieses Verfahren ist also sehr viel genauer geworden und übertrifft in der Zwischenzeit die üblichen Aktivsonare.
Natürlich, mit einem ausgefahrenen Towed-Array kannst Du nicht einfach volle Pulle draufhalten. Ein Atom-U-Boot ist mit so einem Ding gewissermaßen innerhalb seiner sogenannten taktischen Geschwindigkeit gefangen. Aber die ist immer noch um die 25 Knoten (außer Seawolf, Akula und was man so hört Severodwinsk-Klasse, bei denen es bis 27-28 kn geht).
Die letzten Erprobungen einer „improved fat line“ vom November zeigen aber, dass man, mit entsprechender Verstärkung der Kabelaufhängung, auch Towed Array bis über 30 kn einsetzen kann. Es ist nur ein etwas komisches Manövrieren.

Bleiben wir mal auf dem Teppich. U-Boote aus
niedermagnetischem Stahl sind seit vielen Jahren ein Standard.
Das bedeutet nicht, dass sie keine Magnetfeldanomalie
erzeugen, nur, dass diese nicht so stark ist. Das ist
allerdings ein Problem, das umso stärker wird, je größer das
Boot ist. Also betrifft es sehr stark die Atom-U-Boote,
während man im Bereich der konventionellen U-Boote
Magnetometer eher für den Endanlauf verwenden kann.

Und wo widerspricht das nun meiner Annahme, dass die winzigen
deutschen U-Boote mit Magnetometern nicht zu kriegen sind?

In der generellen Annahme, es sein cith zu kriegen. Es ist schwerer zu kriegen, aber nicht „nicht zu kriegen“. Und weil man andere, bessere Möglichkeiten hat, wählt man den bequemeren Weg.

(eher im Gegensatz zu den 10 bis 20 mal so großen US-Booten)

Wie Du weiter unten richtig darstellst, verringern sich Feldstärken im Kubik? Also, wenn ich ein großes schnelles U-Boot jage, das mit jedem Haken, den es schlägt, gleich mal eine Meile weg ist, oder wenn ich ein kleines U-Boot jage, das nur die Hälfte schafft, wo ist der Einsatz dieser Ortungsmethode effektiver?

Die hochentwickelte magnetische Eigenschutzanlage ist ein
Witz? Die ist nämlich eher dazu gedacht, nicht bei den
allfälligen Minen mit Magnetzündung negativ aufzufallen, wenn
man sich im Flachwasser durch ein Minenfeld schleichen will.

Und du meinst eine Anlage die auf 20 m einem Minenzünder
vormachen kann das Boot sei nicht da, könne dies auf die 20
bis 30 fache Entfernung nicht mehr? Ich meine mich zu
erinnern, dass Feldeffekte im Kubik nachlassen.

Hier betreten wir ein sehr komplexes Gebiet. Um das Magnetfeld eines metallenen Schiffskörpers zu unterdrücken, brauchst du ein sehr dynamisches Modell dahinter, weil Du Dein eigens Magnetfeld ja jederzeit anpassen musst. Änderst Du den Kurs, verändert es sich, bist Du irgendwo auf einem anderen Breitengrad unterwegs ist es sowieso schon mal anders. Dazu kommt, dass das Erdmagnetfeld, an dass Du Dich ja anpassen willst, selber Anomalien aufweist (z.B. durch Metallerze im Boden in manchen Gegenden). Nun wird da, um solche Anpassungen vorzunehmen, mit zwei Methoden gearbeitet. Die eine ist logisch, Du probierst es einfach in Friedenszeit vor Ort aus und mißt. Das klappt da, wo Du sowieso zu Hause bist.
Für den Rest der Welt gibt es Erdmagnetfeldsimulatoren. Diese erzeugen eine Näherungslösung, und die gewonnenen Daten werden als Parameter für MES benutzt. Die Sache hat einen Haken: Der Simulator kann schon nicht genau sein, da er ja ebenfalls bereits mit vereinfachten Parametern arbeitet. Er ist genau genug für den Zweck, um den es bei MES geht, nämlich gegenüber dem relativ primitiven Magnetzünder einer Mine das U-Boot zu verschleiern. Dabei kommt es weniger darauf an, das Erdfeld wirklich hundert Prozent genau zu simulieren sondern eher, eine magnetische Simulation zu erzeugen, die von der Mine nicht als U-Boot erkannt wird. Minen sind ja im Grunde dumm. Und außerdem sind sie nicht besonders empfindlich, weil der, der sie da ins Wasser geworfen hat, nicht will, dass sie zufällig hochgehen.
Bei der U-Bootortung treten jedoch zwei andere Faktoren in Erscheinung: Erstens, da sitzen immer noch Menschen an den Geräten. Die können reagieren wenn ein Zeiger ausschlägt und durchlaufen dann nicht einfach ein „Programm“. Zweitens reicht es in diesem Falle nicht, einfach nur „so zu tun als sei man kein U-Boot“. Man muss so tun „als sei man gar nicht da“. Und da ist die Grenze der derzeitigen Technik erreicht. Für die U-Bootortung von Flugzeugen aus geht man mehr und mehr zum Einsatz von Protonenmagnetometern über. Damit kann man doch bereits relativ winzige Abweichungen messen. Muss man ja auch können, denn das Flugzeug ist ja ein Stück vom Wasser weg. Einer der ganz signifikanten Unterschiede ist, dass hier Differenzen gemessen werden. Es ist also nicht, wie bei einer Mine. Die Mine wurde nach Daten eingestellt, die auf die gleiche Weise ermittelt wurden wie die Parameter des MES auch. Der Fehler, der bei U-Boot MES und Mine gleich ist, läßt das U-Boot gegenüber der Mine eher noch unauffälliger erscheinen.
Aber bei der U-Boot-Jagd wird gleich gegen die Umgebung gemessen. Da gibt es keine Simulation, da wird gegen das reale Magnetfeld der Erde gemessen.

Damit kannst Du dann zwar die Minen irritieren, aber dafür
hinterläßt Du eine ortbare Anomalie die Dein Boot eher
aussehen läßt wie ein versunkenes Schlachtschiff.

Ich denke Minenzünder zu Irritieren, wäre eine ganz blöde
Idee. Die modernen MES-Anlagen (zumindest auf den deutschen
Booten) neutralisieren die magnetische Signatur nicht mehr nur
in der Vertikalen wie die 2. WK Modelle, sondern in allen
Ebenen.

Wie oben dargestellt, ist es eine durchaus gute Idee, die sich bereits vielfach bewährt hat. Und was die Vertikale und die Horizontale angeht, ist das sehr nett, aber das Parameterproblem besteht dann ja auch in zwei Dimensionen (was natürlich immer noch besser ist, als wenn man eine ganz außen vor läßt).

Genauso gut kann man sich damit
herantreiben lassen.


Deine einzige Chance, in Schussposition zu kommen ist also,
wenn der Kurs des Trägers „zufällig“ genau vor Deine Rohre
führt.

Also ich stelle mir einen U-Bootangriff nicht wie ein
Wettrennen oder eine Schnellbootattacke vor.

Na ja, aber das ist Deine Vorstellung. Das klassische Angriffsverfahren war das „Vorsetzen“ über Wasser. Was man heute allerdings wegen Radar meistens vergessen kann.

Die U-Boote haben

schon immer schnellere Schiffe gejagt.

Falsch, U-Boote haben schon immer gegenüber schnelleren Schiffen das Nachsehen gehabt wenn nicht viel Glück im Spiel war. Ich empfehle in diesem Zusammenhang mal „Feindfahrten“ von Hirschfeld zu lesen.

Selbst die meisten

Frachter im 2. WK waren schneller als die U-Boote, zumindest
wenn dies getaucht waren.

Teilweise richtig, aber über Wasser waren sie schneller, weswegen sie auch über Wasser vorsetzten. Außderdem lag damals die Höchstfahrt vieler Frachter durchaus noch ungefähr im Bereich der Höchstfahrt eines getauchten U-Bootes. 1941 z.B. wurde bei SC-Convois von einer Geleitgeschwindigkeit von vier, einer Notfallgeschwindigkeit von sechs Knoten ausgegangen. Die Typen VII (B+C) liefen für kurze Zeit etwa 7 1/2 Knoten, der Typ IXB ungefähr 7 1/4. Aber selbst dieser Geschwindigkeitsunterschied wurde ja bereits als zu gering erachtet. Interessanterweise hat man beim Bau der zweiten und dritten Serie der amerikanischen Gato-Boote deswegen ja auch nochmal eins draufgesetzt und auf 10 gesteigert.

Einem guten U-Bootkommandanten

laufen dabei die Ziele nicht nur zufällig vor die Rohre.

Nein, ein guter Kommandant kann schneller laufen als sein Boot … interessante Theorie.

… Soweit ich weiss gehen auch die meisten
Atom-Jagd-U-Boote da nur 100 - 150 m tiefer.


Das die großen Boote meistens nicht tiefer als 100-150m
tauchen, hat einen anderen Grund. Erinnere Dich an die Sache
mit der Verdunstung. Wo ist der Salzgehalt höher? Da, wo das
Wasser verschwindet? Oder nochmal 100m tiefer? Oder vielleicht
nochmal 100m mehr? Es bedeutet nicht, dass sie nicht tiefer
können, es bedeutet, sie bleiben etwa in dem Bereich, in dem
Temperatur und Salzgehalt dem Passivsonar am Bekömlichsten
ist.

Da hast du mich missverstanden. Ich meinte die deutschen Boote
können auch fast so tief tauchen, wie die meisten Atom-Uboote.
Sofern es denn Sinn macht. Die Tauchtiefe der Klasse 212 wird
offiziell mit 300 m angegeben. Inoffiziell spricht man von
mindestens 700 m. Die 206er Boote hatten - aus dem Kopf -
offiziell nur 200 m Einsatztauchtiefe, da kannst du dir dann
selbst einen Reim drauf machen.

Geh mal eher von 400 Metern bei Klasse 212 und 214 (dem Exportmodell) aus. Damit liegt es etwa im Bereich des russischen Exportmodells Kilo. Wobei hier wiederum zwei Faktoren zu betrachten sind. U-Boote können nicht einfach im Wasser schweben. So einen genauen Trimm bekommt man gar nicht hin. D.h. die Technik, einfach mal alles abzuschalten, geht immer nur für eine bestimmte Zeit, nämlich bevor das Boot endgültig durchsackt bzw. Auftrieb gewinnt. Es sei denn, Du kannst Dich auf Grund legen. Was für alle Boote im Atlantik eher als untaugliche Maßnahme erscheint,

[Der DM 2 A4] Und er ist nicht gerade leise.

Ich hab ihn noch nicht gehört, aber in der Literatur wird er
als extrem leise bezeichnet.

Also ich bin nicht so gut in der Literatur. Aber ein Los-Angeles-Boot hört einen Seehecht auf über zwanzig Meilen während es selber auf taktischer Fahrtstufe ist.

Ein Kriegsschiff in voller
Fahrt (abgesehen von der Eurofregatte, die nicht mal 30kn
schafft) kann bei 35 kn eine Menge Ausweichmanöver fahren

Wir sprachen aber von Flugzeugträgern (die nebenbei bemerkt
auch nicht immer und überall mit 35 kn unterwegs sind), die
fahren aber sicher keinen engen Slalom.

Rechnen wir also mal wieder. Der Wendekreis eines JFK-Träger ist bekannt und liegt bei 9.6 Seemeilen. Dabei ist der Ausdruck Kreis eigentlich falsch, denn es handelt sich eher um den Durchmesser des Kreises. Nach Pi x d komme ich also für einen Vollkreis auf eine Strecke von 30.17 Seemeilen. Mit anderen Worten, der Bursche braucht bei 30 Knoten fast eine Stunde, einen Kreis zu fahren.
Rechnen wir noch ein Bisschen. Der Torpedo braucht für 10 sm bei einer Geschwindigkeit von 50 kn offensichtlich 12 Minuten (unter der Annahme, dass er nicht korrigieren muss).
In 12 Minuten kann der Träger also 1/5 eines Kreises an Kursänderungen durchführen. Das ist immerhin eine Abweichung von 72 Grad. Eine Kursänderung von 72 Grad versetzt das Ziel über diese 12 Minuten hinweg um etwa 2 Meilen von der ersten angenommen Zielposition weg. Der Aal kann nachkorrigieren (entweder per Suchkopf und Eigensteuerung under per Kabel), aber das bedeutet, er muss erst einmal die Kursänderung erkennen. Mit jeder Minute Verzögerung kommen 6 Grad Abweichung hinzu. Aber das echte Problem ist, mit jeder Minute Verzögerung kommt Strecke hinzu. Es besteht also das Risiko, dass der Torpedo vorzeitig das Ende seiner Laufzeit erreicht. Abgesehen davon, dass er durchaus auch eines der anderen Schiffe des Verbandes treffen kann, das jemand versucht, Täuschkörper zu verfen, die ihn mehr Zeit kosten usw usw. Die Sache ist also nicht ganz so einfach wie in einer Übung, in der nicht wirklich ein Torpedo geschossen wird. Da ist es immer einfach zu sagen, dass man eine Feuerleitlösung hatte und getröffen „hätte“.

Bei einem

Distanzschuss, wenn der Torpedo noch 10 sm weg ist (und
bemerkt wurde) brächte sowas nicht viel und in den letzten
Minuten - wo es was bringen könnte - dreht ein 100.000 t
Pötchen auch keine verwirrenden Priouetten mehr.

Siehe obige Berechnung.

der Torpedo gerade mal 15kn schneller ist …

Welcher Depp schießt aber einen Torpedo seinem Ziel hinterher?
Die optimale Schussposition ist querab voraus.

Da muss man erst noch hinkommen, denn der Träger ist ja erheblich schneller. Und die Trägerverbände laufen im Einsatz wohlweislich 30-35kn.

Damit läuft das

Schiff sogar noch auf den Torpedo zu, so dass sich die
Reaktionszeit verkürzt.

Wie gesagt, wenn der Träger glücklich vor die Rohre läuft. Andernfalls kommt das Boot gar nicht in diese Position.

und über eine weite Strecke anläuft.

Und wer sich geschickt herangepirsch hat schießt dann eben nur
aus 2 sm Entfernung.

Du machst Dir eine falsche Vorstellung von der Ausdehnung des Sicherungsschirms. Wenn der auf 2sm ans Ziel kommt, dann steht er bereits genau unter den Jägern oder ist bereits dabei endgültig auf Tiefe zu gehen. Da schießt der nämlich gar nichts mehr. Immer vorausgesetzt, er hatte überhaupt schon eine gute Position als er den Trägerverband erstmalig erfasst hat.

Was dem Admiral dann gerad mal gute 2

Minuten Zeit lässt noch mal über seine Sünden nachzudenken.

Knapp drei. Wobei die Abschusszeit von Täuschkörpern aus VLS Mk.41 bei 27 Sekunden liegt, die Abschusszeit einer AGM84C bei 15 Sekunden (offiziell). Selbst wenn keine dieser Maßnahmen greift, muss der Torpedo doch nachkorrigieren, was die Zeit wiederum verlängert. Es gibt immer die theoretische Möglichkeit, dass ein Torpedo trifft. Aber das ist wie bereits gesagt, nicht ganz so einfach.

Diese Manöver müssen erst erkannt werden, es
muss nachgesteuert werden, die Chancen sinken.

Das stimmt. Die Chancen bleiben aber hoch. Zumindest gegen ein
so schwer zu überhörenden Ziel wie einen Flugzeugträger.

Na ja, das U-Boot kann selbst mit einem relativ einfachen Sonar den Träger mit Geleit auf mindestens 100 Meilen erfassen. Und dann? Es kann ja keinen Torpedo auf hundert Meilen schießen.

Der Mk.48 ist
ein zielsuchender Torpedo, der außerdem 5 kn schneller ist.

Ähh, der DM 2 A ist auch zielsuchend, sowohl passiv als auch
aktiv zu haben. Sogar beides auf einmal.

zu habe, das bedeutet, man kann ihn kaufen. Man hat aber für das Arsenal nur die drahtgesteuerte Variante gekauft. Das ist sdo ähnlich wie bei den F-124 Fregatten. Für die hat man Rolling Airframe gekauft, aber die Raketen ins nächste Fiskaljahr verschoben. Und hat alles auf NH90 ausgelegt, der vielleicht irgendwann mal kommt.

b.) Das ganze Szenario verändert sich mit dem dem
Diehl-Raketen-Torpedo, auch als Superkavitationstorpedo
bekannt. Denn der läuft mit 200+ kn. Da ist ein
Ausweichmanöver sowieso Illusion. Aber an dem Ding wird ja
noch fleißig gebastelt.

Man merkt dir einige Technikbegeisterung an. Wenn er soweit
ist, ist der Superkavitationstorpedo sicher fürchterlich und
wohl auch fürchterlich teuer.

Um ehrlich zu sein, die Begeisterung hält sich in Grenzen. Dazu war ich zuviel auch auf See unterwegs. Aber ich kann ja schlecht in dieser Diskussion die Existenz dieser Waffe einfach ignorieren.
Er wird mit Sicherheit fürchterlich teuer. Wie fürchterlich er wirklich wird, wird sich zeigen. Es reicht ja nicht, einen schnellen Torpedo zu haben, man braucht ja auch die Technik, ihn wirklich ins Ziel zu bringen. Für mich klingt das immer noch etwas wie die Seewasserkühlung der Fregatten. Auf dem Papier ganz toll, aber als man zum ersten Mal ins Mittelmeer fuhr stellte man völlig überraschend fest, dass das Wasser dort wärmer ist. Vor allem im Sommer. Da hatte der Unterschied zwischen theorie und Praxis die Welt unserer Waffenschmeide mal wieder eingeholt und es hat ein Schweinegeld gekostet, das alles entsprechend umzurüsten (war ja auch die Kühlung des APAR betroffen).

c.) Es ergibt sich auch die Frage nach der Einschlagwirkung.
Der Seehecht trägt 225Kg PBX, der Mk.48 292Kg HE (im Grunde
fast das gleiche Zeug, mit etwas unterschiedlichen
Mischungsverhältnissen). Der Diehl-Torpedo und sein russisches
Gegenstück Schkwal VA-111 liegen beide bei nur ungefähr 210Kg
Traglast, wwas das russische Modell aber notfalls durch einen
kleinen Nukleargefechtskopf ausgleichen kann.
Wenn die US Navy bereits Zweifel hegt, dass die
Einschlagwirkung zweier schwererer Mk.48 in ein großes
Atom-U-Boot der Typhoon-Klasse ausreichend ist um das Boot zu
versenken,

Wenn du dir die Konstruktion der Typhoon-Klasse ansiehst wirst
du aber auch bemerken, dass die in besonderer Weise konzipiert
sind und vor allem haben die einen Außenpanzer, von dem ein
Flugzeugträger träumt.

Na ja, mal ganz langsam. Ein Typhoon besteht aus neun wasserdichten Abteilungen, von denen Du drei fluten musst, damit das Ding untergeht. Der berühmte Außenpanzer ist ein etwa 5 cm Wabenpanzer aus niedermagnetischem Stahl mit Verbindungen zwischen den Waben um den Explosionsdruck abzuleiten.
Ein JFK-Träger hat formal keine Panzerung. Seine Außenhaut im Unterwasserbereich besteht simpel aus 2 2/1 Zoll Stahl. Der ist magnetisch, aber das ist ja in diesem Fall auch egal. Dahinter kommt ein Wallgang von knappen 5 Fuß Breite und dann kommt die innere Schiffswandung mit nochmal 2 1/2 Zoll. Wohlgemerkt, das ist formal keine Panzerung. Das ist eigentlich gegen Grundberührungen gedacht. Aber wenn ein 5 cm Wabenpanzer ausreichen soll, die Wucht abzufangen und den Explosionsdruck abzuleiten, könnte ich mir vorstellen, dass eine ungefähr 7,5 cm dicke Außenhaut mit einem nahezu 1,5m weiten Wallgang dahinter diesen Zweck auch erfüllt. Ist ja in der Gesamtkonstruktion auch nur Faktor wie viel mehr?

Der hat nämlich überhaupt keinen.

Wie gesagt, formal nicht. Außerdem hat er natürlich keine neun wasserdichten Abteilungen, eher ein paar Hundert.

was bringt dann die deutsche Marine auf die Idee,
zwei leichtere Seehechte können einen Träger, der nicht nur
erheblich größer ist, sondern als Überwasserschiff auch nicht
von den Druckproblemen eines U-Bootes geplagt wird, versenken?

Darum schießt man auf einen Flugzeugträger auch keine zwei
Torpedos, sondern am Besten alle die man hat, also bei der
Klasse 212 sechs Stück oder doch fast alle.

Was? Bereits im zweiten Weltkrieg überstanden Träger, wenn
auch erheblich beschädigt Kamikazeangriffe, und da schlug über
eine Tonne Sprengstoff auf einmal ein.

Jetzt vergleichst du aber Äpfel und Birnen, oder besser
Kopfsalat mit Kokosnüssen.
Eine Bombe oder von mir aus Kamikaze zerstört die Aufbauten
eines Schiffe. Die werden aber zum Schwimmen nicht benötigt.
Um das Schiff zu versenken musst du dich dabei durch die
gesamte Struktur des Schiffes bis zum Boden durchsprengen.

Ist Dir eigentlich klar, dass seit dem Beginn des ersten Weltkrieges kein großes Kriegsschiff mehr „versenkt“ wurde. Sie wurden durch ihre Besatzungen versenkt als die Munition ausgegangen war, als die Schiffe nicht mehr kampffähig waren oder ab und zu auch in aussichtslosen Situationen (wie z.B. die Graf Spee). Große Kriegsschiffe werden durch Feuer, durch Brände im Inneren, durch Explosionen der Munitionsmagazine zerstört, nicht durch ein Loch.

Ein

Großteil der Explosionswirkung verpufft dabei in der Luft. In
der „weichen“ Luft nimmt die Explosionswirkung rapide ab.

Du gehst von den irrigen Annahmen aus, dass ein Kamikazeflieger wirklich auf dem Deck zerschellt und gleichzeitig, dass Du ein Loch brauchst um ein Kriegsschiff zu versenken. Das würde, wenn es so wäre, natürlich die gesamte Raketentechnologie im Seekrieg ad absurdum führen. Aber wie gesagt, das sind irrige Annahmen. Wie oben ausgeführt, geht es weniger um ein Loch. Mit einem Loch kannst Du einen Frachter versenken. Bei Kriegsschiffen brauchst Du genug Wucht um ihnen buchstäblich das Kreuz zu brechen.
Und was die Explosionswirkung von Kamikazefliegern angeht, wenn so ein Bursche auf ein Trägerdeck schlug, dann durchschlug er es de facto und seine Tanks und Bomben explodierten unter Deck. Der Großteil des Drucks lief sich also im Schiff tot un d richtete dabei wilde Schäden an. Bei größeren Flottenträgern reichte die Standfestigkeit der Schiffe trotzdem, um zu überleben. Im direkten Vergleich war aber der Kamikazeflieger trotzdem gefährlicher als ein Torpedo.

Manchmal haben die internen Munitionsbunker die Sprengung für
den Angreifer erledigt, oder Brände waren nicht unter
Kontrolle zu bringen, aber wenn du dir die Verluste von
Großkampfschiffen ansiehst, wurden die überwiegend durch
Torpedos versenkt.

Huh? Nenn mal welche, jetzt wirds spannend. Tatsächlich fällt mir auf Anhieb jetzt nur Ark Royal ein. Couragous wurde von Scharnhorst und Gneisenau erledigt, Bismark von Rodney und Dorsetshire, Scharnhorst von Anson, Prince of Wales und Repulse aus der Luft, Yamato und Musashi ebenfalls aus der Luft … und das Thema Ark Royal und U-81 hatten wir ja schon.

Davon fressen die unter Umständen auch ein

halbes Dutzend oder mehr bei Aufschlagzündung. Die modernen
Torpedos detonieren aber mit Abstand unter dem Kiel eines
Schiffes und brechen ihm buchstäblich das Rückrad.

Das haben schon die deutschen Torpedos im Zweiten Weltkrieg getan, also so modern ist das nun auch nicht mehr. Du brauchst aber ein gewisses Mindestmaß an Druck um einem Schiff das Kreuz zu brechen. Und natürlich müssen Abstand und Lage von Ziel und Torpedo zueinander relativ genau stimmen. Was bei einem Frachter mit schwächerem Hauptspant, Laderäumen, groß wie Kathedralen und einer dünneren Außenhaut kein Problem ist.

Zum einen

weil die Druckwelle sich im praktisch nicht komprimierbaren
Wasser unvermindert auf das Schiff überträgt und zum Anderen,
weil danach das Schiff durch die Gasblase unter seinem Rumpf
dort kurzzeitig den Auftrieb verliert. Das sind beides bei einem Flugzeugträger ganz andere Verhältnisse als bei einem Zerstörer oder einer Fregatte. Die Spanten des Trägers müssen ja schon deshalb ein anderes Kaliber haben, weil an dessen Deck ein paar Dampfkatapulte stehen, die dauernd tonnenschwere Flieger in die Luft katapultieren. Nicht nur Wasser ist fast nicht komprimierbar (dampf ist es, was die Gasblase de facto eher unerwünscht aus Sicht des Torpedokonstrukteurs macht), auch Stahl ist fast nicht komprimierbar. Und der Druck eines solchen Katapults überträgt sich direkt auf die Schiffskonstruktion. Was nicht weiter verwundert, der ist ja schließlich fest damit verbunden.

Wie groß stellst Du Dir denn diese Gasblase vor? Im Grunde geht es hier doch wieder um zwei Faktoren. Die Stabilität des Rumpfes in sich und beim Gasbalseneffekt um das Verhältnis Gesamtvolumen unter Wasser zu dem Volumen, das kurzfristig keinen Auftrieb mehr produziert.

Die modernen Träger haben darum spezielle doppelte Böden, die
dies aushalten sollen. Fragt sich nur wie oft.

Wie oben ausgeführt, haben alle Träger (eigentlich: Alle Kriegsschiffe und viele Zivilschiffe) solche Doppelböden und Wallgänge. Bei Kriegsschiffen ist das etwa Standard seit 1906 (ab etwa HMS Dreadnought), bei Großtankern ist ja erst seit ein paar Jahren Pflicht bei Neubauten.
Um ein kleines Beispiel für die Frage nach dem „wie oft“ zu bringen. Das russische U-Boot SC102 reklamierte während des Krieges im Rahmen der ansonsten verunglückten Operation „Rösselsprung“ vier Torpedos auf das deutsche Schlachtschiff Tirpitz geschossen zu haben. Das das Schiff nach wie vor einsatzbereit war und, wie sich später zeigte, auch in den Schiffstagebüchern keine Hinweis auf Torpedoeinschläge zu finden war, hielt man die Russen für Lügner.
Allerdings tauchen im Bericht (zur Schadensaufnahme nach dem X-Boot-Angriff) vom September 1943 „unklare Eindellungen des äußeren Wallgangs auf“. Diese Beschädigungen können weder durch Grundberührung noch die Minen des X-Boot-Angriffes hervorgerufen worden sein. Sie wurden aber auch als „nicht reparaturbedürftig“ eingestuft. Natürlich ist die Tirpitz (die ja ebenfalls keinen Unterwasserpanzer hatte) bei einer Verdrängung von etwa 52000 BRT nicht mit einem Träger von 180000 oder mehr BRT zu vergleichen.

Moderne Torpedos sollen dagegen wiederum auf Naheinschläge
programmierbar sein, indem sie in der Tiefe anlaufen und dann
schräg nach oben in den Boden des Zieles einschlagen.

Eigentlich nicht schräg, eher genau unter dem Hauptspant.

Aber selbst wenn der Träger nicht sinkt, ist er mit 4-6
Löchern im Boden für sehr lange Zeit aus dem Geschäft.

Natürlich sind beschädigte Schiffe aus dem Gefecht … für eine Weile. Deutschland hat schon einmal einen Krieg verloren, weil der Gegner sein Zeug noch reparieren konnte und zusätzlich neues bauen konnte. Was also dsagt uns das? Es ist viel schlimmer ein Schiff wirklich zu verlieren, als es eine Weile in der Werft zu haben. Das U-Boot, dass diesen Angriff fährt, gehört der Katz, da braucht man auch nichts mehr zu reparieren. Der Träger ist nach ein paar Monaten wieder da.
Und noch eine kleine Berechnung um zu zeigen, wie realitätsfremd solche Ideen sind (die gehen ja hier von einem Konflikt NATO gegen NATO aus). Die Deutsche Marine verfügt derzeit über fünf Boote des Typs 212. Die US Navy verfügt derzeit über 1 Träger Kitty Hawk-Klasse, 1 Träger Enterprise-Klasse, 10 Träger Nimitz-Klasse, 3 Träger der Tarawa-Klasse, 8 der Wasp-Klasse und von den 3 neuen der Gerlad Ford-Klasse ist erst einer fertig. Macht also ein Verhältnis von 5 zu 26. Was bedeutet, dass die Amerikaner sich eher einen verlorenen Träger als wir ein verlorenes U-Boot leisten können.

Gruß
Peter B.

Hallo Peter

Heute hab ich keine Zeit für eine gleichgewichtige Antwort.
Aber ich hab auch den Eindruck wir reden zum Teil aneinander vorbei.
Du führst hier einiges sehr detailiert aus. Ich kann dabei aber zum Teil den Zusammenhang mit der Frage, ob die Deutschen U-Boote besser dazu geeignet sind sich an eine gut geschützte Trägerkampfgruppe heranzuschleichen und zu einem Erfolgreichen Angriff zu kommen nicht mehr wirklich herstellen. Da habe ich hier und da auch den Eindruck du willst mich missverstehen. Wenn ich schreibe, dass ich mir etwas so nicht vorstelle und du antwortest darauf, das sei dann meine Vorstellung, lässt mich das etwas hilflos zurück.

Einige deiner Beispiele finde ich auch verwirrend.
Glaubst du wirklich die Tirpitz wurde erfolgreich torpediert und hatte dadurch nur Dellen in der Seitenwand? Ich habe noch keine Torpedoexplosion life gesehen, aber auf Fotos werden da Wassersäulen von locker mal 50 m Höhe abgebildet. Und dass soll auf der Tirpitz keiner bemerkt haben? Mehrfach? So dass das erst bei einer anschließenden Inspektion zufällig entdeckt wurde?
Ich bitte dich! Wenn die Torpedos getroffen haben, dann waren das Blindgänger und die Beulen kamen von der bloßen Aufprallwucht. Expoldiert sind die sicher nicht.

Das hier kann ich nun gar nicht einordnen.

Ist Dir eigentlich klar, dass seit dem Beginn des ersten Weltkrieges :kein großes Kriegsschiff mehr „versenkt“ wurde. Sie wurden durch ihre :Besatzungen versenkt als die Munition ausgegangen war, als die Schiffe :nicht mehr kampffähig waren oder ab und zu auch in aussichtslosen :Situationen (wie z.B. die Graf Spee). Große Kriegsschiffe werden durch :Feuer, durch Brände im Inneren, durch Explosionen der :Munitionsmagazine zerstört, nicht durch ein Loch.

Natürlich gibt es bei Gefechstschäden oft eine Vielzahl Einflüssen, aber wenn ein halb gesunkenes Schiff wie die Scharnhorst dann auch noch eine Munitionskammerexplosion hat, darf man wohl doch die 14 Torpedotreffer und Zig Artillerietreffer als Ursache des Unterganges annehmen. Und letztlich sinken Schiffe nun mal kaum, wenn sie keine Löcher im Rumpf haben.
Auch der Hinweis auf all die Großkampfschiffe, die nicht durch Torpedos sondern von Flugzeugen versenkt wurden, ist da irgendwie seltsam. Du hast doch schon mal was von Torpedobombern gehört!?
Nur mal so auf die Schnelle ohne Anspruch auf Vollständigkeit hier einige der durch Torpedos versenkten Großkampfschiffe: Royal Oak, Courageous, Yamato, Musashi, Repulse, Prince of Wales, Indianapolis, Atago, Maya (

Ist Dir eigentlich klar, dass seit dem Beginn des ersten Weltkrieges :kein großes Kriegsschiff mehr „versenkt“ wurde. Sie wurden durch ihre :Besatzungen versenkt als die Munition ausgegangen war, als die Schiffe :nicht mehr kampffähig waren oder ab und zu auch in aussichtslosen :Situationen (wie z.B. die Graf Spee). Große Kriegsschiffe werden durch :Feuer, durch Brände im Inneren, durch Explosionen der Munitionsmagazine :zerstört, nicht durch ein Loch.

Das ist definitiv absoluter Unsinn! Gerade im Zweiten Weltkrieg wurden die größten Schlachtschiffe und zig Flugzeugträger durch direkte Torpedotreffer versekt. Um gleich bei Superlativen zu bleiben können wir dann direkt das Beispiel der Yamato nehmen, die nicht weniger als 13 direkte Torpedotreffer bekam und daraufhin kenterte. Oder Pearl Harbor…
Oder meinetwegen auch die Versenkung des Leichten Kreuzers ARA General Belgrano im Falklandkrieg durch ein britisches U-Boot.

Und wenn wir uns dann über moderne Kriegsschiffe unterhalten haben diese tatsächlich meißt nur eine sehr dünne Stahlhülle und nein, definitiv keine Doppelhülle! Ausnahme sind hier aber wohl Flugzeugträger mit einer Doppelhülle (bei den US-Trägern zumindest unter Wasser). Und auch bei den Flugzeugträgern ist die Doppelhülle primär zum Schutz vor Grundberührungen oder bei Kollosionen und nicht dafür ausgelegt Minen, oder Torpedoexplosionen Stand zu halten.
Da die Zeit der großen Seeeinheiten (abgesehen von den Trägern) schon lange vorbei ist lohnt das auch nicht. Seegefechte werden nicht mehr auf Sichtweite geführt - mit Ausnahme der U-Boote, die aber ja auch nicht mehr „sehen“ müssen.

Ich habe auch irgendwie nicht mehr den Überblick, worum es hier geht.
Fakt ist: Ein kleines U-Boot, wie die Marine sie hat, wäre in der Lage einen US-Träger zu versenken. Sicherlich ist das wenig wahrscheinlich und vor allem nicht ohne eine gehörige Portion Glück möhlich, aber es ist nunmal technisch nicht auszuschließen. Ausschließen können wir aber denke ich, dass es jemals zu so einer Realsituation kommen wird und deshalb ist all das hier eben nur graue Theorie und niemand kann sich darauf berufen „Recht“ zu haben. :wink:

Gruß Andreas

Ist Dir eigentlich klar, dass seit dem Beginn des ersten Weltkrieges :kein großes Kriegsschiff mehr „versenkt“ wurde. Sie wurden durch ihre :Besatzungen versenkt als die Munition ausgegangen war, als die Schiffe :nicht mehr kampffähig waren oder ab und zu auch in aussichtslosen :Situationen (wie z.B. die Graf Spee). Große Kriegsschiffe werden durch :Feuer, durch Brände im Inneren, durch Explosionen der Munitionsmagazine :zerstört, nicht durch ein Loch.

Das ist definitiv absoluter Unsinn! Gerade im Zweiten
Weltkrieg wurden die größten Schlachtschiffe und zig
Flugzeugträger durch direkte Torpedotreffer versekt. Um gleich
bei Superlativen zu bleiben können wir dann direkt das
Beispiel der Yamato nehmen, die nicht weniger als 13 direkte
Torpedotreffer bekam und daraufhin kenterte. Oder Pearl
Harbor…

Sorry, dass ich widerspreche. Die Yamato wurde von beinahe vierhundert Flugzeugen zwei Stunden lang angegriffen, sie erhielt 8 schwere Bombentreffer, je nachdem, wie man die Berichte der Piloten beurteilt um die fünfzig Nahtreffer und erst in der Endphase, als das Schiff schon mit Schlagseite und brennenend als bewegungsloser Schrottahufen auf dem Wasser lag, kamen die Torpedobomber für den Fangschuss … für den Sie dann, insofern ist Deine Information richtig, immer noch dreizehn Torpedotreffer brauchten.
Oder Pearl Harbor? Lass mich mal nachdenken, wie war das mit Pearl Harbor. Die erste Welle bestand aus 183 Maschinen von denen 40 Torpedobomber, der Rest Bomber waren. D.h. diese Welle war nicht im Schwerpunkt ein Torpedongriff (auch wenn man das seit jenem unsäglichen Bruckheimer Film so glaubt). Nevada wurde von zwei Bomben und einem Torpedo getroffen. California wurde von zwei Bomben und zwei Torpedos getroffen, aber es war einer der Bombentreffer, der das Munitionsmagazin in Brand setzte und damit offensichtlich die tödliche Verlustursache war. West Virginia und Oklahoma sanken tatsächlich durch Torpedotreffer. Allerdings sollte man in diesem Fall auch wirklich das Baujahr der Schiffe bedenken. Es handelte sich ja in beiden Fällen um vor-WWI-Schiffe. Tennessee wurde in dieser Phase durch Bomben beschädigt, sie wurde nicht einmal von einem Torpedo getroffen. Arizona wurde aller Wahrscheinlichkeit nach von einem Torpedo getroffen, aber das Ende kam durch einen Bombentreffer zwischen die vorderen Türme.
Die zweite Welle bestand ausschließlich aus Bombern. Nevada setzte sich schwer beschädigt auf den Grund (das Schiff hatte versucht vor Eintreffen der 2. Welle auszulaufen).
Also, die beiden Beispiele, mit denen Du belegst, dass das, was ich rede „definitiv absoluter Unsinn“ sei, belegen genau das was ich gesagt habe. Von den Schlachstschiffen in Pearl Harbor wurden zwei durch Torpedos (Oklahoma und West Virginia) und der Rest durch Bomben vernichtet, was nicht ausschließt, dass sie ebenfalls Torpedotreffer erhielten, die aber nicht entscheidend waren. Wobei man allerdings, und das relativiert die Argumente von beiden Seiten nun wieder, in Betracht ziehen muss, dass diese Schiffe beinahe alle zwischen 1912 und 1916 gebaut, bzw. entworfen worden waren, d.h. schiffssicherungstechnisch eher der Dreadgnought Ära angehörten. Tenessee(1920) in deren Entwurf schon Erfahrungen aus dem 1.Weltkrieg eingeflossen waren, wurde durch Bomben versenkt und nicht einmal von Torpedos getroffen. Insofern ist es schwer zu sagen, was die angerichtet oder nicht angerichtet hätten.
Ich fürchte also, Dein kategorischer Imperativ kann den Fakten nicht standhalten. Aber vielleicht hast Du ja noch mehr so Beispiele?

Oder meinetwegen auch die Versenkung des Leichten Kreuzers ARA
General Belgrano im Falklandkrieg durch ein britisches U-Boot.

Ein wunderschönes Beispiel. Werten wir also einen ehemaligen leichten Kreuzer der Brooklyn-Klasse als großes Kriegsschiff. Aber gut. Der Kreuzer wurde von zwei Torpedos getroffen und zwar ungefähr mittschiffs, auf der Steuerbordseite, wenn ich die Berichte richtig in Erinnerung habe. Dabei schlug der erste Torpedo gegen den Gürtlepanzer (der ja bei einem WWII leichten Kreuzer eigentlich nicht so beeindruckend war) und verursachte minimale Schäden. Der zweite Torpedo jedoch schlug etwas weiter achtern ein und setzte eine Farblast in Brand, von wo aus sich die Brände in Richtung der Magazine der Mittelartillerie weiterfraßen. Das Schiff wurde ungefähr eine halbe Stunde nach diesem Treffer aufgegeben als klar war, dass man die Brände kurzfristig nicht in den Griff bekommen konnte. Das Schiff selbst schwamm noch Stunden und sank während der Nacht mit geöffneten Seeventilen.
Es war also ein Glückstreffer in einer für die Briten taktisch günstigen Situtation. denn die begleitenden Zerstörer mussten ablaufen, konnten also nicht auf stundenlange Brandbekämpfung warten. Und auch die Belgrano sank nicht durch ein „Loch“. Sie wurde durch den zweiten Torpedotreffer in Brand gesetzt und dann von der Besatzung aufgegeben wobei beim Verlassen des Schiffes die Seeventile geöffnet wurden. Die Belgrano wurde also selbstversenkt um zu verhindern, dass das Schiff durch die Briten an den Haken genommen werdne konnte. Hätte es mehr Zeit gegeben und wären die Argentinier in Sachen Schiffssicherung nicht ebenso schlampig wie die Spanier, dann wäre es durchaus möglich gewesen, das Schiff zu retten.
Bisher haben Deine Beispiele nicht gerade dazu beigetragen, meine Meinung zu ändern.

Und wenn wir uns dann über moderne Kriegsschiffe unterhalten
haben diese tatsächlich meißt nur eine sehr dünne Stahlhülle
und nein, definitiv keine Doppelhülle! Ausnahme sind hier aber
wohl Flugzeugträger mit einer Doppelhülle (bei den US-Trägern
zumindest unter Wasser). Und auch bei den Flugzeugträgern ist
die Doppelhülle primär zum Schutz vor Grundberührungen oder
bei Kollosionen und nicht dafür ausgelegt Minen, oder
Torpedoexplosionen Stand zu halten.

Also, wenn ich Dich richtig verstehe, gibst Du im Fall der Träger zumindest die Doppelhülle des Unterwasserschiffes zu? Und Du könntest eventuell auch zugeben, dass knappe 1,5m Wallgang dazwischen den Druck einer Explosion eventuell besser ableiten könnten als knapp 4 cm durchmessende Bohrungen im Wabenpanzer der Typhoons? Möglicherweise? Und das die Konstruktion gegen Grundberührungen geplant ist, hatte ich bereits früher erwähnt. Allerdings ist im Falle eines Torpedotreffers weniger relevant wofür sie geplant ist sondern was sie tut.
Was die dünne Stahlhülle angeht, würde ich das gerne ebenfalls etwas relativieren. Denn so dünn ist die gar nicht. Sie muss ja, gerade bei den Trägern, wegen der doch relativ großen Entfernung zwischen den Spanten, eine gewisse Stabilität haben. Der ganze Kram bestaht ja im Grunde auf Stahlplatten, die aneinaner und an die Spanten geschweißt sind. Da entstehen Spannungen aller Art (denn Schiffe neigen in See zum „arbeiten“, unterliegen thermischen Ausdehnungseffekten und manchmal, auch wenn man dass zu vermeiden trachtet, stoßen sie irgendwo an). Deine dünne Hülle besteht also bei einem der großen nuklear betriebenen Träger aus mehrzölligem Stahl.
Was sonstige Kriegsschiffe betrifft, so haben wir hier weltweit eigentlich drei Philosophien im Kriegsschiffbau. Es gibt das, was die Russen tun. Die Russen bauen sehr massiv, nicht unbedingt elegant und die Standfestigkeit eines Schiffes hat einen höheren Stellenwert als Größenbeschränkungen. Was der Grund ist, warum russische Schiffe bei vergleichbarer Kampfkraft meistens erheblich größer sind. Dort ist die Doppelhülle (aber bitte jetzt nicht in dem Sinne wie bei Doppelhüllentankern) Standard. Die Chinesen schwenken mehr und mehr in diese Richtung.
Es gibt die europäische Philosophie. Kennzeichnend ist hier kostenreduktion, Konzentration auf Elektronik und genau definierte Einsatzprofile und vor allem Normierung im Bereich des eigentlichen Rumpfes. Das ist insofern interessant, als dass diese System, das ja bei den F-124 bereits verwendet wurde, eigentlich gar keine klassische Spantenkonstruktion mehr ist sondern eher ein Kastensystem. Die haben also wirklich keine doppelte Hülle mit Wallgang mehr sondern nur noch ein Kollisionsschott im Vorschiff falls sie selber mal irgendwo gegen stoßen. Man kann wenig sagen, wie sich das im Ersntfall bewähren würde. Ähnliche Schiffe, aber nach zivilen Maßstäben gebaut, waren ja die Liberty-Schiffe des 2.Weltkrieges. Man wollte sie billig bauen und nahm in Kauf, dass sie leicht versnekbar sien würden - sie erwiesen sich dann zwar trotzdem als ziemlich standfest gegen Torpedos, aber viele brachen sich im Pazifik das Kreuz in schweren Stürmen weil die Rümpfe an den Sektionsschnittstellen stärker arbeiteten als angenommen.
Das amerikanische Prinzip ist eine Doppelphilosophie (deswegen sprach ich auch von vier anfänglich). Wegen der großen Anzahl an benötigten Einheiten wird hier deutlich zwischen High-Cost-Schiffen und Low-Cost-Schiffen unterschieden. Träger und die Projekte CG21 und DE21 sind High-Cost-Einheiten. Auch wenn bei CD21 und DE21 mit Sektionen gearbeitet wird, haben diese einen Doppelrumpf. Die Fregatten, die man in der Planung hat, sollen billig sein. Daher hat man dort darauf verzichtet. Was unter dem Gesichtspunkt, dass man die billig und notfalls entbehrlich halten will, ja auch bereits eine Aussage beinhaltet.

Da die Zeit der großen Seeeinheiten (abgesehen von den
Trägern) schon lange vorbei ist lohnt das auch nicht.

Abgesehen davon, dass ein Zerstörer heute die Größe eines Kreuzers des 2.Weltkrieges hat, dass die neuen „Fregatten“ der F-124-Klasse in der Größenordnung eines Dickschiffes des 2.Weltkrieges liegen, dass große Atom-U-Boote 9000 Tonnen verdrängen … errr, es gibt große Einheiten genug, sie haben nur andere Bezeichnungen.

Seegefechte werden nicht mehr auf Sichtweite geführt - mit
Ausnahme der U-Boote, die aber ja auch nicht mehr „sehen“
müssen.

Das klingt alles sehr schön. Das Radar kann den Gegner auf 300 Seemeilen Entfernung ausmachen und wenn der was startet, schieß man es eben mit einer Rakete ab. Nur, dass das Radar ebenfalls mittel Passivortung auf mehr als die doppelte Entfernung sichtbar ist. Damit reduziert sich, so die Theorie, das ganze Gefecht auf Flugkörperabwehr (deutlich manifestiert sich diese Ansicht ja in den F-123 und F-124).
Aber die Sache hinkt, wie man bei der US Navy ja mehr und mehr lernt, gleich an mehreren Stellen. Es wird keine Seeschlachten im Sinne von Leyte oder Skaggerak mehr geben. Die Kämpfe der Zukunft sind asymetrisch. D.h. der Gegner hat meistens kein Passivradar, dass ein Schiff auf 600 Meilen erfassen kann wenn es nur das Radar einschaltet. Er hat keine intelligenten Flugkörper wie die russischen Stallions, die sich im Zielanflug darüber unterhalten, welche Raketen der Salve ablenken und welche auf das Ziel gehen. Er hat Kleinkampfmittel. Aber eine wirksame Kanone gegen ein schnelles Motorboot mit Sprengstoff, das im Zickzack auf das Schiff zukommt, hat man sich ja gespart.
Und hier kommen wir dann auf das Ursprungsthema zurück. Denn die 212er U-Boote sind ja eigentlich das einzige, was wir derzeit für küstennahe Operationen in fremden Gewässern haben. Die K-130 wird irgendwann mal kommen, darauf darf man gespannt sein. Aber im Grunde wird man sich entscheiden müssen, welchen Weg die Deutsche Marine geht. Will sie mit den politischen Ansprüchen Schritt halten, dann ist das Einsatzgebiet nämlich nur sehr selten Nord- und Ostsee.

Ich habe auch irgendwie nicht mehr den Überblick, worum es
hier geht.
Fakt ist: Ein kleines U-Boot, wie die Marine sie hat, wäre in
der Lage einen US-Träger zu versenken. Sicherlich ist das
wenig wahrscheinlich und vor allem nicht ohne eine gehörige
Portion Glück möhlich, aber es ist nunmal technisch nicht
auszuschließen. Ausschließen können wir aber denke ich, dass
es jemals zu so einer Realsituation kommen wird und deshalb
ist all das hier eben nur graue Theorie und niemand kann sich
darauf berufen „Recht“ zu haben. :wink:

Dann schlage ich vor, Ausdrücke wie „Unsinn“ zu vermeiden. Vor allem, wenn die Fakten das Gegenteil belegen.

Gruß
Peter B.

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Dann schlage ich vor, Ausdrücke wie „Unsinn“ zu vermeiden. Vor
allem, wenn die Fakten das Gegenteil belegen.

Nö, du drehst es dir alles nur ein wenig so, wie es dir passt. :wink:

Gruß Andreas

Hallo Peter

Heute hab ich keine Zeit für eine gleichgewichtige Antwort.
Aber ich hab auch den Eindruck wir reden zum Teil aneinander
vorbei.
Du führst hier einiges sehr detailiert aus. Ich kann dabei
aber zum Teil den Zusammenhang mit der Frage, ob die Deutschen
U-Boote besser dazu geeignet sind sich an eine gut geschützte
Trägerkampfgruppe heranzuschleichen und zu einem Erfolgreichen
Angriff zu kommen nicht mehr wirklich herstellen. Da habe ich
hier und da auch den Eindruck du willst mich missverstehen.
Wenn ich schreibe, dass ich mir etwas so nicht
vorstelle
und du antwortest darauf, das sei dann
meine Vorstellung, lässt mich das etwas hilflos zurück.

Ich wollte vermeiden, ganz hart zu schreiben, „da liegst Du falsch“

Einige deiner Beispiele finde ich auch verwirrend.
Glaubst du wirklich die Tirpitz wurde erfolgreich torpediert
und hatte dadurch nur Dellen in der Seitenwand? Ich habe noch
keine Torpedoexplosion life gesehen, aber auf Fotos werden da
Wassersäulen von locker mal 50 m Höhe abgebildet. Und dass
soll auf der Tirpitz keiner bemerkt haben? Mehrfach? So dass
das erst bei einer anschließenden Inspektion zufällig entdeckt
wurde?
Ich bitte dich! Wenn die Torpedos getroffen haben, dann waren
das Blindgänger und die Beulen kamen von der bloßen
Aufprallwucht. Expoldiert sind die sicher nicht.

Warst Du mal auf einem abgedunkelten Kriegschiff bei schlechtem Wetter und Nacht unterwegs. Da treten interessante optische Effekte auf. Als ich die Geschichte zum ersten Mal hörte, habe ich auch mächtig gestutzt, aber bei Vergleich technischer Daten und der Belege, blieb mir wenig anderes übrig, als es zu akzeptieren. In diesem Fall, das ist das interessante, wäre es bei einem Blindgänger nämlich überhaupt nicht zu einer Eindellung gekommen. Weil der Wallgang sich mit dem unteren Ende des Gürtelpanzers überlappt hat. Da der aber geneigt war, hätte es auch keine Möglichkeit gegeben, dass eine fünfzig Meter hohe Wassersäule in die Höhe springt (wobei der Torpedoeinschlag selbst unter guten Bedingungen keine fünfzig Meter geschafft hätte, die Bilder die man immer wieder sieht, sind Tankerfackeln und ähnliche Sachen).
Aber das ist eben ein Beispiel, in dem Torpedos sich als relativ wirkungslos erwiesen haben. Nicht mehr, nicht weniger.

Das hier kann ich nun gar nicht einordnen.

Ist Dir eigentlich klar, dass seit dem Beginn des ersten Weltkrieges :kein großes Kriegsschiff mehr „versenkt“ wurde. Sie wurden durch ihre :Besatzungen versenkt als die Munition ausgegangen war, als die Schiffe :nicht mehr kampffähig waren oder ab und zu auch in aussichtslosen :Situationen (wie z.B. die Graf Spee). Große Kriegsschiffe werden durch :Feuer, durch Brände im Inneren, durch Explosionen der :Munitionsmagazine zerstört, nicht durch ein Loch.

Es ging um den Eindruck, dass man ja nur einfach ein Loch im Schiffsboden brauchet (vergleiche dein früheres Posting, in dem es um den Unterschied zwischen Torpedotreffern und Kamikazetreffern ging)

Natürlich gibt es bei Gefechstschäden oft eine Vielzahl
Einflüssen, aber wenn ein halb gesunkenes Schiff wie die
Scharnhorst dann auch noch eine
Munitionskammerexplosion hat, darf man wohl doch die 14
Torpedotreffer und Zig Artillerietreffer als Ursache des
Unterganges annehmen. Und letztlich sinken Schiffe nun mal
kaum, wenn sie keine Löcher im Rumpf haben.

Hier gibt es trotzdem einen kleinen Unterschied. Was hat das Schiff dann „fertig gemacht“? Die Brände oder das Loch, das erst ganz am Ende durch die Esplosion entstand?
Etwas klarer wird das vielleicht bei der Bismark, bei der ja das Schiff am Ende immer noch selbst versenkt werden musste. Das Schiff war definitiv geschlagen und es war definitiv zerstört. Aber trotz der Fangschüsse des Kreuzers und der Zerstörer schwamm der Zossen immer noch.
In beiden Fällen darf man und muss man die Treffer als Primärursache annehmen. Ist ja klar. Aber welche? Im Falle der Scharnhorst die Artillerietreffer, die das Schiff kampfunfähig machten und irreparabel beschädigten. Die Torpedotreffer, die ja erst in der letzten Phase erfolgten, mal wieder als Fangschussversuch, erwiesen sich als wenig effektiv. Da musste erst noch das Magazin explodieren (das ja durch Artillerie getroffen war), um das Schiff dann zu versenken. Es ging ja bei der ganzen Sache letztendlich um die Wirksamkeit von Torpedos gegen Kriegsschiffe. Und da sahen die Torpedos wohl nicht so überzeugend aus.

Auch der Hinweis auf all die Großkampfschiffe, die nicht durch
Torpedos sondern von Flugzeugen versenkt wurden, ist da
irgendwie seltsam. Du hast doch schon mal was von
Torpedobombern gehört!?

Dazu bitte ich Dich, in dem Posting weiter oben nachzulesen. Es wird zwar immer viel über Torpedobomber geredet, dort im Beispiel Pearl Harbor, aber nach den reinen Zahlen waren sie ja wohl weniger erfolgreich. Wenn ich also von flugzeugen sprach, dann ging es in erster Linie um Horizontal- und Sturzkampfbomber.

Nur mal so auf die Schnelle ohne Anspruch auf Vollständigkeit
hier einige der durch Torpedos versenkten Großkampfschiffe:
Royal Oak, Courageous, Yamato, Musashi, Repulse, Prince of
Wales, Indianapolis, Atago, Maya (

Hallo Peter,
weisst du was?
Du hast mit allem vollständig Recht und ich fasele!

Wie du sagst ist seit dem Ersten Weltkrieg kein einziges Schiff überhaupt „versenkt“ worden. Die sind alle durch interne Brände, Explosionen oder Selbstversenkungsmaßnamen untergegangen.

Es sind auch keine Großkampfschiffe durch Torpedos (außer eines - komisch wo doch überhaupt keines versenkt wurde) versenkt worden, sondern durch Fliegerbomben .

Du weisst ganz genau, dass es die etwa acht Bombentreffer und nicht die 13 Torpedos waren, die die Yamato zum Kentern brachten.
Genau wie bei der Scharnhorst, wo es selbstverständlich die etwa 13 schweren Granattreffer und nicht die 14 Torpedos waren.
Auf die Musashi bist du nicht eingegangen, aber ich darf vermuten, dass auch hier es selbstverständlich nicht die 20 Torpedotreffer waren, sondern die 17 Bomben.

Die Versenkungen, die es dann doch durch Torpedos gab (uhps, wurde das nicht kategorisch verneint?) waren natürlich alles extreme Glückstreffer. Torpedos sind völlig ungeeignet Großkampfschiffe zu versenken.
Warum man dann ausgerechnet Torpedos verwendet, wenn man ein Schiff endgültig zum Sinken bringen will, bleibt wohl ein ewiges Geheimnis.

usw.
usf.

Ehrlich gesagt macht die Diskussion mit dir keine Freude. Du schwallst Daten hervor und stellst sie willkürlich in unmögliche Zusammenhänge und widersprichst dir dann noch fröhlich selbst mit der Pose des ich weiss es aber (immer) besser.

Ist mir echt zu anstrengend und unfruchtbar.
Lassen wir es dabei:
Du hast Recht!

Gute Nacht
Werner

1 „Gefällt mir“

Ehrlich gesagt macht die Diskussion mit dir keine Freude. Du
schwallst Daten hervor und stellst sie willkürlich in
unmögliche Zusammenhänge und widersprichst dir dann noch
fröhlich selbst mit der Pose des ich weiss es aber (immer)
besser.

Nun, er ist ja auch Schriftsteller… :wink:

Hallo Ihr beiden,

tut mir ja schrecklich leid, dass die von Euch beiden angeführten Fälle sachlich unrichtig waren. Und immerhin war es Andreas, der zum Thema Torpedowirkung Schiffe aufgelistet hat ohne die Details zu kennen (oder sie einfach zu drehen, wie es ihm passte). Und ansonsten hat der Schriftsteller mehr Zeit mit Recherche verbracht, mehr Wracks betaucht und mehr Seemeilen auf dem Buckel als Du jemals sehen wirst, also stampf nicht mit dem Fuß Kind!

Gruß
Peter B.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Peter,
dann hast du bei all der Recherche wohl ab und zu mal den Überblick verloren.
Dein Detailwissen ist wirklich beeindruckend und ich habe von dir hier einiges erfahren. Nur hatte ich dabei oft Mühe zu erkennen, wo du der gemeinsamen Frage nachgingst und wo du nur einfach Wissen abgespult hast.

Störender war für mich aber die Art der Vermittlung. Irren oder sich ungeschickt ausdrücken tut sich sicher jeder mal, und mit seinem Wissen glänzen wollen wir auch wohl alle ein wenig (warum macht man das hier wohl sonst?).
Wenn man aber anfängt vom Hundertsten zum Tausendsten zu kommen und dem „Partner“ dann noch ganz wichtig solche zielführenden Details präsentiert, wie dass Tanker auch doppelte Böden haben und das Abstandszünder nichts neues sind (Hatte ich jemals etwas anderes behauptet und was sollte das zu unserem Thema beitragen?), dann finde ich das ganz toll, wie du die Gelegenheiten nutzt den Eindruck zu erwecken ich hätte ja von nichts ne Ahnung.
Gleichzeitig verzapfst du solche Stammtischparolen, wie dass seit dem 1. WK KEIN Großkampfschiff mehr versenkt wurde.

Bei der Erwähnung von Pearl Harbour als Gegenargument fitzelst du das dann sehr schön auseinander, das hab ich wirklich nicht alles gewusst, aber auf einmal sind da doch zwei Schiffe durch Torpedos versenkt worden … aber die waren ja 1. WK-Bauten … Vergessen ist deine Behauptung, dass nach dem 1. WK KEIN Schiff mehr versenkt wurde (nicht Schiffe die danach gebaut wurden), geschweige denn durch Torpedos. Darum ging es aber in der Diskussion.

Ich merke an, dass Flugzeugträger wohl kaum wilde Ausweichmanöver fahren und darf dann von dir eine detaillierte Belehrung zum Wendekreis usw. erfahren, auch alles sehr interessant, aber da kam in Endeffekt nichts anderes heraus, als das was ich behauptete.
Deine Detailverliebtheit endet dann auch plötzlich, wenn du zum Aufzeigen der schlechten Chancen eines Torpedoangriffes auf 10 sm Sorgen um die Reichweite des Torpedos bei notwendigen Kursänderungen machst, dabei hat der besagte Torpedo eine Reichweite von 50 sm.
Bei deinen scheinbar intimen Kenntnissen von Schiffen und Wehrtechnik kann ich dir auch nicht abnehmen, dass du wirklich glaubst die Explosion von über 200 kg Sprengstoff an der Bordwand könnte im Inneren eines Schiffes unbemerkt bleiben und die Wassersäule einer solchen Explosion würde durch die Böschung des Rumpfes wirksam unterdrückt.
Falls dies doch kein argumentativer Winkelzug war, sondern schlicht Unwissen, dann schau dir doch mal dieses Bild einer Torpedoexplosion UNTER einem Zerstörer an (also nicht nur an einer seitlichen Schräge wie bei der Tirpitz angenommen) http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Mark_48_Torp… Die Wassersäule geht trotzdem ich würde mal schätzen etwa 150 m hoch.
Ja, ich weiss die Tirpitz war größer, dafür die Exlposion seitlich davon und die Torpedos waren damals vielleicht tiefer eingestellt, aber auch nicht unendlich viel tiefer schließlich hatten diese Aufschlagzünder.

Ich will mich nicht wiederholen oder die ganze Diskussion nochmal aufrollen. Ich hoffe es wird deutlich, was mir an solchem Diskussionsstil missfällt.

Du willst das nun als infantiles Gestampfe einstufen und plusterst dich dabei mit Seemeilen, und Wracktauchen! Da ist dann aber endgültig das „ich-hab-aber-den-Längsten“ Niveau erreicht.

Trotzdem Grüße
Werner

Hallo Peter,
dann hast du bei all der Recherche wohl ab und zu mal den
Überblick verloren.
Dein Detailwissen ist wirklich beeindruckend und ich habe von
dir hier einiges erfahren. Nur hatte ich dabei oft Mühe zu
erkennen, wo du der gemeinsamen Frage nachgingst und wo du nur
einfach Wissen abgespult hast.

Vor allem scheinen ab und zu Deine eigenen Theorien zu dem Thema verloren gegangen zu sein. Das „Abspulen“ war nämlich nichts weiter als Fallstudien zu liefern für die jeweilige Behauptung Deinerseits.

Störender war für mich aber die Art der Vermittlung. Irren
oder sich ungeschickt ausdrücken tut sich sicher jeder mal,
und mit seinem Wissen glänzen wollen wir auch wohl alle ein
wenig (warum macht man das hier wohl sonst?).

Hummm, nehmen wir einfach wieder mal ein Beispiel. Das U-Boot fährt 20 Knoten, der Träger dreißig … „Ein geschockter U-Boot-Kommandant verläßt sich nicht auf sein Glück“ (worauf denn, wenn er von vorne herein in der richtigen Position sein muß um überhaupt eine Chance zu haben?)

Wenn man aber anfängt vom Hundertsten zum Tausendsten zu
kommen und dem „Partner“ dann noch ganz wichtig solche
zielführenden Details präsentiert, wie dass Tanker auch
doppelte Böden haben und das Abstandszünder nichts neues sind
(Hatte ich jemals etwas anderes behauptet und was sollte das
zu unserem Thema beitragen?)

Nur in dem Sinne, das diese Dinge also bereits in der Praxis eingesetzt wurde, wir also auf diese Erkenntnisse zurückgreifen können anstatt über die reine Theorie zu grübeln.

, dann finde ich das ganz toll,

wie du die Gelegenheiten nutzt den Eindruck zu erwecken ich
hätte ja von nichts ne Ahnung.

Ich habe nicht versucht, diesen Eindruck zu erwecken. Es war nur manchmal schwierig Ideen wie das U-Boot, das auch ohne Glück schneller als der Träger ist, in einer Form zu behandeln als habe es einen physikalisch möglichen Hintergrund.

Gleichzeitig verzapfst du solche Stammtischparolen, wie dass
seit dem 1. WK KEIN Großkampfschiff mehr versenkt wurde.

Bitte hier endlich auch mal den Kontext beachten. Darauf habe ich bereits mehrfach hingewiesen. Der Term „versenkt“ bezog sich hier einzig auf die Diskussion über Beschädigungen des Schifssbodens und auf die (nicht von mir aufgestellte Behauptung) dass man einfach nur ein genügend großes Loch in das Schiff zu sprengen braucht. Was einfach so nicht stimmt.
Übrigens muss ich im Nachhinein zugeben, dass „die Stammtischparole“ nicht alleine von mir stammt. Das Original findest Du bereits in Nimitz, Roher und Potters Seemacht (ISBN 3-881-99082-8 Buch anschauen, Pawlak 1982). Ich denke, dass die fachliche Autorität aller drei Herren die unsere ohnehin übersteigt.

Bei der Erwähnung von Pearl Harbour als Gegenargument fitzelst
du das dann sehr schön auseinander, das hab ich wirklich nicht
alles gewusst, aber auf einmal sind da doch zwei Schiffe durch
Torpedos versenkt worden … aber die waren ja 1. WK-Bauten
… Vergessen ist deine Behauptung, dass nach dem 1. WK KEIN
Schiff mehr versenkt wurde (nicht Schiffe die danach gebaut
wurden), geschweige denn durch Torpedos. Darum ging es aber in
der Diskussion.

Es ging nach wie vor um das Thema strukturelle Beschädigung eines Schiffes (sprich Versenkung durch Loch) und um das Thema, das man mit einem U-Boot ein fahrendes Schiff versenken könnte. Die Behauputng meinerseits (gestützt auf die Erfahrungen oben erwähnter Herren) war also nicht vergessen, sondern, was Du geflissentlich übersiehst, es handelte sich um sehr alte Schiffe, die fahrtlos an einer Pier lagen. Und den wesentlicheren Punkt, dass sich die Bomben als effektier erwiesen als die Torpedos, ignoriest Du einfahc. Also im Grunde tust Du ganeu alles das, was Du mir vorwirfst. Entschuldigung, dass ich nicht umhin kann, das zu bemerken.

Ich merke an, dass Flugzeugträger wohl kaum wilde
Ausweichmanöver fahren und darf dann von dir eine detaillierte
Belehrung zum Wendekreis usw. erfahren, auch alles sehr
interessant, aber da kam in Endeffekt nichts anderes heraus,
als das was ich behauptete.

Eigentlich zeigte die Berechnung eher auf, dass es nur ein sehr knappes Zeitfenster gibt, in dem ein Treffer überhaupt möglich wäre und dass Deine unbegründete Behauptung „wie einfach es doch wäre einen Träger mit einem Torpedo zu treffen“ einfach falsch war.

Deine Detailverliebtheit endet dann auch plötzlich, wenn du
zum Aufzeigen der schlechten Chancen eines Torpedoangriffes
auf 10 sm Sorgen um die Reichweite des Torpedos bei
notwendigen Kursänderungen machst, dabei hat der besagte
Torpedo eine Reichweite von 50 sm.

Auf die Gefahr hin, dass Du als nächstes wieder meine Detailverliebtheit kritisierst, aber diese Behauptung ist wieder falsch. Ich schlage vor (um Dich nicht mit Details zu belasten), dass Du selber die Spezifikation von Seehecht, Mk,48 und zum Vergleich der beiden Superkavitationstorpedos nachliest. Als Ansatzpunkt, wenn der Mik.48 mit hoher Laufgeschwindigkeit geschossen wird, sinkt seine Reichweite auf 14 Sm.

Bei deinen scheinbar intimen Kenntnissen von Schiffen und
Wehrtechnik kann ich dir auch nicht abnehmen, dass du wirklich
glaubst die Explosion von über 200 kg Sprengstoff an der
Bordwand könnte im Inneren eines Schiffes unbemerkt bleiben
und die Wassersäule einer solchen Explosion würde durch die
Böschung des Rumpfes wirksam unterdrückt.

Na ja, was Du mir abnimmst und was nicht halte ich in diesem Zusammenhang für eher belanglos. Das aber eine Wassersäule offensichtlich nur bei ungefähr 90 Grad Auftreffwinkel in der von Dir als Standard angenommen Weise hochspringen kann, beruht auf einigen grundsätzlichen phasikalischen Gesetzmäßigkeiten. Wenn also der Explosionsdruck gegen eine geneigte Fläche wirkt und nach oben eines Auswölbung von ein paar zenhtausend Tonnen Stahl hängt, dann kannst Du entweder selber ausrechnen, was passiert oder Du kannst Dich bei Mutter Natu beschweren, die die Physik gemacht hat. Aber bitte höre auf mit Argumentationen wie „ich weiße es nicht, aber ich glaube Dir nicht und deswegen liegst Du falsch“. Denn wenn das hier eine Glaubensfrage ist, müssen wir aufs Religionsbrett umziehen.

Falls dies doch kein argumentativer Winkelzug war, sondern
schlicht Unwissen, dann schau dir doch mal dieses Bild einer
Torpedoexplosion UNTER einem Zerstörer an (also nicht nur an
einer seitlichen Schräge wie bei der Tirpitz angenommen)
http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Mark_48_Torp…
Die Wassersäule geht trotzdem ich würde mal schätzen etwa 150
m hoch.

Errr … dann würde ich vorschlagen, eine Lupe zu laufen und den ganzen Ablauf noch einmal Schritt für Schritt zu betrachten. Bild 1 zeigt das Bild vor dem Einschlag. Bild 2 zeigt den eigentlichen Einschlag. Die Einschlagsäule auf diesem Bild reicht auf der Einschlagseite (Backbord) etwas höher als das Seitendeck, also ungefähr 4-5m. Gleichzeitig kannst Du auf der abgewandten Seite bereits eine höhere Wasserwolke sehen und dazwischen eine dünne fast schwarze Rauchsäule. Der Effekt, dass die Wasserwolke (es ist hier keine Säule) auf der abgewandten Seite höher ist, rührt von der Tatsache her, dass der Torpedo und damit auch seine Gefechtsladung unter dem Schiff mit rund und bummelig 50 Knoten explodiert ist. Aber auch diese Wassersäule ist nicht, wie Du schätzt 150m hoch. Sie reicht etwa bis in zwanzig Meter, Du kannst selbst sehen, dass sie etwas die Höhe des achteren Radarmastes erreicht. Beachte bitte auch, dass es sich hierbei um einen Geleitzerstörer älterer Bauart handelt. Mit anderen Worten steile Bordwände und KEINE nach außen gewölbte Panzerung.
Bild 3-5 ist eine hübsche Studie, was passiert, wenn der Druck nach innen wirkt. Tatsächlich implodiert die Torrens regelrecht. Das ist nett anzusehen, hat aber mit dem Tirpitzbeispiel nicht viel zu tun. Einerseits, weil Du ein ungepanzertes Schiff von 2000 Tonnen mit steiler Bordwand und ein 52000 Tonnen Schiff mit gewölbter Bordwand vergleichst, zweitens weil Du einen Torpedo der unter dem Schiff explodiert mit Torpedos vergleichst, die mit Aufschlagpistole geschossen wurden und drittens weil Du eine Explosionswirkung IM Schiff mit einer Explosion AM Schiff vergleichst. Alleines schon die Kraftvektoren des Explosionsdrucks entwickeln sich ja ganz anders.
Also auch wenn Du hier ein schön verkaufbares Beispiel anführst, der Teufel steckt weiterhin im Detail.

Ja, ich weiss die Tirpitz war größer, dafür die Exlposion
seitlich davon und die Torpedos waren damals vielleicht tiefer
eingestellt, aber auch nicht unendlich viel tiefer schließlich
hatten diese Aufschlagzünder.

Sie waren FLACHER eingestellt! Schau Dir die Bilder der Torrens an. In Bild zwei siehtst Du doch wohin ein Teil des Drucks gewirkt hat. Der Torpedo ist im Fall der Torresn UNTER dem Schiff explodiert. Im Falle der Tirpitz seitlich am unteren Ende des Gürtelpanzers. Und bei einer Neigung von nur ein paar Graf wirkt ja bereits der Druck nicht mehr nach oben und schleudert keine Wassersäule mehr auf. Und sicher hat der Kasten vibriert. Aber ein 250m Meter Rumpf in schwerer See kracht und vibriert bei hoher Fahrt sowieso ununterbrochen. Die Energie, die ein richtiger Brecher mitbringt ist ja erst einmal auch ziemlich hoch, dazu kommt, dass bei einem dermaßen langen Rumpf immer Teile frei hängen während ein Brecher unter ihm durchläuft. Es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass das Geräusch einer oder mehrerer Explosionen in der allgemeinen Geräuschkulisse untergeht. Wäre dann irgendetwas für die Schiffssicherung relevante passiert, wäre das natürlich aufgefallen. Aber allem Anschein nach gibt es nur eine Erklärung, die die Fakten in Einklang bringt. So wild sie auch klingen mag. Physik, die Aussagen der Beteiligten und eine gewisse Erfahrung mit schwerem Seegang sprechen hier die gleiche Sprache.

Ich will mich nicht wiederholen oder die ganze Diskussion
nochmal aufrollen. Ich hoffe es wird deutlich, was mir an
solchem Diskussionsstil missfällt.

Soweit ich es erkennen kann, missfällt Dir in erster Linie, dass Deine Vermutungen und unbegründeten Behauptungen nicht als feststehende Tatsachen anerkannt werden, jedenfalls nicht von mir. Daran kann ich leider nichts ändern und mein Einfluss auf die Gesetze der Physik ist auch zu gering, als dass sie zu Deinen Gunsten ändern könnte.

Du willst das nun als infantiles Gestampfe einstufen und
plusterst dich dabei mit Seemeilen, und Wracktauchen! Da ist
dann aber endgültig das „ich-hab-aber-den-Längsten“ Niveau
erreicht.

Das Spiel hast Du hier eigentlich eingeführt mit der Schriftsteller-Bemerkung. Aber der Seitenhieb saß nicht und jetzt bist Du beleidigt. Entschuldigung, wenn ich Dir zustimme, Dein Verhalten ist infantil.

Gruß
Peter B.

Eine Geschichte von heute :

Auf dieses Kunststück sind jetzt auch die Chinesen stolz. („Der Spiegel“ Nr.12, Seite 106).

Ein chinesisches U-Boot konnte sich unbemerkt unter den US-Träger „Kitty Hawk“ setzen und dann neben ihm auftauchen.

So treibt wohl jedes Land seine Späße mit den trotteligen Amerikanern.

Angeblich!