Übelkeit beim Kind psychisch & Psychologin ?

Hallo,

mein Sohn (6) hat ein großes Problem und ich damit auch. Also ihm geht es seit einiger Zeit im Kindergarten öfter (fast täglich) schlecht. Dabei wird ihm (so sagt er) schwindlig, manchmal hat er auch Bauchschmerzen dabei. Er hat jeden Tag permanente Angst, dass ihm am folgenden Tag wieder schlecht wird und er brechen muss (er bricht aber nicht), er weint dann. Nun hat sich rausgestellt, dass es eher ein psychisches Problem sei und ich solle mit ihm zur Kinderpsychologin.

Ich finde es einerseits gut, vielleicht kommt man der Sache so auf den Grund. Andererseits hab ich Bedenken, ob es ihm auch wirklich hilft.
Ich weiß noch nicht, ob ich dabei sein kann oder nicht (auch ob das gut wäre oder nicht?) und falls ich nicht dabei bin, hab ich Bedenken, dass die Psychologin ihn vielleicht als Patient „hinhält“, damit er auch recht lange Patient bleibt, dass sie ihm evtl was einredet oder sich einen Grund für die Sache „ausdenkt“ und ihm so dann einredet, ob er womöglich in dem jungen Alter dann auch irgendwelche Psychomedizin bekommt usw… Hab damit noch keine Erfahrung und weiß nicht, wie das lang läuft, ich mach mir halt meine Gedanken, ob es gut ist mit ihm die Psychologensache durchzuziehen…Andererseits geht es so nicht weiter.

Kann mir jemand mehr dazu sagen?

FantasTIGER

Hi,

also zum Kinderpsychologen kann ich nicht allzu viel sagen, wollte aber noch ein paar Dinge ansprechen, die Ihr möglicherweise schon längst abgeklärt habt, die Du jedoch nicht erwähnt hattest.

Vor allem finde ich interessant, seit wann er solches Bauchweh hat? Schon immer? Seit dem Anfang vom neuen Kindergartenjahr? Seit einem anderen „grossen“ Ereignis (Scheidung, neues Geschwisterkind, Umzug, andere Kindergartentante etc.) in seinem Leben?

Hat er das Problem auch in den Kindergartenferien? Am Wochenende? Geht er denn gerne in den Kindergarten? Hättest Du Möglichkeiten, ihm die Wahl zu geben, ob er lieber in den Kindergarten geht oder bei Dir daheim bleibt?

Und was mich noch erstaunt: Du schreibst ja, dass er jetzt 6 Jahre alt ist. Das heisst, es gab wohl irgendwelche Gründe dafür, ihn noch nicht in die Schule zu schicken. Kann es sein, dass ihm das zu schaffen macht? Vielleicht wird er deshalb gehänselt? Oder kann es sein, dass ihm - eben wegen seines Alters - dort einfach „langweilig“ ist?

Wenn es Deine Situation erlaubt, fände ich es ganz gut, wenn Du ihm täglich die Wahl lassen würdest, ob er in den Kindergarten möchte oder lieber daheim bleiben. Dann kannste ihn auch gleichzeitig ein wenig aushorchen („ärgern Dich die anderen Kinder?“, „wie ist denn die neue Tante?“ etc.). Dann siehste auch gleich, ob er auch daheim so schlimmes Bauchweh kriegt. Und Du siehst auch gleich, ob er Sachen für „grössere Kinder“ (schreiben, lesen, Zahlen etc.) lernen möchte. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass man mit solchen Lernwünschen mächtig Ärger mit der Kindergartentante kriegt :wink:

*wink* und alles Gute für Euch beide

Petzi

Hallo FantasTIGER,

deine Sorge kann ich verstehen. Doch mußt du in so eine Behandlung nicht machtlos hineinschlittern, sondern du hast die Möglichkeit den Psychologen erst einmal alleine kennenzulernen. Dann gibt es noch die Gelegenheit, wo er dein Kind auch erst einmal nur kennenlernt. Und danach kann er dir berichten, welchen Eindruck er gewonnen hat, was er machen würde, und wie lange eine Behandlung dauern würde, so dass du immer noch Bedenkzeit für oder gegen eine Behandlung hast. Und selbst wenn du während der Behandlung merkst, dass Ihr mit dem Psychologen nicht zurecht kommt, weil kein Vertrauen zu ihm vorhanden ist, dann habt Ihr die Möglichkeit aufzuhören und einen neuen Behandler zu suchen. Der läßt sich von seinem Vorgänger die Unterlagen schicken, und kann dort die Behandlung vorsetzen, wo der frühere aufgehört hat.

Aber ich habe den Eindruck, dass du etwas aus den Händen gibst, was du eventuell selbst lösen kannst. Und vielleicht tut es deinem Kind momentan sowieso nicht gut, wenn immer wieder Dritte sich in eine Angelegenheit mischen, die dein Kind und dich alleine angehen. Wenn es nicht am Kindergarten liegt, dass ihm davor schlecht wird, dann liegt an der Angst vor der Distanz zu dir - Trennungsangst.

Wenn du es allerdings nicht schaffst, ihm diese Angst (mit mittlerweile deutlichen Symptomen) zu nehmen, dann brauchst du professionelle Hilfe, sprich Ihr Beide, weil es ein Mutter-Kind-Beziehungsproblem ist. Und da kann manchmal schon eine Erziehungsberatungsstelle helfen, die dafür ausgebildete Leute bei sich hat. Laß dir dort einen Termin für ein erstes Beratungsgespräch für dich alleine geben, und laß dir Zeit für die richtigen Entscheidungen, wie Ihr Euch helfen werdet.

Grüße
Ricarda

Hi Petzi,

danke für Deine Antwort.
Die Übelkeit ist seit ca. einem viertel Jahr. Bauchschmerzen dabei hat er nur ab und zu mal also nicht immer, sagt er. Vielmehr wird ihm halt schlecht und schwindelig und das im Kindergarten (woanders ist er sehr selten, also nur einmal im Monat beim Kindsvater oder ein Nachmittag im Monat bei einem anderen Kind zum Spielen, ich weiß noch nicht obs anderswo auch der Fall war, aber er selbst hatte halt nichts erwähnt und so geh ich davon aus dass es anderswo dann ok ist zumal das ja wie gesagt eine Seltenheit ist, wenn er woanders ist). Dort im Kindergarten hat sich auch nichts groß verändert, also ich denke alles wie eh und je.

Wenn ich ihn direkt nach dem Kindergarten frage „und wars schön“ sagt er „ja“, ansonsten redet er von sich aus nicht viel darüber, etwa was dort gemacht wurde etc, wenn ich ihn nicht direkt drauf anspreche. Und dann sagt er aber auch, dass ihm früh oder mittags wieder schlecht wurde und dass er „morgen“ nicht in den Kindergarten möchte. Wenn ich sage, dass es nicht anders geht (er weiß ja warum), bekommt er wieder Panik und fängt er an zu weinen. Er sagt dann er hätte Angst dass er erbrechen müsste. „Die Erzieherin kümmert sich dann nicht so richtig um mich – nur um die andern. Ich soll dann aufs Klo gehen - solange bis mir nicht mehr schlecht ist. Und ich mags nicht wenn die andern Kinder da zugucken, wenn mir schlecht ist. Und da will ich lieber bei Dir sein.“

Einmal sagte er, dass er lieber tot sei und nochmal neu geboren werden wöllte, weil er nicht versteht dass IHM immer schlecht wird.

Klar würde er am liebsten gar nicht mehr in den Kindergarten gehen, aber das geht ja definitiv nicht. Langweilig ist ihm dort auf keinen Fall, er spielt ja dann auch ausgelassen mit anderen Kindern, wenn ich ihn abhole, mit den Kindern dort kommt er auch gut aus, viele mögen ihn. Sie machen im Kindergarten Vorschule einmal die Woche, das findet er ganz ok, er macht das eigentlich gern.

Er ist erst vor paar Tagen 6 Jahre alt geworden und kommt daher erst kommendes Jahr i.d. Schule.

Ein großes Ereignis ist auch nicht passiert, er ist ein Scheidungskind, aber die Trennung ist schon fast 5 Jahre her, da war er also noch sehr klein.

Und weil das eben alles ein Rätsel für mich ist (für den Kinderarzt auch), ist wahrscheinl. die Psychologin der richtige Schritt, aber ich hab halt Bedenken…

LG
Tiger

Hallo Ricarda,
danke für Deine Antwort. Es tut erstmal gut zu wissen, wie man an sowas rangehen kann, was möglich ist. Nur muss ich halt sehen, ob es bei dieser (empfohlenen) Psychologin genauso ist.

Wie ist das eigentlich - wenn wir mit der Psychologin nicht so gut zurecht kommen, brauch ich dann nochmal einen neuen Überweisungsschein vom Kinderarzt für einen anderen Psychologen oder kann ich dann direkt zu einem anderen hingehen?

Ich habe auch versucht das „Problem“ allein zu lösen, steh dem aber machtlos gegenüber, kann nichts machen, ihn nicht beruhigen…da kann ich tausend mal sagen dass der Kindergarten ihm doch gut tut, die anderen Kinder zum Spielen, was alles tolles gemacht wird im KiGa usw

Trennungsangst sagte der Kinderarzt auch…, aber bisher gings doch auch immer gut, bis vor ca. 2-3 Monaten wo es so langsam anfing und sich steigerte.

Eine Erziehungsberatung brauchen wir eigentlich nicht, da kein Erziehungsproblem bzw wie sollten sie ihm die Angst vorm Schlechtwerden nehmen und die Symptome in dem Moment? Ich weiß es nicht, sind das auch psychologisch ausgebildete?

LG
Tiger

Hallo,
mal ganz weg denken von der Psychologie.
Kann es sein, dass er auf irgendwas allergisch reagiert?
Essen oder Trinken?
Neue Möbel oder Teppiche im Kindergarten?
Würde auch mal in diese Richtung nachforschen.
Nur mal so als Anregung von mir.
Viel Erfolg
Marion

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Hallo Tiger

Wie ist das eigentlich - wenn wir mit der Psychologin nicht so
gut zurecht kommen, brauch ich dann nochmal einen neuen
Überweisungsschein vom Kinderarzt für einen anderen
Psychologen oder kann ich dann direkt zu einem anderen
hingehen?

du kannst direkt hingehen. Der andere Psychologe sollte von den Krankenkassen zugelassen sein, außer du bist privat versichert. Eine Überweisung brauchst du nicht.

Trennungsangst sagte der Kinderarzt auch…, aber bisher gings
doch auch immer gut, bis vor ca. 2-3 Monaten wo es so langsam
anfing und sich steigerte.

Diese Angst ist nicht zu unterschätzen, wovon selbst Heranwachsende geplagt sein können. Je früher man sich darum kümmert, umso besser.

Eine Erziehungsberatung brauchen wir eigentlich nicht, da kein
Erziehungsproblem bzw wie sollten sie ihm die Angst vorm
Schlechtwerden nehmen und die Symptome in dem Moment? Ich weiß
es nicht, sind das auch psychologisch ausgebildete?

Diese Beratungsstellen sind nicht dazu da, dir mitzuteilen, was du falsch oder richtig machst, sondern entweder haben sie selbst einen Psychologen im Team (mit entsprechender Ausbildung und Berufserfahrung), der deinem Kind zusammen mit dir hilft, oder sie haben geeignete Adressen parat, an die Ihr Euch wenden könnt.

Dir und deinem Kind alles Gute.
Grüße
Ricarda

ok, ich werde schauen auch nach so einer Stelle. Danke Ricarda!

LG
Tiger

Hallo Marion,

danke für Deine Antwort. Ein Allergieproblem ist es nicht…, je mehr wir reden, desto mehr kommt bestätigt sich Trennungsangst. Er fühlt sich nicht wohl im Kindergarten, braucht wohl auch mehr Aufmerksamkeit für sich, die er im KiGa auf Grund der 13 Kinder in der Gruppe nicht ausreichend bekommt…und er ist halt „nah am Wasser gebaut“.

Sehen wie es weitergeht…

Danke Dir!
LG Tiger

Hallo,

meine Große kam, als sie 2 1/2 wurde, in einen sogenannten Maxi-Club (so 'ne Art KiGa-Vorbereitung). Da gab es einen Jungen, der große Schwierigkeiten mit der Anpassung hatte. Er versuchte alles, um eine Extraportion Aufmerksamkeit zu bekommen. Eines Tages warf er sich theatralisch auf den Boden und wimmerte, er habe Bauchweh. Alles tanzte um ihn rum. Meine Große muss das tief beeindruckt haben, seit dem kriegt sie immer, wenn ihr was nicht passt „fürchterliches Bauchweh“. Bei uns ist sie damit nie durchgekommen, sie macht es mittlerweile auch nur noch selten. Wenn sie’s macht, wirkt es aber (und sie ist erst 3 1/2) verdammt echt…´Könnte es vielleicht sein, dass dein Sohn auch versucht, damit zu erreichen, dass er nicht mehr in den KiGa muss? (will ihm wirklich nichts unterstellen, versteh mich also bitte nicht falsch!)

Im Übrigen glaube mich zu erinnern, irgendwo mal gelesen zu haben, dass es in der Psychosomatischen Medizin ein Krankheitsbild gibt, dass sich äußert in der Angst (bis zur Panik) in der Öffentlichkeit in Ohnmacht zu fallen oder erbrechen zu müssen. Vielleicht kannst du das mal im Psychologie-Brett nachfragen.

Deine Bedenken bezüglich Psychologe kann ich supergut verstehen. Muss demnächst in eine Psycho-Klinik und muss meine Kiddies mitnehmen. Fühl mich gar nicht so wohl bei dem Gedanken… Ach ja, du hast zwar nichts davon geschrieben, aber lass dir bloß nicht von irgendjemanden einreden, dass du an den Problemen deines Sohnes Schuld bist (du scheinst ja ganztags berufstätig zu sein und da wird schon mal gerne drauf rumgehackt…)

Ich wünsch euch alles, alles Gute und dass ihr das problem bald in den griff kriegt!

Liebe Grüße

Felicia

Hallo Felicia,

danke für Deine Antwort. Sicher kann es sein, dass er das nur macht, um nicht mehr in den KiGa zu müssen. Mich verwirrt dann nur, dass er richtig erklären kann, was dann mit ihm los ist („im Kopf dreht sichs“ und „manchmal auch mit Bauchschmerzen“)…und wie ihn das eben ärgert, wenn die andern Kinder ihn dann anstarren. Einer hatte dann wohl mal gesagt, er sei ein Heulsuse.

Mit dem Anpassen hat er keine Probleme, also er geht ja schon eine ganze Weile (seit 3. Lebensjahr) i.d. KiGa und hat sich dort eigentlich eingelebt… Aber ihm fehlt wohl das bisschen „mehr“ an Aufmerksamkeit, direkte Ansprache etc… Nur in der Schule kommendes Jahr wird es auch nicht besser. Drum muss das geklärt werden.

Ich mach gerade eine Fortbildung und brauch einen freien Kopf, im Moment ist es aber schlecht, weil mich das dann auch belastet wenn er sich dort nicht mehr wohl fühlt. Ich kanns auch nicht so richtig nachvollziehen, weil da ja viele Kinder sind, die ihn auch mögen und nach ihm fragen. Zuhause mit mir ist er allein.

Positives Zureden durch mich funktioniert auch nicht. Ich sagte ihm bspw. wenn ich i.d. Schule bin und an ihn denke, fallen mir so schöne Sachen ein und es macht mich stark wenn ich an ihn denke - darauf er
genau das Gegenteil, wie es ihm dann geht. Oder dann sage ich immer dass ich die Fortbildung machen muss, weil ich bald wieder Geld verdienen möchte, damit wir bald mal wieder in Urlaub fahren können, umziehen usw, dass das alles nur geht, wenn ich Arbeit habe. Er versteht das gut und wünscht sich ja auch das eine oder andere sehr, aber es ändert sich trotzdem nichts.

Im Übrigen glaube mich zu erinnern, irgendwo mal gelesen zu
haben, dass es in der Psychosomatischen Medizin ein
Krankheitsbild gibt, dass sich äußert in der Angst (bis zur
Panik) in der Öffentlichkeit in Ohnmacht zu fallen oder
erbrechen zu müssen. Vielleicht kannst du das mal im
Psychologie-Brett nachfragen.

ja nachdem ich im Internet schon ne Weile gesucht hatte nach Anhaltspunkten, stieß ich auch darauf. Aber bei dem Thema ging es nur um Jugendliche und Erwachsene, weiß nicht, ob es schon ein (Vorschul-)Kind betreffen kann…

Deine Bedenken bezüglich Psychologe kann ich supergut
verstehen. Muss demnächst in eine Psycho-Klinik und muss meine
Kiddies mitnehmen. Fühl mich gar nicht so wohl bei dem
Gedanken…

Es ist doch viel besser, wenn Du Deine Kinder bei Dir hast, dass das möglich ist, nicht? Was ist bei Euch das Problem? (wenn Du darüber schreiben magst)

aber lass dir bloß nicht von irgendjemanden einreden, dass du
an den Problemen deines Sohnes Schuld bist (du scheinst ja
ganztags berufstätig zu sein und da wird schon mal gerne drauf
rumgehackt…)

nein, eingeredet wird mir da nichts. Viel schlimmer noch - die IGNORANZ und das „Herunterspielen“ der Leute (auch Verwandten und einschl. Kinderarzt) ärgert mich maßlos. Entweder man weiß drum aber kennt nur eigene Probleme, nach dem Motto, die ist ja allein ohne Mann und kann sich abends meine Probleme anhören (Problem mit meinem Kind ist dann nebensächlich) oder so Sprüche wie „da muss er durch! Er kommt nächstes Jahr i.d. Schule“, statt mal bisschen unter die Arme zu greifen.

LG
Tiger

Hi Tiger,

bitte versteh mich nicht falsch, alles was ich Dir jetzt schreibe basiert auf mein "Bauch"gefühl aus Deiner Antwort an mich sowie an Deine anderen Antworten hier im Thread.

Wenn ich Dich richtig verstehe, bist Du allein erziehned, der Vater ist nicht direkt greifbar und Du hast auch derzeit keinen Partner? Das meine ich jetzt nur in dem Sinne, dass Du „ganz alleine“ mit der ganzen Verantwortung dastehst.
Dazu machst Du derzeit eine Fortbildung? Wie lange wird die noch dauern? Weiter nehme ich an, dass Dein Bub ein Einzelkind ist?

Und ich kann Dir sagen: ich bin auch ein Einzelkind, das ziemliches Theater gemacht hat, wenn ich in den Kindi musste. Und auch ich hab dann immer „ganz doll“ Bauchweh gekriegt, wenn ich dorthin sollte. Darum mache ich einfach mal eine Theorie:

Früher immer „durfte“ er in den Kindi gehen, wenn er wollte. Wollte er mal nicht, durfte er daheim bei der Mama bleiben und die hat sich um ihn gekümmert und er hat ein bisschen im Haushalt geholfen. Und dann kam Mamas Fortbildung. Er ist stolz, dass die Mama mit ihm redet wie mit einem „Grossen“. Er versteht, dass er „helfen“ muss. Er versteht, dass Mama ihn als „starken Mann“ braucht.
Aber tief drinnen ist er halt doch erst 6 Jahre alt und will am allerliebsten bei der Mama sein. Aus diesem Dilemma hilft „Bauchweh“ sehr gut - besser kann er’s halt nicht ausdrücken. Und glaub mir: wenn man mit 3 bis 6 Jahren einmal erlebt hat, was für einen Wirbel man mit „Bauchweh“ ohne vorheriges Überfressen anstellen kann, ist das natürlich ein probates Mittel umd sich auszudrücken. Achtung: da ist kein bisschen Bösartigkeit dabei, es geht einfach nicht anders, wenn man noch so klein ist.

Langer Theorie kurzer Sinn: wie lange geht denn Deine Fortbildung noch? Denn ich für meinen Teil hielte es für eine kluge Idee statt sofort zum Psychologen zu gehen erstmal ausprobieren, ob das Bauchweh nicht weggeht, wenn Mama daheim ist und er sich jeden Morgen entscheiden kann, ob er in den Kindi möchte oder nicht. Oder gibt es eine Oma/Tagesmutter/Tante, die sich tagsüber um Deinen Sohn kümmern könnte?

Von wegen Schule: auch hier kann ich nur für mich reden, meine Mama muss nach dem Kindergarten-Zirkus, den ich veranstaltet habe, wahre Ängste ausgestanden haben. Aber irgendwie war das dann überhaupt kein Problem.

*wink*

Petzi

hi,

also ich bin etwas empört über die erwartung, kinderpsychologen würden patienten etwas einreden und sie „hinhalten“, damit sie patienten bleiben…das ist doch wohl eher problematisch und trifft eine ganze berufsgruppe, die in spezieller ausbildung lernt, wie man kurzzeittherapie durchführt, kontrolluntersuchungen macht, die arbeit evaluiert, erfolgskriterien für therapien festlegt undundund…

eine therapie funktioniert übrigens so: man trifft sich 5 mal mit dem therapeuten und anschliessend wird gemeinsam, achtung: gemeinsam!, beschlossen, was passieren soll und was hilfreich sein könnte. dabei ist es in der praxis oft der fall, dass eltern zu einer erziehungsberatungsstelle geschickt werden, oder andere hilfen ausser therapie angeraten werden. die liste der wartenden auf kinderpsychotherapie ist riesenlang.

also ich bin etwas empört über die erwartung,
kinderpsychologen würden patienten etwas einreden und sie
„hinhalten“, damit sie patienten bleiben…das ist doch wohl
eher problematisch und trifft eine ganze berufsgruppe, die in
spezieller ausbildung lernt, wie man kurzzeittherapie
durchführt, kontrolluntersuchungen macht, die arbeit
evaluiert, erfolgskriterien für therapien festlegt
undundund…

bist du wirklich empört? Ich glaube, dass Tiger befürchtet nicht unterstellt hat. Und dazu ist ein Forum da, durch verschiedenste Informationen einer haltlosen Phantasie die Grundlage für eventuelle Fehlentscheidungen zu nehmen.

grüße
ricarda

Hallo Alpha,

dass die Liste der wartenden kleinen Patienten sehr lang ist, habe ich heute auch mitbekommen, als ich mit der Psychologin telefonierte, denn sie hat frühestens ab März einen Therapieplatz frei und das auch noch unsicher. Ende Januar soll ich mit Sohn erstmal zu einem Amnanese-Gespräch kommen. Es scheint sich also hinzuziehen. Sie sagte auch, dass Kinderpsychologen eben rar sind und es daher zu solchen Wartezeiten kommt.

Nein, das sollte kein Vorwurf sein. Ich weiß es nicht besser, es war kein Vorwurf sondern eher Bedenken…Ich hab halt keine Erfahrung damit.

LG
Tiger

Hi Petzi,

ich weiß nur, dass ihm zuhause eben nicht schlecht ist. Er war fast die ganze letzte Woche zuhause. Heute musste er wieder gehen und heute auch keine Übelkeit im KiGa. Ich hatte heute früh mit der Erzieherin drüber gesprochen, vielleicht lags daran, dass er das Gespräch eben mitbekommen hat, drüber geredet hatten sie im KiGa dann nicht mehr und er wurde auch nicht irgendwie anders behandelt deswegen (hab ich auch gesagt, dass alles wie immer sein sollte, nur dass man das dann eben ernst nimmt, wenns wieder so ist)

Es kann schon sein,dass was dran ist an dem was Du geschrieben hast. Nehme es mir zu Herzen. Ich möchte jetzt nur nicht im Einzelnen drauf eingehen, das würde hier zu weit führen…

Ich danke Dir, Petzi!

Liebe Grüße
Tiger

Hallo,

Auch Hallo,

wird und er brechen muss (er bricht aber nicht),

noch mal - wie weiter unten - weg von der Psycho-Schiene. Ganz spontan habe ich an eine Krankheit gedacht, die „Achalasie“ heißt.

Ist er den körperlich schon untersucht? Diese Krankheit kennt kaum ein Arzt, obwohl sie nicht so selten ist. Die Menschen haben tatsächlich Schmerzen (Speiseröhre/Magen), KÖNNEN !!! aber aus körperlichen Gründen nicht erbrechen. Es geht „umgekehrt“ nichts durch die Speiseröhre. Verursacht starke Schmerzen und vor allem die Panik vor diesem Zustand macht das ganze Unerträglich.

Wenn Du Näheres wissen willst, maile mir bitte.

Gruß
S