kürzlich gönnten sich Schwesterherz und ich das besagte Fleischerzeugnis (mit Senf & Brötchen), wobei nach jeweils ca. 1,5 Würstchen praktisch uni sono von beiden „Bäh, jetzt ist mir schlecht“ kam. Offenbar wird uns beiden nach dem Genuß von Würstchen generell übel.
Als ersten Übeltäter hatte ich Geschmacksverstärker (die vertrage ich nämlich überhaupt nicht - meine Schwester dagegen blendend) in Verdacht, allerdings waren in den Würstchen laut Liste der Zusatzstoffe keine drin. Senf schließe ich als Ursache definitiv aus (Dijon läuft bei mir unter Grundnahrungsmittel), die drei oder vier Bissen Brötchen ebenfalls. Dass man daran nicht elendig verreckt, ist schon klar, allerdings stellten wir fest, dass wir sonst niemanden kennen, der von diesem Phänomen betroffen ist.
Hat jemand von euch eine kreative Idee, woran es liegen könnte? Geschlungen wird nicht und wir ernähren uns auch ansonsten halbwegs gesund.
kenne ich auch. Oder auch Sodbrennen - mal so, mal so. Ich habe es bislang darauf geschoben, dass die Dinger wohl recht fetthaltig sind. Da nörgelt’s im Gedärm. Kanns das sein?
Kenn ich auch. Ich habe nach langen Beobachtungen festgestellt, dass es sehr wohl der Senf war, und zwar anscheinend in Form einer Kreuzallergie. Ich reagiere nur auf Senf, wenn irgendwas Bestimmtes grad in der Luft ist (frag nicht was, es ist aber immer die gleiche Jahreszeit, nämlich etwa jetzt, und diverse Allergiker sagten mir, dass sie auch grad auf irgendwas reagieren).
Jedenfalls wird mir immer kurz nach dem Senf richtig übel - aber eben nur zu besagter Jahreszeit. Zu anderen Zeiten kann ich Senf in den gleichen Kombinationen essen, und auf die Pollen oder was auch immer da unterwegs ist reagiere ich so auch nicht.
Kleine Mengen Glutamat können in Lebensmitteln versteckt sein, auch wenn es als Glutamatfrei gekennzeichnet ist. Dann sind die Gewürzmischungen mit Glutamat versetzt und es wird als „Gewürz“ bezeichnet. Ist frech, aber die Mengen sind wirklich gering.
Mir wird auch übel nach zuviel Wiener Würstchen. Ich glaube, daß dies durch das Nitritpökelsalz kommt, welches auch in Aufschnitt und Dauerwurst vorkommt und der Hatbarkeit dient. Ausserdem ist das verarbeitete Brät schon arg fett…
Kleine Mengen Glutamat können in Lebensmitteln versteckt sein,
auch wenn es als Glutamatfrei gekennzeichnet ist. Dann sind
die Gewürzmischungen mit Glutamat versetzt und es wird als
„Gewürz“ bezeichnet. Ist frech, aber die Mengen sind wirklich
gering.
ich mag den Zusatz von Geschmacksverstärkern auch nicht (schmeckt „künstlich“, und ich mag mich schlichtweg nicht veralbern lassen). Aber ob das Glutamat in den verwendeten Mengen diese Reaktionen hervorruft? Wenn ja, müsste derjenige auch auf etliche gänzlich unverarbeiteten Lebensmittel derart reagieren, da z.B. auch Käse (selbst der nach guter alter Tradition hergestellte) und Tomaten von Natur aus Glutamat enthalten.
Kleine Mengen Glutamat können in Lebensmitteln versteckt sein,
auch wenn es als Glutamatfrei gekennzeichnet ist.
das Glutaminsäure eine Aminosäure ist (wenn auch keine essentielle), das ist Dir aber bekannt?
Mithin ist Glutaminsäure in nahezu jedem (auch pflanzlichen) Nahrungsmittel enthalten.
Mir wird auch übel nach zuviel Wiener Würstchen. Ich glaube,
daß dies durch das Nitritpökelsalz kommt,
Dann wird Dir also von fast jeder Fleischzubereitnug schlecht?
Ausserdem ist das verarbeitete Brät schon arg fett…
Hast Du da Zahlen zu?
Würde mich jetzt wirklich interessieren.
Das ist richtig. Das Kreuzallergen ist Beifuß und der blüht gerade kräftig vor sich hin.
Das ist übrigens tatsächlich nicht selten. Zum Beispiel bei Birkenallergikern, die besonders auf die ersten Erdbeeren reagieren. Das liegt dann meist nicht daran, dass die Früherdbeeren „was anderes drin haben“, sondern daran, dass Ende April / Mai noch die Birke unterwegs ist. Die erhöhte Allergenexposition bewirkt dann allergische Reaktionen, die sonst nicht oder in geringerem Maß auftreten würden.
der künstliche Geschmack ist eine Gewürzkombination: Das, was an einer Tütensuppe etc. nach Maggi / Knorr / etc. schmeckt.
Glutamat selbst schmeckt nach nichts - wenn man es einer Speise zufügt, wird aus „noja…“ - „HMmmmmmmmmmmmmmm!“. Der gleiche Effekt entsteht, wenn man dem Salatdressing oder einer Suppe einen Spritzer Zitronensaft hinzufügt, oder dem Rührkuchenteig eine Prise Salz, … ohne schmeckt es nicht.
Glutamate entstehen zB beim Anbraten von Fleisch - deswegen schmeckt und riecht gebratenes Fleisch um einiges besser als gekochtes. Man vergleiche ein Stück Tafelspitz mit einem Steak.
*meld* mir wirds da auch schlecht, nach ungefähr der gleichen Menge. Es ist die Kombination von fettig UND geräuchert UND gepökelt. Frankfurter, Wiener, Bockwurst, die meisten Bratwürste - egal. Was ich gut vertragem, sind die Weißwurst und die Thüringer Bratwurst. Beide sind nicht geräuchert, und auf jeden Fall die Weißwurst ist nicht gepökelt.
War denn die Übelkeit einmalig oder kommt das öfter vor? Wenn euch beiden gleich nach dem Verzehr schlecht wurde, waren vielleicht die Würstchen nicht in Ordnung?!
Viele Grüße!
ich schließe mich der Untersuchungsgruppe an Kenne das Phänomen auch, allerdings reicht es bei mir nur bis zu einer Wurst. Ganz schlimm: Wenn sie zwischendrin lauwarm geworden ist. *bäh*
Einzige Ausnahme: Die „Langen Kerls“ von der Kaiser’s-Frischetheke, die sind ausgezeichnet, und man bekommt nicht diesen Ekel, obwohl sie größer als die normalen Wiener sind.
das ist mir bekannt.
Ich glaube, du warst durch mein „schmeckt künstlich“ irritiert bzw. bist dadurch auf die falsche Fährte gebracht worden, ich würde den _Geschmack_ von Glutamat meinen (den es ja, wie du auch schreibst, nicht gibt).
Was ich meinte: Speisen, die erst noch den Zusatz (!) von Glutamat brauchen, fehlt es an etwas. Und genau dieses Fehlen, das durch extra Glutamat versucht wird auszugleichen (und somit: Speisen mit Glutamatzusatz und sonst „nix“), empfinde ich als künstlich.
mir wirds auch schlecht nach 2 wienern oder 2 Weißwürsten und übrigens auch nach 2 Eiern. Von Bratwürsten kann ich aber erheblich mehr essen. Was soll uns das jetzzt sagen?