über 10 Millionen Laufkilometer! - 20 Jahre ICE

hallo,
wer fährt schon gern mit 300 km in den Urlaub mit einem 20 Jahre alten ICE?

  • also warum gibt es leider so viele ICE 2 statt nur kraftvollere ICE 3 Züge?

also mit dem ICE3 von Hannover nach Berlin wann?
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a8/I…
cu
Friedreise
PS:ab ins mu mu Museum http://www.tagesschau.de/wirtschaft/jubilaeumice100…

Servus,

vor seinem „Rebrush“ war ICE 1 der einzige ICE, in dem man normal sitzen konnte. Heute muss man, wenn man nicht quälend zusammengefaltet im Zug klemmen will, einen der spärlich noch verkehrenden IC oder EC suchen, und dazu noch wissen, welche davon nicht mit den inzwischen etwa fünfzig Jahre alten früheren Büm gefahren werden.

Die ICE sind beiläufig auf dreißig Jahre ausgelegt, und das können sie auch.

Übrigens: Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass auf allen Strecken, die nicht für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt sind (und das sind die meisten), ICE I - III und auch die E 101 mit ganz genau gleicher Vmax unterwegs sind.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo Friedrich,

wer fährt schon gern mit 300 km in den Urlaub mit einem 20
Jahre alten ICE?

20 Jahre sind für ein Schienenfahrzeug nichts. Vor etwas mehr als zehn Jahren bin ich noch mit den S-Bahn-Baureihen 470 und 471 gefahren, die in den vierziger bis sechziger Jahren produziert wurden.

  • also warum gibt es leider so viele ICE 2 statt nur
    kraftvollere ICE 3 Züge?

Ich bin auch ein Freund von Triebwagen, weil ich die schnelle Beschleunigung schätze. Nachteil des ICE 3 gegen ICE 1 und 2 ist jedoch die Seitenwindanfälligkeit. Aufgrunddessen ist das Konzept mit je einem Triebkopf vorne und hinten gar nicht von vornherein schlecht.

also mit dem ICE3 von Hannover nach Berlin wann?

Aufgrund der relativ wenigen Zwischenhalte dürfte sich zumindest bei den Fahrzeiten kein großer Unterschied ergeben.

Gruß
Ultra

107 Jahre und immer noch fit …
Hiho,

20 Jahre sind für ein Schienenfahrzeug nichts.

wie wahr, wie wahr. Als ein Sonntagsvergnügen lass ich mich ab und zu von der „Speyerbach“ (Humboldt 1904) im württembergischen CCi 4918 (Esslingen 1902) aus dem Wald heimwärts kutschieren. Da gibts dann hie und da schon große Augen, wenn ich interessierten Mitfahrern von den Baujahren erzähle.

Vergangenen Sonntag auf der Heimfahrt mit dem VT 798 von Marnheim nach Worms habe ich mir Gedanken drüber gemacht, ob wir wohl über die Schienenbusse, als sie noch im planmäßigen Verkehr eingesetzt waren, auch so gemault hätten, wenn wir gewusst hätten, was danach käme: Im Vergleich zu dem, was den Fahrgästen heute zugemutet wird, ist eine Fahrt im Schienenbus ein Traum von Komfort: Gepolsterte Sitzbänke, Fenster rundherum, ein Motor, den man bloß beim Beschleunigen ein wenig hört.

Jo, und beim ohrenbetäubenden Jaulen der 425er Heulsuse, einmal wieder vergeblich auf der Suche nach einer Sitzposition, die nicht weh tut, träum ich schon mal vom Komfort der württembergischen Holzklasse vor hundert Jahren.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder