Über 23 nicht mehr Familienversichert, was nun?

Hallo liebe Experten,

ich habe eine Frage bezüglich meiner schwester:

Sie ist im August 24 Jahre alt geworden und unsere Krankenkasse (AOK) hat uns mitgeteilt, dass sie demnächst aus unserer Familienversicherung fliegt.
Sie hat die letzten Jahre eine schulische Ausbildung zur Erzieherin gemacht und hat diese auch abgeschlossen. Nun fehlt ihr aber das Anerkennungsjahr um die Ausbildung vollständig zu beenden und um in diesem Beruf tätig werden zu können.
Für dieses Jahr hat sie keine Stelle als Anerkennungspraktikantin gefunden und wartet jetzt darauf für nächstes Jahr was zu finden.

Wie sieht es jetzt mit der Versicherung aus? Sie war heute beim Arbeitsamt und hat sich Arbeitslos gemeldet (ohne Leistungsanspruch).
Aber was soll sie jetzt machen?

MUSS sie sich selber Versichern und diese ca 150 € im Monat selber zahlen?? Woher?? sie hat ja keinen Job!

Mein Vater kann sich das auch nicht leisten, da jetzt auch noch das Kindergeld von ihr gestrichen wird. Ihm fehlen jetzt also 150 € Kindergeld und er muss auch noch zusätzlich 150 € für die Versicherung zahlen. Das macht einen monatlichen Unterschied von 300€ und die kann er sich nicht leisten, weil er einen Kredit abzubezahlen hat und auch nicht soooo besonders gut verdient…

Weiß vielleicht jemand was man in so einer Situation machen könnte??
Es ist wirklich wichtig und ich würde mich über eure hilfreichen Antworten sehr freuen, da wir nicht wissen, wie wir das sonst finanziell auf die Reihe kriegen sollen!!

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,

Makaveli-212

Hallo,
eine Möglichkeit: Job über 401,00 € suchen, man ist wieder versichert und hat noch Taschengeld.

grüsse
dragonkidd

Wie sieht es jetzt mit der Versicherung aus? Sie war heute
beim Arbeitsamt und hat sich Arbeitslos gemeldet (ohne
Leistungsanspruch).
Aber was soll sie jetzt machen?

Hallo,

habe vor einigen Monaten in der Zeitung von einem Fall gelesen, da war ein Mann arbeitslos und sollte in Hartz4 „abrutschen“. Da Seine Frau „zu viel“ verdiente, stand ihm kein AlG2 zu. Eine Familienversicherung über seine Frau war nicht möglich oder zu teuer (PKV).
Der Mann hat geklagt (ob’s jetzt das Sozialgericht oder OLG war weiß ich nicht mehr, war jedenfalls in Saarbrücken) und die Arge wurde dazu verdonnert, ihm 1 Cent zu bewilligen, da er so als Leistungsempfänger weiter krankenversichert sein konnte.

Gruß
Sticky

Guten Morgen,
so wie du die Situation deiner Schwester beschreibst, ist es leider.
Aber es gibt einen Ausweg. Wenn deine Schwester auszieht, eine
eigene Wohnung hat oder in einer WG (du ahnst, was ich meine?),
also nicht bei ihren Eltern wohnt, dann hat sie Anspruch auf Lebenshilfe zum Unterhalt (ALGII).
Mit der Auszahlung von ALG II müßte sie Anspruch auf Krankenversicherung haben. Frag doch mal beim Arbeitsamt nach.
Gruß
Martin

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