Über 40 und -noch- Kinderwunsch, wer weiss darüber

etwas zu berichten.
Mich würde sowohl pro als auch contra interessieren.
Wäre schön, wenn ihr mir einfach mal - auch - eure
spontanen Gedanken zuposted.
Auch Links usw. sind willkommen.

Vielen Dank dafür!!!

Grüße

Andy

Hi Andreas,

also da unterscheide ich mal zwischen m und w, weil Männer theoretisch bis unendlich zeugungsfähig sind.

Bei Frauen über 40 ist das Risiko ungleich größer als bei jüngeren. Die Schwangerschaften werden ab 40 m.W. immer als Risikoschwangerschaften eingestuft.
Die Gefahr von Chromosomenschäden wächst fast exponential (z.B. verschiedene Trisomien, von denen alle bis auf Trisomie 21 mit einer Fehlgeburt enden).

Ansonsten sind die ‚Probleme‘ mehr oder weniger geschlechtneutral.

Vorteile:
Mensch ist (meist) abgeklärter
Die materielle Seite ist meist besser gesichert

Nachteile:
Mensch ist körperlich nicht mehr so fit
Zimperlein stellen sich ein
Die geistige Regsamkeit/Toleranz kann(!) sich verringern
Man ist fast schon im Opa/Oma-Alter, wenn die Kinder Jugendliche sind

Aber das sind Pauschalurteile. Im Einzelfall kann das alles deutlich anders aussehen und ich kenn junge Eltern, die vom Gehabe uralt sind und ältere, die jünger nicht sein können. Zumindestens von der geistigen Einstellung, der Körper läßt sich nicht so einfach betrügen.

Gandalf

Risikoschwangerschaft
Hallo Andreas,

„Risikoschwangerschaft“ heißt nicht, daß es eine riskante Sache sei, sondern nur, daß die werdende Mutter ein paar mehr Untersuchungen angeboten bekommt.

Bei der Einstufung als Risikoschwangerschaft geht nicht das Licht aus, bengalische Beleuchtung an, Blitze zucken, Mebel wabern, dramatische Musik ertönt, und eine Donnerstimme ruft aus dem Off „Risiko! Risiko!“.

Gruß,

Wolfgang Berger

Wann und wie
kann man diese Schäden erkennen?
Welche Art Untersuchung wird notwendig?
Wird die Frau durch diese Unsicherheit denn
ständig ‚gestreßt‘ sein.
Wann gibt es absolute Sicherheit?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Grüße

Andy

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kann man diese Schäden erkennen?
Welche Art Untersuchung wird notwendig?
Wird die Frau durch diese Unsicherheit denn
ständig ‚gestreßt‘ sein.
Wann gibt es absolute Sicherheit?

Hi Andreas,

wenn eine Frau sich in diesem Alter für eine Schwangerschaft entscheidet, kann sie alle möglichen Untersuchungen über sich (und das Kind) ergehen lassen, muß es aber nicht. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einige ‚alte‘ Mütter. Einige haben sich sofort nach Bekanntwerden der Schwangerschaft in die Mühlen der Medizin begeben und einen ewigen Stress gehabt. Zig mal Ultraschall, Fruchtwasserpunktionen (nicht unkritisch für den Embryo!) Blutbild zur Bestimmung von Risikofaktoren und was weiß ich nicht noch alles. Als meine Frau einmal eine Freundin frug, was sie denn im Falle z.B. einer Trisomie 21 machen würde, kam die Antwort, daß sie sich noch keine Gedanken dazu gemacht hat. Der arzt hat einfach mal so die Diagnosemaschine angeworfen, ohne sich mit der Frau über eventuelle Konsequenzen (Abbruch, weiter austragen) zu unterhalten.
Die Frauen, die sich von vornherein gesagt haben: was kommt kommt und sich dem Diagnosewahn entzogen haben (trotz der ‚Warnung‘ der Ärzte, hatten eine viel entspanntere Schwangerschaft und das tut dem Kind sicher auch gut.
Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden.
Es ist gut, daß es eine hochentwickelte Medizin gibt, aber das, was Ärzte speziell hier in D abziehen ist m.E. oftmals übertrieben. Vor allem wie die Ärzte vorgehen. Da werden Horrorszenarien prognostizert, wenn diese und jene Diagnose nicht durchgeführt wird, oder nicht bei jedem Besuch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt wird, die Frauen dann aber alleine gelassen, bzw nciht auf die Konsequenzen hingewiesen.
Meine Frau (damals keine ‚ältere‘ Mutter) wurde regelrecht angeranzt, als sie sagte, daß sie nicht jedesmal eine Ultraschalluntersuchung haben wolle. Konsequenz:
Sie hat die weiteren Untersuchungen von einer Hebammen durchführen lassen.

In ettliche Fällen hab ich den begründeten Eindruck, das die Gyns ihren Gerätepark armotisieren wollen statt auf kostengünstigere Beratung zu setzten.

lange Rde kurzer Sinn:
Laßt Euch nicht kirre machen. Seit Euch darüber im klaren, daß die Schwangerschaft einer älteren Frau problematischer sein kann(!), es aber trotzdem die natürlichste Sache der Welt ist.

Solltet ihr aber alle diagnostischen Register zeihen lassen, dann seit Euch vorher(!) darüber im klaren, was ihr im Falle eines problematischen Befundes tun wollt. Wann ihr einen Abbruch wollt, wann nicht etc.
Fragt welche Belastungen ein behindertes Kind sein kann, aber auch, welche Freuden es trotzdem geben wird.
Stellt Fragen Fragen Fragen und wenn der Arzt unfreundlich reagiert, wechselt ihn einfach, oder laßt die Untersuchungen von einer Hebamme machen. Da haben wir persönlich und auch diejenigen in unserem Freundes- und Bekanntenkreis fast nur gute Erfahrungen gemacht.

Gandalf

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Guck mal hier
http://www.charite.de/ch/ufk/Prenatal-DE/PregnWomenI…
Daraus geht hervor, daß zum einen eine etwas engmaschigere Betreuung gemacht wird, und zum anderen gibt es mehr Pränataldiagnostik.

Diese Pränataltests kann man ja so sehen, daß man schaut, ob man das werdende Leben nicht wegen Qualitätsmangel abtreiben möchte. So etwas braucht sicherlich starke Nerven.

Welche Art Untersuchung wird notwendig?

„Notwendig“ ist so eine Sache.

Wann gibt es absolute Sicherheit?

Niemals.

Es gibt sicherlich Fehlbildungen, die noch nicht im Mutterleib erkannt werden können. Und es kommt vor, daß das Kind Wochen vor dem Geburtstermin abstirbt, obwohl Mutter und Kind gesund waren.
Schwerste geistige Behinderung wird zuweilen durch Fehler beim Geburtsvorgang verursacht. Der „Plötzliche Kindstod“ kann noch bei Zweijährigen zuschlagen.

Aber ich sag Dir, was mit hoher Wahrscheinlichkkeit kommen wird: ein ganz normales, gesundes Baby – natürlich das hübscheste der Welt!

Gruß,

Wolfgang Berger

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Erstgebärende oder Spätgebärende über 40?
Hi Gandalf,

Bei Frauen über 40 ist das Risiko ungleich größer als bei jüngeren.

Vermutlich wird bei Frauen >40 zudem noch zwischen Erst- und Spätgebärenden unterschieden, oder?

Fragende Grüße (natürlich nicht nur an Dich :wink:
Diana

Hi Diana,

das kann ich Dir leider nicht sagen.

Gandalf

Hi,

eine solche Diskussion gabs kürzlich erst hier:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Viele Grüße