Über- oder Rabenmutter?

Hi,
die Diskussion im E/K-Brett ließ mich mal wieder zweifeln.
Dann hab ich die Koogel angeworfen, mit den Stichwörtern „Übermutter Erklärung“. U. a. fand ich einen Beitrag in der Welt „es gibt keine Anleitung zum Muttersein“ (http://www.welt.de/print-welt/article206373/Es_gibt_…)

Würde mich mal interessiern, wie ihr euch die perfekte Mutter vorstellt. Um eine genauere Vorstellung zu bekommen, wäre es für mich auch interessant, zu wissen, ob ihr bereits Kinder/Enkel habt, wie alt ihr seid, ob ihr aufm Dorf oder in ner Stadt wohnt, allein oder Familienclan, usw.
Wenn eure Kids sich schon selbst ne Meinung über das Muttersein vorstellen können, würde mich interessiern, wie eure Kids über euch, als Mutter, denken.

Zu meiner Person:
Habe 2 Mädels, eine volljährig, die andere kurz davor.
Bin alleinerziehend, die Große hat schon ne eigene Wohnung; die Kleine lebt bei mir. In Zeiten, in denen es möglich war (u. a. Gesundheitszustand der jüngeren), war ich berufstätig. Bin 42.
Meine Töchter haben oft gesagt, dass sie sich zwar vorstellen können, dass andere Kinder es leichter haben, wenn sie begluckt werden, aber im Nachhinein mit keinem der Kids tauschen wollen.
Meine Mutter war zwar auch zeitweise berufstätig (Oma/Onkel wohnten direkt daneben) aber ein Vorbild war sie für mich nicht.
Manchmal denke ich, ich hätte ne bessere Mutter sein können, aber finde, dass ich im großen und ganzen die richtigen Entscheidungen traf (auch wenn ich mir oder den Kids damit mal weh tun musste).

*duck* *sfg*
jetzt würde mich mal interessiern, wie es bei euch war bzw wie ihr empfindet
im voraus vielen Dank
LG
D

Hi deceem,

du machst dir ja Gedanken.*grübel

Würde mich mal interessiern, wie ihr euch die perfekte Mutter
vorstellt.

Nun jeder hat da wohl seine eigenen Vorstellungen.Für mich ist eine „perfekte“ Mutter ein Mensch der auch mal Schwächen zeigt,damit ich als Kind nicht die Vorstellung habe ,perfekt sein zu müssen!Eine Mutter die klar sagt"Du ich bin gestresst und brauche etwas Ruhe",als eine Mutter die Vortäuscht immer gut drauf zu sein.

Eine Mutter die mich so liebt wie ich bin ,ohne wenn und aber.Die mir hilft meine Schwächen zu Stärken umzuwandeln,die mit mir kuschelt,mich in den Arm nimmt auch wenn gerade stinkig bin und nicht gerade nett rüber komme.Die mich versucht zu verstehen!

Um eine genauere Vorstellung zu bekommen, wäre es
für mich auch interessant, zu wissen, ob ihr bereits
Kinder/Enkel habt, wie alt ihr seid, ob ihr aufm Dorf oder in
ner Stadt wohnt, allein oder Familienclan, usw.

Wenns dir hilft?;o)Habe 5 Kinder im Alter von 24 runter 11 Jahre,Bedeutungslos.

Wenn eure Kids sich schon selbst ne Meinung über das
Muttersein vorstellen können, würde mich interessiern, wie
eure Kids über euch, als Mutter, denken.

Du ich weiss nicht, was meine Kids denken,sind nett,fragen…helfen…in den Kopf sehen kann ich leider nicht(möchte ich auch gar nicht)

Zu meiner Person:
Habe 2 Mädels, eine volljährig, die andere kurz davor.
Bin alleinerziehend, die Große hat schon ne eigene Wohnung;
die Kleine lebt bei mir. In Zeiten, in denen es möglich war
(u. a. Gesundheitszustand der jüngeren), war ich berufstätig.
Bin 42.

Nun denn,bin 39 Jahre haben mit meinen ersten Sohn 4 Jahre lang alleine gelebt(heute 17 J.),habe einen tollen Mann kennen gelernt mit 3 Kinder im Alter 9 - 13 Jahre(Frau an Krebs gestorben) damals,wir haben noch ein Kind bekommen jetzt 11 Jahre,seit ca. 2 Jahren verheiratet!Friede ,Freude, Eierkuchen NEIN natürlich nicht wäre ja auch Langweilig.;o)

Meine Töchter haben oft gesagt, dass sie sich zwar vorstellen
können, dass andere Kinder es leichter haben, wenn sie
begluckt werden, aber im Nachhinein mit keinem der Kids
tauschen wollen.

Was sollen solche vergleiche?

Meine Mutter war zwar auch zeitweise berufstätig (Oma/Onkel
wohnten direkt daneben) aber ein Vorbild war sie für mich
nicht.

Was bitte möchtest Du damit sagen?Ich bin immer Arbeiten gegangen,ich bin weder ne Rabenmutter(in meinen Augen)noch ne betüdelne Übergluckenmutter.

Manchmal denke ich, ich hätte ne bessere Mutter sein können,
aber finde, dass ich im großen und ganzen die richtigen
Entscheidungen traf (auch wenn ich mir oder den Kids damit mal
weh tun musste).#

Ah,Schuldgefühle? Kopf hoch, hat jede gute Mutter(nur meine Meinung),aber weisst Du Kinder lernen, dadurch sehr viel "Selbständigkeit"die Tüdelmimosen lernen das nicht…will nach meiner MAMA!*g

Gruß Sabine

*duck* *sfg*
jetzt würde mich mal interessiern, wie es bei euch war bzw wie
ihr empfindet

Jupp

owt Dorfbewohner

*

ich auch *owt*

Hi Sabine,
hab mich sehr gefreut als ich deinen Beitrag las. Danke.
Meinen Respekt hast du (leider gabs nur ein Sternchen).
Was ich noch zu deinen Fragen zu sagen hätte werd ich demnächst
nachholen. Vielleicht schreiben noch andere über ihre Geschichte.
LG
Daggi

Hi deceem,

vorweg frage ich mich, für wen man eine perfekte Mutter sein möchte:
für sein Umfeld (eigene Mutter, Schwiegermutter, Partner, Schule…) oder für sich (mit dem persönlichen Bild von einer perfekten Mutter) oder für seine Kinder?
Im letzteren Fall bin ich der Überzeugung, dass die eigenen Kinder am bodenständigsten mit ihren Ansprüchen sind, und viel eher über die Marotten ihrer Mutter hinwegsehen als jeder andere. Das was mich ins Grübeln bringt deckt sich meistens nicht mit dem, woran sich meine Kinder stören.
Meine Mutter z.B. ist schon immer sehr vereinnahmend gewesen. So möchte ich nicht sein, weil das erdrückend, ja bedrückend sein kann, mit unguten Konsequenzen. Und dennoch habe ich eine Beziehung zu meiner Mutter, die durch nichts vorallem durch niemanden zu ersetzen ist.

Ich glaube nicht, dass es eine Norm für „die Mutter“ gibt. Zumindest hoffe ich das, denn Kinder wollen eine menschliche Mutter, die eben nicht perfekt ist. Solange Kinder zu einem kommen, weil oder wenn sie Hilfe brauchen, stimmt die Beziehung. Darum denke ich, dass die Qualität der Beziehung wichtiger als die Qualität der Person ist.

Mit Grüßen
Reni

PS: kurze Hintergrundinfo zu mir: 2 Mädchen 15+13, wir wohnen in einer Stadt, Verwandte sehen wir nur ein paar Mal im Jahr, was ich bedaure, aber nicht ändern kann. Ideen über ihr persönliches Familienleben haben sie schon, aber das fällt bei mir unter den Berufswunsch kleiner Jungen Feuerwehrmann zu sein - ich warte einfach mal ab.

Hallo Mutter deceem! Man kann die Kinder m. E. nur in die richtigen?? Schuhe stellen, laufen müssen sie selber!!Du könntest zwar die Schuhe zwischendurch putzen, aber laß sie das mal selber machen, falls sie es für nötig halten. Als Eltern könnte man drauf achten, daß gute Schuhe gewählt werden, (keine Golden Slipper!Halten nicht lange vor,und siehst jeden Fleck sogleich drauf!), und daß die Schuhe, wenn nötig, neu besohlt werden. Du wirst sowieso Erziehungsfehler machen, und später kopfschüttelnd die neue Zeiten bekucken. Sorg Dich nicht, Machs gut!! Gruß Erika

Hallo!

Zuerst mal- ich fand die Unterteilung von WEM man nun als Übermutter/Rabenmutter genannt werden kann- sehr interessant!

Ich hab zwei Kinder (6+8)- gehe halb arbeiten…und ich renne eigentlich total oft mit nem schlechten Gewissen rum!
Und es ist natürlich MEIN Anspruch, den ich habe!!

UND- ich kann mich auch nicth unbedingt so gut davon frei machen, daß es die Umwelt ist, der ich zeige, daß bei mir öfter mal was vergessen wird- die Kinder NICHT zu zig Sachen gefördert werden…usw.

Wenn hier über Dorfmütter entrüstet geantwortet wird- dann möchte ich durchaus anmerken, daß die STrukturen auf einem Dorf anders sind- und daher der Umgang–>der Anspruch ein anderer!

ICH komme aus ner Grossstadt und lebe nun auf nem total kleinen Dorf- und da es hier üblich ist möglichst lange NICHT arbeiten zu gehen- oder wenn, dann die Kinder immer den Omas hinzuschieben…bleiben berufstätige Mütter- wie ich- schnell „auf der STrecke“!
Sei es, weil Kinderbetreuungstechnisch alles ganz schwierig aussieht…oder man vielleicht auch NICHT selbstverständlich die Kinder der Oma hinschieben will- da zb das Verhältnis katastrophal ist!!

Ich glaube, das Wichtigste ist, dem Kind zu zeigen, daß man es uneingeschränkt liebt und annimmt!
Aber ich kann mich dennoch nicht davon frei machen, daß ich die Kinder manchmal schnell anschnauze…einfach, weil ich total müde bin- weil mal wieder nicths so klappt, wie es laufen soll ( ich es will :wink: )…man hat halt einfach seinen Anspruch, der wahrscheinlich immer zu hoch hängt!!

Immerhin denke ich „perfekt“ gibt es nicht- und ich kann auch zu meinen Kindern durchaus sagen " eure Mutter spinnt eben auch manchmal"!!

Wichtig halte ich zu erklären- was man warum tut…auch, warum man manchmal doof reagieren kann…-- und,daß man ihnen einen weg vorlebt, den man gehen möchte!
Aus dem Grunde gehe ich auch arbeiten (auch, weil wir das Geld einfach brauchen)…- auch, wenn es manchmal fürchterlich anstrengend ist!
Denke ja auch, wenn die Kids mal grösser sind, wird es einfacher werden…sind halt ein paar harte Jahre nun…

Kitty

Hi,

gerade als arbeitende Dorfbewohner-Mutter steht man oft ,unter der Beäugung der meist älteren Dorfbildzeitung!*g

Die armen Kinder…die Große passt auf ihre kleinen Geschwister auf,der große Junge "musste"Rasen mähen,der Mittelere Straße fegen…die Mutter iss heute erst um 16 Uhr nach Hause gekommen…alles vermerken,schreib,schreib…;o)

Mach Dir darüber keine Gedanken,falls es auf Deinen Dorf genauso zugeht…die haben halt Langeweile.

Und man muss nicht Perfekt sein,Hauptsache man liebt seine Kinder heiß und innig und hat ein offenes Ohr für die Sorgen der Kleinen und Großen…beim Dorftratsch eher Ohren auf Durchzug,„Guten Tag“ und „Guten Weg“.;o)

LG Biene

Kopf hoch,lerne Deine Ohren richtig einzusetzen!*g

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Würde mich mal interessiern, wie ihr euch die perfekte Mutter
vorstellt.

Ich gehöre wohl eher zu der Kategorie, die andere als „Rabenmutter“ hinstellen. Für mich selbst gibt es kein Ideal und keine festen Bilder von Über- oder Rabenmüttern.

Um eine genauere Vorstellung zu bekommen, wäre es
für mich auch interessant, zu wissen, ob ihr bereits
Kinder habt, wie alt ihr seid, ob ihr aufm Dorf oder in
ner Stadt wohnt, allein oder Familienclan, usw.

Ich bin 32 und habe bisher ein Kind. Und ich bin nach dem Mutterschutz sofort wieder arbeiten gegangen. Mein Mann hat sich zum Hausmann gewandelt. Wir sind von der Großstadt erst in die Vorstadt gezogen und dann, als das Kind kam, in ein Dorf mit 20 Häusern.
Davon, dass die meisten Leute in unserem Umfeld skeptisch waren, ob wir das so geregelt bekommen, haben wir uns nie beeindrucken lassen.
Bisher läuft alles so gut, dass auf das erste noch zwei weitere Kinder folgen sollen.

Dadurch, dass ich in unterschiedlichen Schichten arbeite und auch mal einige Tage am Stück frei habe, ist das Verhältnis zu meiner Tochter völlig ungetrübt. Ich habe auch noch keinen wichtigen Entwicklungsschritt verpasst. Und mein Mann ist glücklich und stolz, dass er so viel Zeit mit unserer Kleinen verbringen kann.

Grüße

Fiona