Hallo Kati,
zu 1)
(geht glaube ich auf Cantor zurück. Das Beweisverfahren heisst ‚Cantorsches Diagonalverfahren‘ und läuft indirekt)
Ich versuche mal, den Beweis etwas ‚normaler‘ als üblich zu formulieren:
Du betrachtest alle reellen Zahlen zwischen 0 und 1 und zeigst, dass bereits diese überabzählbar sind, wie folgt:
Angenommen, die reellen Zahlen zwischen 0 und 1 wären abzählbar.
Dann existiert also eine Abzählung und nach dieser kann man sie in eine vollständige ‚Liste‘ schreiben:
(so ungefähr:smile:
0,036478655667535678000000
0,723456845767869566646365656…
0,5496457685768659767658665466
0,4436765757887687
…
Nun konstruiere eine (weitere) reelle Zahl nach folgender Vorschrift:
Nehme die ‚Diagonale‘, also aus der n-ten Zeile die n-te (Dezimal-)Ziffer, und erhöhe sie jeweils um 1 (aus 9 wird 0)
In meinem Beispiel wäre der Anfang der Diagonalen 0,0296…
und jede Ziffer um 1 erhöht ergibt 0,1307…
(Jetzt kommt’s:smile:
Diese konstruierte Zahl ist wiederum eine reelle Zahl zwischen 0 und 1, müsste also in der Liste auftauchen,
aber sie kann nicht in der Liste auftauchen, denn dann müsste sie eine Position in der Liste haben (z.B. x) und ihre x-te Stelle wäre laut Liste eine Ziffer d, aber laut obiger Konstruktion d+1. Widerspruch.
qed.
zu 2)
Da es abzählbar viele rationale Zahlen (Q) gibt, und überabzählbar viele reelle Zahlen R = Q vereinigt mit I (I: irrationale Zahlen), muss I überabzählbar sein. (da gilt: „Abzählbar + Abzählbar = Abzählbar“, man zählt einfach ‚abwechselnd‘)
zu 3) vielleicht später, muss wieder arbeiten 
Peace, Kevin.
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