Hallo
ich habe heute wieder eine E-Mail mit überarbeitetem Zeugnis im Anhang bekommen. Ich soll prüfen, ob das nun so in Ordnung ist. Dabei brauche ich eure Hilfe:
Frau XXX, geb. am XXX, war vom 19.08.2005 bis 30.11.2009 in unserem Unternehmen als Industriekauffrau beschäftigt. Im Zeitraum vom 24.10.08 bis 23.10.09 befand sich Frau XXX in Elternzeit.
In der Abteilung Vertrieb umfasste Ihr Tätigkeitsbereich folgende Schwerpunkte:
Bearbeiten der eingehenden Kundenanfragen
- Erfassen der technischen Kalkulationswerte
- Anfragen der Fremdleistungen
- Erfassen der Angebote
- Erstellen von Absagen
Kaufmännische Bearbeitung von Kundenaufträgen (Einzel- und Rahmenaufträge)
Erstellen von Versandpapieren für In- und Ausland, einschließlich Faktura
Leergutverwaltung
Prüfen der Speditionsrechnungen
Frau XXX hat die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Aufgrund ihrer Kompetenz war sie stets in der Lage die ihr übertragenen Aufgaben gut zu lösen. Ihre Arbeitsergebnisse waren konstant gut.
Gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern war ihr Verhalten stets einwandfrei. Auch ihr Verhalten gegenüber Kunden war vorbildlich
Das Arbeitsverhältnis endet zum 30.11.09, was wir sehr bedauern. Für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir Frau XXX alles Gute.
Für mich hört sich das ganz gut an. Nur weiß ich nicht, ob hier wieder was versteckt wurde 
Vielleicht findet ihr was? Vielen Dank schonmal
Nach wie vor der Beigeschmack von Verheimlichung.
Hallo,
obwohl es jetzt Satz für Satz gut klingt ist es insgesamt ein SCHLECHTES Zeugnis, da die sich aufdrängende Frage nicht beantwortet wird:
Wieso verlässt jemand keine 6 Wochen nach Elternzeit die Firma und warum wird darüber nichts gesagt.
Trotz des runden Datums und des Bedauerns drängt sich eine betriebsseitige Kündigung aufgrund groben Fehlverhaltens des AN bei gleichzeitig kulanter Verhaltensweise des AG auf.
Da sich dies wirklich aufdrängt, sind die übrigen positiv klingenden Formulierungen nicht besonders wertvoll.
Gruss,
TR
Danke für deine Antwort.
Dass sich der letzte Absatz so schlecht auf das gesamte Zeugnis auswirkt hätte ich jetzt nicht gedacht. Muss der Kündigungsgrund also tatsächlich im Zeugnis stehen.?
Da aber noch 2-3 andere Dinge nicht korrekt sind, muss es eh nochmal geändert werden. Ich werde mich nochmals mit meinem ehem. AG in Verbindung setzen und ihn darum bitten den Kündigungsgrund (massiver Stellenabbau aufgrund der Wirtschaftskrise) mit reinzunehmen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mich aufgrund schlechter Leistungen gekündigt haben. Es gab nie Probleme und ich habe auch aufgrund meiner Leistungen eine Gehaltserhöhung bekommen.
Ist sonst noch was drin, was geändert werden müsste?
Hallo,
Muss der
Kündigungsgrund also tatsächlich im Zeugnis stehen.?
Wenn der AN nichts dafür kann und er nicht schlecht war, dann unbedingt ja. Die Frage ist aber, ob der AN tatsächlich nicht schlecht gewesen ist. Meiner Meinung nach war er nicht gut.
Hier mal ein anderer Blickwinkel:
Hat der AN während der Elternzeit sich zB. weitergebildet, oder irgendwas anderes für seine berufliche Laufbahn getan?
Hat er irgendwas unternommen um für seinen AG interessant zu bleiben während er monatlich Geld bezogen hat?
Da aber noch 2-3 andere Dinge nicht korrekt sind, muss es eh
nochmal geändert werden.
Das ist das weitaus kleinere Problem.
(…) (massiver Stellenabbau aufgrund der
Wirtschaftskrise)
Das kann nach hinten losgehen.
Evtl. fehlt dann das Bedauern, oder das Bedauern bezieht sich auf den Stellenabbau und nicht auf dich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mich aufgrund
schlechter Leistungen gekündigt haben.
Viele können das nicht.
Es gab nie Probleme und
Keine Probleme bereiten und gut sein sind 2erlei.
ich habe auch aufgrund meiner Leistungen eine Gehaltserhöhung
bekommen.
Wirklich wegen der Leistungen?
(…)
TR
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Hallo,
als Laie fällt mir auf:
Frau XXX hat die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer
vollen Zufriedenheit erledigt.
Also nicht zur „vollsten“ Zufriedenheit.
Aufgrund ihrer Kompetenz war
sie stets in der Lage die ihr übertragenen Aufgaben gut zu
lösen.
Also nie „sehr gut“.
Ihre Arbeitsergebnisse waren konstant gut.
Also auch nie „sehr gut“.
Alles (Sehr) Gute,
Felix