Ich baue gerade mein Abi, und es ist schon abzusehen, dass der Durchschnittswert nicht für mein Wunschstudium reichen wird.
Das ist so schon ärgerlich, denn eigentlich sollte ein Einser-Abi nicht unbedingt ein „Hinderungsgrund“ fürs Studium sein. Ich fühle mich da ein wenig ausgebremst…
Umso schlimmer für mich, die ich Nichtstun nicht ausstehen kann, weshalb stumpfes Absitzen der Wartesemester nicht in Frage kommt.
Aus diesem Grund meine Frage an alle karitativen Wissenden:
WER HAT IDEEN, wie man das nächste Jahr auch ohne Studium gediegen über die Bühne bringen kann? Was habt ihr als Leidensgenossen gemacht?
die Zeit zwischen Abitur und Studium kann man wunderbar zum Lernen von Dingen gebrauchen, für die man sonst keine Zeit hat. Ich selbst habe damals z. B. einen Intensiv-Schreibmaschinenkurs absolviert, was mir später im Studium sehr geholfen hat. Wie ist es gleichzeitig mit dem Erlernen von Kurzschrift oder von Sprachen, die dem Studium nützen können?
Ich weiß ja nicht, was du für sinnvoll erachtest und was du studieren willst, aber es gibt auch Dinge, die davon unabhängig sinnvoll erlernt werden können, z. B. Autogenes Training. Programmierkenntnisse können logisches Denken schulen.
Summa summarum: Ich würde an deiner Stelle etwas machen, was man nicht nur für dein angestrebtes Studium gebrauchen kann, sondern etwas lernen, was überall von Nutzen sein kann - wenn es geht, in Intensivkursen. Bei so einer Planung hängt natürlich viel von deinem Umfeld ab.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
P. S. (Ich kann im Moment deine Vika aus technischen Gründen nicht aufrufen, weshalb ich zunächst keine ortsspezifischen Tipps versuchen kann.)
Aus diesem Grund meine Frage an alle karitativen Wissenden:
WER HAT IDEEN, wie man das nächste Jahr auch ohne Studium
gediegen über die Bühne bringen kann? Was habt ihr als
Leidensgenossen gemacht?
Wenn’s bei Dir nur um ein Jahr geht, haut mein Tip natürlich nicht hin, wenn’s aber auch zwei werden können, wäre eine Ausbildung vioelleicht was für Dich. Die meisten Lehrberufe kann man mit Abitur und guten Leistung nach zwei Jahren abschliessen, wenn ich mich nicht irre.
Das kann, muß aber nicht in einem Bereich sein, der Deinem Studium nahesteht.
Ansonsten kann ich mich Thomas nur anschließen: Sprachkurse sind immer toll (ich würde seit Jahren gerne Dänisch lernen). Desweiteren gibt’s im technischen Bereich ohne Ende sinnvolle Zertifizierungen, Deiner ViKa zufolge bist Du zwar mehr geisteswissenschaftlich ausgerichtet, aber vielleicht gibt’s da ja auch sowas.
Ist in Deinem Studiengang ein Praktikum vorgeschrieben? Informier Dich doch mal, ob Du Teile davon auch schon vorher ableisten kannst!
Vielleicht macht ein Auslandsaufenthalt, evtl. auch mit inhaltlichem Zusammenhang zum Studium Sinn?
wenns nur um 1 Jährchen geht: Denk an Dich und nicht an die Zukunft und mach was Dir Spaß macht!! Vor allem: Lebe! Und nicht alles auf die Waagschale werfen, was bringt mir das später!
Letztendlich ist die Zeit zwischen Abi und Studium die letzte Chance ohne Lebenslaufknick und Streß wirklich mal raus zu kommen für eine längere Zeit… So geschwollen es klingt, nütze die Zeit, Dich und Deine Ziele kennenzulernen… Der graue Alltag kommt früh genug!
Also z.B.: 50% Geldverdienen (muß leider sein, sonst siehts ja so aus, als würdest Du faulenzen:smile:)
50% die Welt kennenlernen
oder organisier was (z.B. Kleintheater…)
oder versuch Dich künstlerisch…
Ein Gruß von einem, der immer alles an der Zukunft ausgerichtet hat und das ein klein wenig bedauert!
ich kann mich meinen Vorpostern eigentlich nur anschließen, dieses Jahr zwischen Abi und Studium ist echt die letzte Zeit in der man sein Leben frei von Zwängen und Verpflichtungen geniessen kann Wenn man später mal im Trott von Studium und Beruf drinnen ist, ist es quasi unmöglich da mal für ein Jahr auszusetzen! Und wenn du ein Jahr aussetzt, heißt dass ja nicht dass du 1 Jahr Rumgammeln musst, es gibt Mannigfatige Möglichkeiten für dieses Jahr:
-Jobben (ich denke ein 630 Mark Job reicht wenn du noch bei deinen Eltern wohnst, das wären so 15 Stunden pro Woche)
-Sprachkurse (an der VHS, Instituten oder als Autodidaktin)
-Praktika im Ausland (das Arbeitsamt hat da erstaunlich viele interessante Dinge im Angebot)
-Au Pair Mädchen in Frankreich, England oder USA (je nach Sprachaffinität)
etc. etc.
Gibt viele Dinge dieses Jahr sinnvoll zu verbringen, und ob du mit 20 oder 21 Jahren Angefangen hast zu Studieren interessiert später eh keinen mehr *g*
Den Schreibmaschinenkurs hab´ich schon hintermir (ich plan halt gern langfristig…) und die Sinnvoll-fürs-Studium-Kurse mache ich auch seit längerem mit. Deswegen bin ich ja auch so ratlos, was ich jetzt noch machen könnte
Mein Hauptfach soll Kulturwissenschaften sein, also hab´ich schon vor langer Zeit auf dem Sektor Tätigkeiten entfaltet, u.a. übrigens das vorgeschlagene Theaterspiel.
Mein Nebenfach soll Kunstwissenschaften sein, aber mein Praktikum ist schon über die Nunnichtmehrsommerferien in einer Kunstsammlung. Und die Kunstkurse (=> für den Kunstleistungs-kurs)laufen beim ortsansässigen Maler und Grafiker das dritte Jahr für mich.
Mein zweites Nebenfach soll Psychologie sein, da ist mit Vorpraktika nicht viel, aber ich mache in dem Fach Abi. Sollte auch reichen.
Arbeiten is wie jedes Jahr in „meiner“ Stammbuch-handlung mehrere Wochen eingeplant- ist also auch nicht soo spannend.
Genau DAS ist mein Problem. An interessentangierend-motivierend-neuem bleibt nicht so viel, mich reizt momentan echt nur das Studium. Ich werde aber die Sache mit der Sprache und eventuell der ZAV mal überdenken. Wenn schon Sprache, dann auch gleich im Ausland!
*lach* mit meinem stolzen Abi Marke „zu-faul-gewesen“ hatte ich das gleiche Problem. Keine FH wollte mich mit diesem Notenschnitt und was anderes als Studieren wollte ich nicht. Und ne Weltreise machen war damals auch nicht mein Ziel.
Ich hab dann folgendes getan: Beworben hab ich mich überall da, wo ich auch hin wollte, und auf die Absage hin hab ich geschrieben, daß ich ihre Absage ziemlich bedauere und auch ganz kurzfristig anfangen könnte, wenn noch wer abspringt. Das ging aber bei mir auch ganz gut, weil jede FH ihr eigenes Auswahlverfahren unabhängig von der ZVS hatte. Vielleicht klappt das ja bei Dir auch?
Bei mir hätte das übrigens geklappt, 2 Tage nach Semesterbeginn hatte ich nen Studienplatz. Nur, so hoch hab ich dann doch nicht gepokert und hab mich an ner Uni für einen „ähnlichen“ (fast gleichen!) Studiengang ohne Zulassungbeschränkung eingeschrieben. Ich hab mich aber auch weiterhin in meinen „Wunschstudiengängen“ beworben und mit der ersten Strategie (die kannten mich ja nun schon von der ersten Absage her *g*) dann auch nur ein Semester später als geplant im Wunschstudium angefangen zu studieren
Dieses erste Semester war übrigens für mich alles andere als verloren, ich hab sowohl fachlich als auch menschlich einiges mitgenommen. Und selbst wenn Strategie eins nicht funktioniert hätte - als Quereinsteiger kommst Du’s viel leichter rein. Allerdings ist da die Frage, was sie Dir an Prüfungen anerkennen - aber das ist ein anderes Thema…
Falls das alles nix nutzt, und Du auch nix ähnliches tun kannst, würd ich mal versuchen Dein Fach (oder auch nur die Sprache) im Ausland zu studieren. Für Kunst denk ich da spontan an Italien, wäre das was?
Wenn Du noch mehr Fragen hast, meld Dich einfach mal oder mail Bescheid
Liebe Grüße und Kopf hoch (inzwischen will kein Mensch mehr mein Abizeugnis sehen!)
Petzi
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mir fielen dazu noch zwei Dinge ein.
Erstens könntest du, wenn die Wunschuni / -FH in der Nähe ist, dich trotzdem schonmal in Vorlesungen des Anfangssemesters setzen, entweder als Gasthörer immatrikuliert oder einfach mal so, das fällt wohl kaum auf. Somit kannst du in deine Studienfächer reinschnuppern.
Zweitens ließe sich für Psychologie durchaus was machen. Tagesstätten und Wohnheime für psychisch kranke Menschen, die nicht auf der Geschlossenen leben müssen, bieten diesen Patienten Versorgung und Beschäftigung. Bei beidem könntest du als Praktikantin mithelfen. Mein Freund hat einen solchen Platz über die Caritas erhalten, aber es gibt auch jede Menge andere Träger. Bedarf an zusätzlichen Hilfen besteht immer, und es ist interessant, mit den Therapeuten in die Übungen mitzugehen.
Wenn du dich mehr für Entwicklungspsychologie interessierst, dann wende dich an eine der psychosozialen Beratungsstellen, z.B. den Schulpsychologen.
Wenn du schonmal in ein Standardwerk der Psychologie reinschauen möchtest, das war bei uns im Grundstudium dieses: „Psychologie“ von Philip G. Zimbardo. Umfasst das Wichtigste aller Richtungen und wird dich eine Zeitlang beschäftigen ;o) .
Alles Gute von Allie
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