da mein Arbeistlosengeld im Dezember ausläuft und ich ausserdem einige lockere Angebote für freie Projektmitarbeit habe, trage ich mich mit dem Gedanken mich als EDV- bzw. Projektberater selbständig zu machen.
Vom Arbeitsamt gibts dazu ja entweder die - einfach zu erhaltene - Förderung als „Ich-AG“ oder das - in meinem Fall wesentlich höhere - Überbrückungsgeld für 6 Monate.
Dafür muss ich jedoch einen Businessplan erstellen, und dass ist für mich - trotz aller Infoangebote im Internet - ziemlich schwierig.
Wer hat vielleicht selbst bereits einen entsprechenden Antrag incl. Businessplan erstellt und kann mir weiterhelfen?
Da das Ganze recht eilig ist bin ich für jeden Hinweis dankbar!
ich weiss natürlich schon was ich machen will und wie ich das beschreiben kann (bin seit 12 Jahren in der Branche).
Was ich nicht weiss ist zum Beispiel folgendes:
Wie beschreibe ich - vernünftig und realistisch - eine Rentabilitätsvorschau (also Umsatz- Kosten- und Gewinnerwartungen)?
Wie kann ich der IHK erklären, dass mein Vorhaben auch gewinnträchtig ist, wo doch die Aufträge im Bereich EDV-Beratung im letzten Jahr um ca. 50% unter denen von 2000 lagen? (OK - ich werde versuchen eine Nische zu bedienen, aber wie haben das andere in der gleichen Situation gemacht?)
Weiteres wird mir sicherlich noch einfallen … … aber ich bin auch ganz generell an Erfahrungsaustausch zu diesem Thema interessiert …
Viele Grüße
Michael
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Wie beschreibe ich - vernünftig und realistisch - eine
Rentabilitätsvorschau (also Umsatz- Kosten- und
Gewinnerwartungen)?
Das ist wahrlich riskant, denn allzurosige Aussichten werden hier ganz schnell negativ bewertet.
Hast du schon Anbahnungen gemacht, die du belegen kannst (Namen nennen, Termin aufschreiben reicht).
Hier kannst du realistisch Zeiten, Kosten und Ertrag ermitteln. Vergess nicht die Zeiten für weitere Akquisegespräche.
Gemessen an den laufenden Kosten (ohne Existenzgründungskosten) solltest du hier einen ausreichenden Gewinn argumentieren können, der deine Lebenshaltungskosten darstellt.
achte bei der Nennung von Akquisegesprächjen auf die „übliche“ Erfolgsquote: 20 briefe, 10 Termine, max. 2 Aufträge
Mische die Aufträge. also nicht alle Dienstleitungen in einem Auftrag berechnen! 10 Pc verkaufen; 5 Netzwerkberatungen; Umstellung auf ISDN-Network-Internet-Wlan; Umstellung auf neue Servertechnologie plus vor-beratung, plus Servicevertrag „nur Beispiele“) Gute Mischung Kleinpreise überwiegen lassen!
Wie kann ich der IHK erklären, dass mein Vorhaben auch
gewinnträchtig ist, wo doch die Aufträge im Bereich
EDV-Beratung im letzten Jahr um ca. 50% unter denen von 2000
lagen? (OK - ich werde versuchen eine Nische zu bedienen, aber
wie haben das andere in der gleichen Situation gemacht?)
Genau diese Nische solltest du herausragend beschreiben!
Darstellen, warum diese Dienstleistung Erfolg haben kann/muss!
Darstellen, daß diese Nische mit steigenden Zahlen nachgefragt wird im Gegensatz zu Beratungen über xxxxxx, die die 50% Minus ausmachen. (deftige Marktanalyse-Arbeit für dich)
Wichtig: Immer beschreiben, was du besonders gut kannst und besser kannst und machen willst, als deine Mitbewerber!
Nie beschreiben, was deine Mitbewerber falsch machen.
(gute Beispiele sind hier immer diejenigen, die gleich im 2. Satz sagen: zu vernünftigen Preisen! und: damit einfach nur billig meinen!)
vielleicht bringt das ja deine windungen in Schwingungen.
schon mal vielen Dank für die prompten Antworten …
Das ist wahrlich riskant, denn allzurosige Aussichten werden
hier ganz schnell negativ bewertet.
Hast du schon Anbahnungen gemacht, die du belegen kannst
(Namen nennen, Termin aufschreiben reicht).
Gute Idee! Ich habe einige Kontakte, die ich in den nächste Tagen vertiefen werde … … wobei ich keinerlei überzogenen Hoffnungen hege, dass sich daraus wirklich etwas anbahnen wird, aber da ich die entsprechenden Menschen und die Unternehmen kenne, kann ich vieles von meinem Konzept erproben.
Genau diese Nische solltest du herausragend beschreiben!
Darstellen, warum diese Dienstleistung Erfolg haben kann/muss!
Darstellen, daß diese Nische mit steigenden Zahlen nachgefragt
wird im Gegensatz zu Beratungen über xxxxxx, die die 50% Minus
ausmachen. (deftige Marktanalyse-Arbeit für dich)
Wichtig: Immer beschreiben, was du besonders gut kannst und
besser kannst und machen willst, als deine Mitbewerber!
Nie beschreiben, was deine Mitbewerber falsch machen.
(gute Beispiele sind hier immer diejenigen, die gleich im 2.
Satz sagen: zu vernünftigen Preisen! und: damit einfach nur
billig meinen!)
vielleicht bringt das ja deine windungen in Schwingungen.
Oh ja - bringt mir einiges für meine Beschreibung (die ich im Groben schon im Kopf habe und an deren sauberer Formulierung ich derzeit natürlich noch schrauben muss … … und da sind solche Tipps natürlich sehr willkommen)
daß ich es missverstanden habe, war die Tage in unserem Radio
NRW aber so formuliert.
wird wohl so gesagt worden sein. ich stelle immer wieder fest, dass die medien sehr schlecht recherchieren, egal ob süddeutsche, spiegel, zdf,wdr, etc.
Hallo Michael,
auf die Ausführung von local (es ist ein Sternchen wert) kannst du sicher aufbauen und dir deine eigenen Gedanken machen. Hinzufügen möchte ich bei dem Punkt:„Was mach ich besser als die anderen!“ Hier kann man schon hingehen und einige Vergleiche zum restlichen Wettbewerb ziehen: Z. Bsp. Nieschenprodukt und wird von anderen Anbieten nicht oder nur blückenhaft angeboten. Da kenne ich mich aus Ausbildung, Arbeit, Studium, etc. Konzentration auf ein XY Bereich, nicht wie viele andere, die dadurch erhöhte Fixkosten haben. Etc. Also Vergleiche die keinen direkt runterputzen, sondern die deine Marktchancen glaubhaft darstellen. Wenn ich mir so andere Bereich ansehe, dann beginnt man immer mit einem Marktsegment und baut dann bei Erfolg weitere aus. Personen/Firmen, die auf vielen Hochzeiten direkt tanzen, gehen meist unter, da der Kapitalaufwand und Zeitaufwand extrem sind.