Überdosis Glauben?

Hi,

habe kürlich einen Artikel gelesen, dass irgendwelche Leute eine Überdosis von Homöopathie-Medikamenten gefuttert hätten, um zu beweisen, dass sie nichts bewirken.

Soweit ich das aber verstehe, wirken die Zuckerchen nur, wenn man dran glaubt. Wie kann man mit der Intention, zu beweisen, dass es nicht funktioniert, überhaupt irgendetwas beweisen?

Gruss, Marco

Hi,

habe kürlich einen Artikel gelesen, dass irgendwelche Leute
eine Überdosis von Homöopathie-Medikamenten gefuttert hätten,
um zu beweisen, dass sie nichts bewirken.

Soweit ich das aber verstehe, wirken die Zuckerchen nur, wenn
man dran glaubt.

Nennt man auch Placeboeffekt.

Wie kann man mit der Intention, zu beweisen,
dass es nicht funktioniert, überhaupt irgendetwas beweisen?

Na ganz einfach, wenn es eine Wirkung hätte wäre diese wissenschaftlich nachweisbar.
Was nicht is nich…Nur weil man an Gott glaubt, muss es ihn noch lange nicht geben…

Gruss, Marco

Hallo GMarco,

die Homöopathie-Medikamente wirken auch dann, wenn Du nicht daran glaubst, es kommt drauf an, was Du damit behandelst und in welcher Dosierung. Also eine eitrige Angina würde ich jetzt nicht damit behandeln, aber Menstruationsbeschwerden schon. Ich denke, daß eine Homöopathiebehandlung halt viel länger dauert, aber wirken tut sie schon, die Dosierung macht es.

Aber nun zum Thema:
Wenn Du die Globuli in 5-Minuten-Abständen nimmst, dann kann tritt eine Überdosierung ein, denn das Mittel wird dann immer stärker. Ißt Du ein ganzes Fläschchen Globuli auf einmal, dann ist das wie eine Einmaldosis, eine Einmaldosis sind 5 Globuli. Weißt Du, was ich meine?

Wenn Du aber eine ganze Schachtel Antibiotikum ißt, bist Du gleich vergiftet.

Ich hoffe, ich konnte verständlich erklären.
Mit freundlichen Grüßen

Susanne

Hallo,

habe kürlich einen Artikel gelesen, dass irgendwelche Leute
eine Überdosis von Homöopathie-Medikamenten gefuttert hätten,
um zu beweisen, dass sie nichts bewirken.

Damit kann man gar nichts beweisen und zwar schon deswegen nicht, weil die Mittel sehr genau auf den Patienten und die Anamnese/Diagnose abgestimmt werden müssen und das kann nur ein Homöopath.

Soweit ich das aber verstehe, wirken die Zuckerchen nur, wenn
man dran glaubt.

Nein, richtig eingestzte Mittel wirken auch bei Menschen, die sogar völlig dagegen eingestellt sind.

Wie kann man mit der Intention, zu beweisen,

dass es nicht funktioniert, überhaupt irgendetwas beweisen?

Eben gar nichts. Oder es wäre der so gern behauptete Placebo-Effekt im negativen Sinne :wink:!

Gruß,
p+p

Hallo,

Soweit ich das aber verstehe, wirken die Zuckerchen nur, wenn
man dran glaubt.

Der Placeboeffekt setzt keinen Glauben voraus, weder im theologischen Sinne noch als bloßes Für-Wahr-Halten. Placeboeffekte sollen sogar bei Tieren nachgewiesen worden sein (genau wie die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln).
Das Vertrauen auf die Wirksamkeit einer Behandlung, kann allerdings die Wirkung verstärken (von beiden Seiten ausgehend).

Wie kann man mit der Intention, zu beweisen,
dass es nicht funktioniert, überhaupt irgendetwas beweisen?

Die Intention ist wahrscheinlich aufzuzeigen, dass es keine stoffliche Wirkung gibt, die im „Normalverständnis“ ja mit steigender Dosis auch stärker sein müsste, bis hin zur Giftigkeit.

Das widerspricht allerdings dem strengen homöopathischen Grundgedanken, der gerade davon ausgeht, dass der Stoff an sich gar nicht wirkt und darum in der Zubereitung auch gar nicht mehr enthalten sein muss. Von daher ist eine ausbleibende Giftigkeit aus homöopathischer Sicht völlig logisch.
Nebenbei bemerkt müsste man bei hohen Potenzen so viel zu sich nehmen, dass man wahrscheinlich an den Träger-/Begleitstoffen (z.B. Rohrzucker, Wasser) eine Vergiftung erleiden würde. Letztlich kann man ja auch an zuviel Wasser sterben.

Gruß
Werner

Hallo,

Der Placeboeffekt setzt keinen Glauben voraus, weder im
theologischen Sinne noch als bloßes Für-Wahr-Halten.
Placeboeffekte sollen sogar bei Tieren nachgewiesen worden
sein (genau wie die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln).

Meines Wissens beziehen sich all diese Studien auf Haustierversuche, bei denen dem Herrchen oder Frauchen bekannt war, dass es sich um ein vermeintliches Heilmittel handelt. Deren positives Verhalten oder deren erhöhte Zuwendung hat dann auch bei den Tieren zu einem Placeboeffekt geführt (Gleiches gilt für Kinder). Es gab keine erhöhte Wirksamkeit in Bezug auf ein Placebo.
Wenn es andere Studien gibt (ich hab gerade keine Zeit, nach denen, auf die ich mich beziehe, zu suche), bin ich interessiert.

Grüße
Liete

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Hallo!

Bei meinen Katzen hat nichts mehr geholfen, nur Globolies!

Und das behaupte ich Felsenfest!

Hallo,
ich schrieb bewusst „sollen“ weil ich davon auch nur in sekundären Beiträgen gelesen habe und die genauen Umstände der Versuche nicht kenne.
Worauf der Plazeboeffekt im Einzelnen beruht ist m.W. schon beim Menschen weitgehend unbekannt. Beim Tier dann wahrscheinlich noch weniger nachvollziehbar. Deine Annahmen zur Bedeutung der Halter ist zwar einleuchtend, aber ohne entsprechende Kontrollversuche ohne Menschlichen Einfluss (hat es die gegeben) spekulativ.

Außerdem wäre der positive Einfluss des Halters dann immerhin ähnlich wirkungsvoll, wie der den ein Arzt ausübt, der an seine (wirkungslosen) Medikamente glaubt. Diese „positive Ausstrahlung“ überträgt er ja auch irgendwie auf den Patienten. Der Halter entsprechend auf sein Tier.

Gruß
Werner

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Hallo,

vielleicht ist deine Katze auch einfach ohne weitere Hilfe gesund geworden?
Das passiert häufiger als man denkt und bucht es dann auf das Konto von dem Zeug, dass dann gerade zufällig gegeben wird.

Gruß
Werner

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oder die bisherigen Behandlungen haben doch angeschlagen nur eben zeitlich verzögert. Wenn man dann schon beim Homöopathen ist, bekommt der natürlich die Lorbeeren.

Gruß, Niels

Hallo,

habe kürlich einen Artikel gelesen, dass irgendwelche Leute
eine Überdosis von Homöopathie-Medikamenten gefuttert hätten,
um zu beweisen, dass sie nichts bewirken.

Damit kann man gar nichts beweisen und zwar schon deswegen
nicht, weil die Mittel sehr genau auf den Patienten und die
Anamnese/Diagnose abgestimmt werden müssen und das kann nur
ein Homöopath.

Gibt es Homöopathen, die dazu bereit sind, Menschen zu behandeln, die die Unwirksamkeit der Homöopathie beweisen wollen?

Gibt es dabei signifikante Ergebnisse?

Gruss, Marco

Hallo,

habe kürlich einen Artikel gelesen, dass irgendwelche Leute
eine Überdosis von Homöopathie-Medikamenten gefuttert hätten,
um zu beweisen, dass sie nichts bewirken.

Damit kann man gar nichts beweisen und zwar schon deswegen
nicht, weil die Mittel sehr genau auf den Patienten und die
Anamnese/Diagnose abgestimmt werden müssen und das kann nur
ein Homöopath.

Gibt es Homöopathen, die dazu bereit sind, Menschen zu
behandeln, die die Unwirksamkeit der Homöopathie beweisen
wollen?

Ein Homöopath erlernt seinen Beruf, wie auch der Mediziner, mit dem Ziel Menschen zu besserer Gesundheit zu verhelfen oder zu heilen. Wenn sie also einen Patienten behandeln, wird das auch immer mit diesem Ziel geschehen.

Um keine Wirkung zu „beweisen“ bräuchte er nur die falschen Mittel verordnen (was übrigends keine Nebenwirkungen hätte) und das wird ein verantwortlicher Homöopath ebenso wenig tun wie ein verantwortlicher Arzt, dessen falsche Medikamente aber starke Nebenwirkungen hätten. Täten sie es dennoch, würden sich beide der unterlassenen Hilfeleistung schuldig machen und der Mediziner zusätzlich, daß er unnötig Nebenwirkungen erzeugt hat.

Hier ein Link zu dem anfänglich zitierten „versuch“ mit zahlreichen Diskussionsbeiträgen:

http://news.doccheck.com/de/article/203063-homoeopat

Hinzufügen muß ich noch, daß Mittel, die NICHT auf den Patienten abgestimmt sind, wirkungslos bleiben außer sie träfen rein zufällig ganz oder teilweise zu, was bei mehr als 2.000 verfügbaren Mitteln sehr unwahrscheinlich ist. Insofern zeigt der GWUP-Versuch nur die völlige Unwissenheit zur Wirkweise der Homöopathie bei den sog. Versuchsteilnehmern auf.

Gibt es dabei signifikante Ergebnisse?

Ja, die gibt es, doch weil der Unwille etwas zu akzeptieren, was man sich nicht wirklich erklären kann, kein Ende nimmt, werden diese von Leuten, wie bei der GWUP und deren Gesinnungsgenossen, grundsätzlich abgelehnt.

Zur Erläuterung wie das Ähnlichkeitsprinzip (Simile) bei der Homöopathie funktionert schicke ich dir zwei PDF per mail - zu lang für’s Forum - weil dies immer wieder falsch verstanden wird und deswegen solch dusselige Aktionen, wie die der GWUP stattfinden, die keinerlei Beweiskraft haben.

Bin gerne bereit Interessierten die PDFs per Mail zu senden, Über w-w-w bekomme ich die PDFs nicht rein - Versuch gescheitert. Benötige dafür also die direkte Mailadresse - wird nur einmal zu diesem Zweck verwendet und dann bei mir gelöscht.

Gruß,
p+p

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Hallo,

Man könnte auch sagen:

Es ist besser,
unwissenschaftlich gesund zu werden,
als wissenschaftlich krank zu bleiben!

Gruß,
p+p

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Ja, man weiß es nicht…
Das kann natürlich auch sein.

Ja, stimmt!

Hallo Pp,

du vergisst, dass H. seit über 200 Jahren versuchen, die Wirkung nachzuweisen. Ergebnis: Null. Trotz Preisgeld von einer Million Dollar in den USA für denjenigen, der den Nachweis erbringt.

Strubbel

Hallo Pp,

du vergisst, dass H. seit über 200 Jahren versuchen, die
Wirkung nachzuweisen. Ergebnis: Null. Trotz Preisgeld von
einer Million Dollar in den USA für denjenigen, der den
Nachweis erbringt.

Dass das keinegswegs stimmt und du dennoch derartiges behauptest zeigt lediglich, daß du die positiven Studien, wie alle Gegner der Homöopathie, grundsätzlich verleugnest.

Gruß,
p+p

Hallo p+p,

die einzigen positiven Studien, die es gibt, haben die auch von den bösenbösen Naturwissenschaftlern und vor allem von der dreimalteuflischen Schulmedizin unbestrittenen und erwiesenen Placebowirkungen zum Inhalt und sonst überhaupt nichts.

Im Esobrett muss man nicht auf Nachfragen Beweise liefern, hier bei den Medizinern könnte es aber nichts schaden :smile:

Und in den Esobrettern ist es putzigerweise ebenso üblich, eventuell kritische Nachfragen und Anmerkungen im Gegenzug als verblendet und einseitig zu brandmarken, aber hier wollwa denne auch ein paar von den positiven Studien, die ohne den Begriff Placebo auskommen , gerne mal zur Kenntnis gebracht haben, ohne uns als bornierte Unerleuchtete beschimpfen lassen zu müssen.

Gruß

Annie