Servus,
Ich weiß gar nicht, warum ich da bin, meine Frage zu formulieren ist auch schwer.
Panikattacken u. Depressionen/Grübeleien sind mir nicht fremd. Gegründet in zu viel Streß, Ärger mit Verwandten, Angst um Arbeitsplatz u. ein unerfüllter Kinderwunsch. Ich war/bin in professioneller Behandlung, es ging mir auch schon recht gut, aber im Moment kommt wieder alles zusammen.
Meine Mama hat Krebs, sie wurde operiert u. es geht ihr ganz gut trotz der Behandlung, für Papa ist es sehr schwer, auch die neue Situation, bisher war er immer der, der krank war. Mein Arbeitsplatz ist unsicher u. ich fürchte mich grundsätzlich vor einem Wechsel, ich mag das einfach nicht, wo neu sein u. nicht wissen, wer da mit wem „packelt“. Meine Cousine, deren Zuneigung, bzw. Gesellschaft ich ab- u. an gesucht habe u. die aufgrund meiner bisherigen „Harmonie-Einstellung“ wohl geglaubt hat, es „geht alles durch“ ist jetzt zwar krank u. muß auch operiert werden, doch sind wir zusammengekracht u. die ganze Situation macht mich mehr als wurlert. Das Baby läßt noch immer auf sich warten (ja, Geduld ist keine Stärke von mir). Wir haben zwar Bekannte, aber so ähnlich wie bei Julia (s.u.) spüre ich nur bei manchen wirkliches Interesse, bzw. Zuneigung.
Irgendwie fällt es mir glaube ich sehr schwer mit der neuen Situation fertig zu werden, Mama war immer die Starke, ist sie auch, aber die Sorge um sie u. auch das, dass ich mich jetzt mehr zurückhalten will, damit ich sie nicht mit dauernden Kleinigkeiten von mir belaste.
Auch komme ich eben „schön langsam drauf“ (mit ca. 30 J.), dass das Leben wohl schwer ist u. nicht wirklich so leicht u. dauerrosig, wie ich immer dachte (ich weiß, „ganz schön blöd“) u. ich glaube, auf das wenigste, auf das ich mich verlassen will, bin ich selbst. Ich kann mir selbst glaube ich irgendwie ur schwer innere Ruhe geben. Fragt mich nicht, „warum“. Temperamentvoll usw. bin ich (genauso wie meine Mutter), leider auch eher cholerisch als sanguinisch u. stoisch. Ich bin also ein schwerer Fall u. komme im Moment mit mir selbst nicht ganz zurande u. die große Aufgabe des Elternseins fehlt mir auch sehr glaube ich (ich weiß in bestimmten Momenten, das ist nicht alles u. es gibt viel schlimmere Dinge, als noch kein Kind zu haben! aber doch tut es oft sehr weh).
Vielleicht fällt euch irgendwas ein, ein Tipp oder eine Interpretation. Dank euch,
liebe Grüße
Zwischenleser
Das hat natürlich nichts mit dir zu tun!