Überforderung oder doch nur Unkonzentriert?

Einen schönen guten Tag an alle:smile:)

Ich mache gerade auf dem 2.Bildungsweg mein Abitur nach,bekomme BAfög so das ich nebenher nicht arbeiten muss und somit genügend Zeit habe mich auf die Schule zu konzentrieren.

Vom Lernen her,hab ich für mich immer einen guten Plan was ich wann anfange zu lernen so das ich stressfrei und gut Vorbereitet in die KLausur gehen kann-auch haben wir eine Lerngruppe gebildet und Treffen uns regelmäßig was sehr gut funktioniert.

Nun mein Problem was mich sehr belastet und ich im moment keinen Ausweg mehr weiss:frowning:(ich kann mich sehr schlecht bis gar nicht auf eine Sache richtig konzentrieren.

Ich habe das Gefühl:

-ich lese einen Text und die Wörter rieslen vorbei und kommen nicht im Gedächnis an.

-mein Kopf ist leer und doch "gefühlt"voll mit hmmm nichts???

-während des Lernens schalte ich oft ab und glotze sozusagen nur doof und leer in der Gegend rum ohne was spezielles zu überlegen/denken.

-ich habe das Gefühl oft nicht richtig „da“ zu sein auch im Alltag oder bei Gesprächen mit Menschen geht es mir des öfteren so.

Ergebniss:
Ich lerne z.b.auf eine Mathe Klausur 5 Tage lang jeden Tag 2h(Mathe ist mein schwächstes Fach),habe das Gefühl wenigstends ein bischen verstanden zu haben-sitze dann in der Arbeit und weiss nichts mehr,ich kann kein Schaubild mehr deuten obwohl ich das am Tag davor noch durchgesprochen hatte in der Lerngruppe:frowning:((und genau das gleiche Schaubild in der KLausur drankam.

Es wäre schön wenn evtl.jemand einen Tip,Rat,Gedanken dazu hätte wie ich dieses Problem angehen könnte da ich im moment nicht mehr weiter weiss was ich machen kann das es sich bessert.

Lieben Gruß

Anna

Pause machen ??
Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, wenn im Hirn nichts mehr ankommt, erstmal aufhören.

Kenne das v.a. vom Lesen, denselben Absatz x-mal.

Spannender ist allerdings die Frage, wie du es besser machen kannst. Und da halte ich Phantasie für einen besseren Ansatz als Anstrengung. V.A. die Arbeitsgruppen könnten da hilfreich sein.

Zoelomat

du schaffst das!
hi,

auf dem 2. bildungsweg kann es sein, dass man vorher eine hand voll jahre gar nicht mehr gelernt hat und sich erst langsam wieder reinfinden muss. die zeit muss man sich nehmen.

und: der 2. bildungsweg ist aufbauend auf bisher erreichte bildungsstufen und es ist nicht selbstverständlich, die nächst höhere bildungsstufe auch schaffen zu können. das muss man mitbedenken, also: ist der stoff vielleicht einfach zu schwer? mir selbst fällt auch sofort ein bildungsgang ein, den ich nie schaffen würde, egal, wie gut ich mich konzentrieren kann.

jeder lernende muss neben seiner beganbung und intelligenzleistung die von dir nachgefragte konzentrationsleistung aufbringen. die ist individuell verschieden und von vielen einflussfaktoren abhängig:

-genügend schlaf
-genügend pausen
-genügend frischluft und bewegung zwischendurch
-wenig lebensprobleme, die ablenken
-ein ruhiger arbeitsplatz
-die richtigen drogen zu stimulation

letzteres wird immer mehr von studierenden als einzig effektiver und erstrebenswerter faktor angenommen, hier mal antiwerbung:
http://www.zeit.de/campus/2009/02/ritalin

das ist natürlich verheerend. kaffee und 3-min-schwarztee ist aber sehr konzentrationsfördend, wenn man ihn gezielt vor dem lernen trinkt. soviel wird erlaubt sein. auch nikotin hat bei aller schädlichkeit der verbrennungsgase eine konzentrationsfördernde wirkung.

nimm dir die zeit, du kommst nach einer eingewöhnungsphase wieder rein -auch ohne jede droge!-, deiner lerngruppe wird es genauso gehen, frag´ die mal, du wirst sehen. dein gehirn muss sich erst wieder auf die lernfunktionen umstellen, es passt sich aber deinem willen an, es zu wollen und wird besser mit der zeit.

dran bleiben, geduldig bleiben, für abends empfehle ich literatur:

http://www.amazon.de/Bedienungsanleitung-menschliche…

Hallo!

-ich lese einen Text und die Wörter rieslen vorbei und kommen
nicht im Gedächnis an.

Lese den Text laut und nehme dich dabei auf. Diese Aufnahme spielst du dir dann so lange vor, bis der Inhalt endlich im Kopf sitzt. Idealerweise während du langweilige Routinearbeiten machst wie z.B. Treppe, Schuhe, Fenster, Auto, Fußboden putzen, joggen, bügeln.

-während des Lernens schalte ich oft ab und glotze sozusagen
nur doof und leer in der Gegend rum ohne was spezielles zu
überlegen/denken.

Was bedeutet für dich Lernen? Lerninhalte anglotzen ist kein Lernen. Wenn du einen Inhalt erfassen willst, musst du etwas tun.

-ich habe das Gefühl oft nicht richtig „da“ zu sein auch im
Alltag oder bei Gesprächen mit Menschen geht es mir des
öfteren so.

Kann es sein, dass du dich in dem Moment langweilst?

Ergebniss:
Ich lerne z.b.auf eine Mathe Klausur 5 Tage lang jeden Tag
2h(Mathe ist mein schwächstes Fach),habe das Gefühl
wenigstends ein bischen verstanden zu haben-sitze dann in der
Arbeit und weiss nichts mehr,ich kann kein Schaubild mehr
deuten obwohl ich das am Tag davor noch durchgesprochen hatte
in der Lerngruppe:frowning:((und genau das gleiche Schaubild in der
KLausur drankam.

Mathe lernt man nicht, indem man Schaubilder anglotzt. Stelle dich den Aufgaben. Löse Aufgaben! Soviele wie möglich! Wenn du nicht weißt, wie du sie lösen sollst, schlage nach, recherchiere, wie es gehen könnte oder frage nach. Der Weg ist das Ziel. Es hilft nichts, sich Erklärungen über Mathe anzuhören oder durchzulesen, ohne die praktische Anwendung auch nur ausprobiert zu haben. Erst wenn du die Aufgaben versuchst zu lösen, wirst du die Haken und Ösen finden, an denen es hapert.

Versuche zu verallgemeinern. Erstelle für jeden Aufgabentyp eine Gebrauchsanleitung. Oben schreibst du einen Aufgabentyp auf, dann die Vorgehensweise: 1. Schritt, 2. Schritt, 3. Schritt. So, dass es für alle Aufgaben passt. Schreibe eine Beispielaufgabe daneben. Schreibe sie allgemeinverständlich, so dass auch andere etwas damit anfangen könnten. Wenn es dir hilft, kannst du es auch bunt machen: Allgemeine Erklärungen vielleicht in rot, Beispiele in blau, praktische Hinweise in grün - oder anders herum. So wie es dir gefällt! Strukturiere es übersichtlich.

Auf die Art und Weise hast du dann eine Anna-sichere Gebrauchsanweisung für alle Aufgabentypen, die ihr im Unterricht durchgenommen habt. Vor einer Prüfung nimmst du diese Gebrauchsanleitung zur Hand und siehst ruck-zuck, was du können musst, und wie das funktioniert.

Es wäre schön wenn evtl.jemand einen Tip,Rat,Gedanken dazu
hätte wie ich dieses Problem angehen könnte da ich im moment
nicht mehr weiter weiss was ich machen kann das es sich
bessert.

Wenn du alle logischen Fächer mit einer Gebrauchsanleitung erarbeitest und allen Lernkram dir solange vorbetest, bis er dir aus den Ohren wieder herauskommt, solltest du mit dem Abi kein Problem mehr haben. Du könntest es auch mal versuchen, deine selbstaufgenommenen „Vorlesungen“ mit deiner Lieblingsmusik zu untermalen. Dann ist der Stoff vielleicht besser verdaulich.

Für das Lernen von Vokabeln gibt es übrigens auch Tonträger zu kaufen (oder in gutsortierten Büchereien :wink:), so dass du sie nicht selbst aufnehmen musst. Das hat den Vorteil, dass die Aussprache von Muttersprachlern natürlich besser ist.

Und noch etwas: Verlasse dich nicht nur auf deine Lerngruppe! Wenn der Fritz neben dir das kapiert hat, muss es bei dir noch nicht unbedingt so weit sein. Als Gruppe habt ihr dann zwar eine Lösung gefunden, aber du musst es allein können!

Ideal wäre, wenn du dir die Inhalte erst mal selbst erarbeitest und du dann in der Gruppe den anderen alles erklärst. Was du anderen vermitteln kannst, das sitzt garantiert! Bei dir, nicht bei den anderen :wink:. Vielleicht erklärt ihr euch alles gegenseitig, so dass jeder profitiert?

Viele Grüße

Anne

Zuerst mal vielen Dank an alle die mir bisher antworteten:smile:

auf dem 2. bildungsweg kann es sein, dass man vorher eine hand
voll jahre gar nicht mehr gelernt hat und sich erst langsam
wieder reinfinden muss.

Da hast du vollkommen recht ich in meinem Fall habe jedoch direkt im Anschluss an die Abendrealschule das Abi angehängt:smile:

-die richtigen drogen zu stimulation

*grins* Ritalin ja hab ich gehört davon aber ich nehm lieber keine Drogen Pfui XD XD

-genügend schlaf :-wenig lebensprobleme, die ablenken

Das ist vermutlich ein großes Problem trotz Ferien und keine durchzechenden Disconächte schlafe ich sehr schlecht und mich beschäftigt innerlich sehr vieles wo ich schon lange daran herumknabber :frowning:

Was bedeutet für dich Lernen? Lerninhalte anglotzen ist kein
Lernen.

Ich möchte ja lernen weil es mir wichtig ist nur leider schaffe ich es nicht:frowning:das hat nichts mit Desinteresse an dem Stoff zu tun.

Lernen heisst für mich sich unklare Stoffeinheiten in eigenen Worten verständlich zu machen,einen Lernplan zusammenzustellen d.h.eine wöchentliche Struktur zu schaffen wann beginne ich welche Stoff zu lernen das ich gut damit hinkomme(vorallem wenn man 2 Klausuren etc.in einer Woche hat)

-ich habe das Gefühl oft nicht richtig „da“ zu sein

Kann es sein, dass du dich in dem Moment langweilst?

Nein:smile:langweilig ist mir selten ich habe einfach nur meinen Kopf zu voll:frowning:(bin oft abwesend was nichts mit langeweile zu tun hat-eher mit dem gefühl meinem kopf wird alles zuviel und er geht in die Gedankenstreik blockade:smile:

Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, wenn im Hirn
nichts mehr ankommt, erstmal aufhören.

Das seh ich genau so,auf Druck sich was reinpressen zu wollen sehe ich auch als die falsche Methode an:smile:) und das funktioniert bei mir auch nicht-und führt nur noch mehr zum Gedanklichen Blockadenstreik.

Nochmal vielen dank an alle und die wirklich hilfreichen antworten vorallem den Ratschlag von dir Anne mit dem Mathe etc.werde ich beherzigen:smile:sowie auch den tollen Buchtip von alpha:smile:

Lieben Gruß
Anna

Hallo Anna

mich
beschäftigt innerlich sehr vieles wo ich schon lange daran
herumknabber :frowning:

Ich denke da liegt der Kern der Sache.
Vielleicht solltest Du erstmal die Dinge aufarbeiten und abhaken, die Dich innerlich so beschäftigen.
Dann dann kannst Du Dich bestimmt auch wieder auf den Lernstoff konzentrieren.

Viele Grüße
Sarah

Hier vielleicht ein etwas unkonventioneller Tip:smile:
Ich habe auch Probleme mich auf etwas zu konzentrieren weil mir im Kopf auch viele andere Dinge rumschweben und mich ablenken.
Nun habe ich durch zufall feststellen müssen, dass ich mich am besten auf eine Sache konzentrieren kann, je mehr Einflüsse auf mich einrieseln.
Wenn ich lerne oder Hausaufgaben mache (mach ja auch grad Abitur :smile:) habe ich immer mein PC an, chatte, höre musik, oder gucke Fernsehen, und habe noch diverse andere Seiten auf. Irgendwie haben meine Gedanken dann garkeine Zeit so sehr abzuschweifen. Vielleicht hilfts dir ja.

Jeder ist ein anderer Lerntyp und man muss rausfinden was einem hilft.
Wenn du ein Text liest und du meinst er rauscht an dir vorbei, würde ich versuchen (wenn möglich) den Inhalt schematisch oder bildlich auf einem Blatt Papier nieder zu schreiben.
Auch bei Vokabeln kannst du Bilder malen und sie dir irgendwo in die Wohnung hängen wo du oft hinschaust (das gleich mit Gleichungen etc.)

Auch die Zeit wann du lernst ist wichtig. Bist du eher der Abendtyp der dann mehr aufnimmt oder kannst du mittags besser lernen…
Oder auch der Ort wo du lernts. Manche können bei einem ordentlichen Tisch nicht lerne und brauchen das Chaos um sich.
Also alles ein paar Anregungen :smile:

Liebe Grüße eine Leidensgenossin :wink: (Viel Glück bei deinen Klausuren)

Huhu Leidensgenossin:smile:

Auch die Zeit wann du lernst ist wichtig.

Meine Lernzeit hab ich eig.schon sehr gut rausgefunden so zw.16bis 18uhr ist es am besten für mich.

Ich habe z.b. festgestellt das ich zuhause nur schlecht Lernen kann da lenkt mich so vieles ab oder ich ertappe mich dabei das ich manchmal anfage mich selber zu belabern so a la oh Gott mein schreibtisch ist staubig ich muss putzen etc,XDich kann auch wie du nur mit Geräuschkulisse lernen d.h. entweder geh ich bei gutem Wetter in den Park oder ich setz mich ins Cafe und lerne da.

Nur wie gesagt im moment krieg ich das wegen meiner unkonzentriertheit leider nicht mehr so gut auf die Reihe aber danke dir für die tollen Tips:smile:

Dir auch Toi,Toi,Toi für die Klausuren.

LG Anna

Geh entspannter an die Sache ran!
Liebe Anna,
du erwähnst in deiner VK, daß du gerne liest. Wenn du also „privat“ ein Buch liest, fällt es dir nicht schwer. Wenn du lernen musst, geht in deinen Kopf nichts mehr rein.
Vielleicht verlangst du selbst zu viel von dir?
Kann sein, daß du zwar willens bist, Mathe zu lernen, aber eigentlich gar keinen Bock darauf hast. Das könnte dazu führen, daß du regelrecht panisch lernst. Du versuchst krampfhaft, Formeln, Gesetze usw. zu pauken, hast sie aber nicht verinnerlicht und wenn du dann vor deinem Arbeitsblatt sitzt, kommt der Schock… „Warum kann ich das jetzt nicht?“
Du solltest dich nicht unter Druck setzen. Die anderen haben dir schon die richtigen Tipps gegeben, die auch helfen, entspannter zu lernen.
Ich möchte dir gern ein Buch empfehlen:„Günter für Schüler. Ein tierisches Motivationsbuch“ von Stefan Frädrich
Günther ist dein Schweinehund, den du in diesem Buch etwas besser kennen lernst. Sehr anschaulich und hübsch geschrieben. In vielen Dingen trifft der Autor den Nagel auf den Kopf. Man muss grinsen, wenn man sich irgendwo wieder erkennt. Vielleicht hilft es dir, deine echten Schwächen zu erkennen und zu überwinden.
Schau mal bei amazon rein. Da gibt es eine ganze Serie…
Viel Erfolg auf jeden Fall bei deinem Vorhaben. Ich habe das Gefühl, daß du das packen wirst.
Gönn dir zwischendurch Entspannung und verkrampfe nicht zu sehr.
Liebe Grüße
Petra

Hallo Petra

Vielleicht verlangst du selbst zu viel von dir?

Ja das kann sehr gut sein wenn auch eher unterbewusst-ich bin eig.nicht so ehrgeizig sprich ich habe nicht das krampfhafte Bestreben das ich jetzt mit den 1er od.2er Kandidaten mithalten müsste etc.
Im Grunde möchte ich einfach einen guten Abschluss machen und habe auch überall gute Noten sprich viele 2er,in 2 Fächern die note 3 und eben leider in Mathe u.Bio eine 4.

Was Mathe betrifft mach ich mir keine Illusionen da möchte ich einfach eine gute nicht zu wackelige 4 haben das reicht mir vollkommen-welche jetzt bedingt durch die letze Arbeit massiv gefährdet ist:frowning:(

Bei Mathe spielt auch sehr viel meine psyche mit hinein sprich ich habe die Realschule damals mit 17 nicht geschafft wegen Mathe hatte da ne glatte 6 trotz Schuljahr wiederholen (Familäre Umstände u.blöder Lehrer damals).

Als ich nun vor 2 jahren die Abendrealschule machte bin ich im 2ten halbjahr wieder abgerutscht(hatte einfach keine Kraft mehr kurz vor den Prüfungen ) auf ne 5 jedoch konnte ich mich durchs mündliche retten (bekam da ne 3,2)und hatte dann ne 4 :smile:)hatte da auch nen super Lehrer…Hr.Mayer *Knutsch*vielen,vielen Dank:smile:)

Sprich mit Mathe ist es bei mir bedingt durch die enorm schlechten Erfahrungen (in der Realschule mit 17)mit dem Fach immer ein enormer innerer Druck und Angst wieder abzurutschen und das Jahr nicht zu schaffen da es mich damals so prägte wenn du das Gefühl hast/vermittelt bekamst du blickst da eh nicht u.der lehrer dir das auch noch ins Gesicht sagt etc.:frowning:((
Demnach besteht heute für mich immer noch eine enorme Versagensangst was Mathe angeht :frowning:(leider:frowning:((

Das Buch mit dem inneren Schweinehund werde ich mir holen und freue mich schon darauf ihn kennezulernen XD Vielen lieben Dank dir:smile:)

Anna