Hallo!
-ich lese einen Text und die Wörter rieslen vorbei und kommen
nicht im Gedächnis an.
Lese den Text laut und nehme dich dabei auf. Diese Aufnahme spielst du dir dann so lange vor, bis der Inhalt endlich im Kopf sitzt. Idealerweise während du langweilige Routinearbeiten machst wie z.B. Treppe, Schuhe, Fenster, Auto, Fußboden putzen, joggen, bügeln.
-während des Lernens schalte ich oft ab und glotze sozusagen
nur doof und leer in der Gegend rum ohne was spezielles zu
überlegen/denken.
Was bedeutet für dich Lernen? Lerninhalte anglotzen ist kein Lernen. Wenn du einen Inhalt erfassen willst, musst du etwas tun.
-ich habe das Gefühl oft nicht richtig „da“ zu sein auch im
Alltag oder bei Gesprächen mit Menschen geht es mir des
öfteren so.
Kann es sein, dass du dich in dem Moment langweilst?
Ergebniss:
Ich lerne z.b.auf eine Mathe Klausur 5 Tage lang jeden Tag
2h(Mathe ist mein schwächstes Fach),habe das Gefühl
wenigstends ein bischen verstanden zu haben-sitze dann in der
Arbeit und weiss nichts mehr,ich kann kein Schaubild mehr
deuten obwohl ich das am Tag davor noch durchgesprochen hatte
in der Lerngruppe:frowning:((und genau das gleiche Schaubild in der
KLausur drankam.
Mathe lernt man nicht, indem man Schaubilder anglotzt. Stelle dich den Aufgaben. Löse Aufgaben! Soviele wie möglich! Wenn du nicht weißt, wie du sie lösen sollst, schlage nach, recherchiere, wie es gehen könnte oder frage nach. Der Weg ist das Ziel. Es hilft nichts, sich Erklärungen über Mathe anzuhören oder durchzulesen, ohne die praktische Anwendung auch nur ausprobiert zu haben. Erst wenn du die Aufgaben versuchst zu lösen, wirst du die Haken und Ösen finden, an denen es hapert.
Versuche zu verallgemeinern. Erstelle für jeden Aufgabentyp eine Gebrauchsanleitung. Oben schreibst du einen Aufgabentyp auf, dann die Vorgehensweise: 1. Schritt, 2. Schritt, 3. Schritt. So, dass es für alle Aufgaben passt. Schreibe eine Beispielaufgabe daneben. Schreibe sie allgemeinverständlich, so dass auch andere etwas damit anfangen könnten. Wenn es dir hilft, kannst du es auch bunt machen: Allgemeine Erklärungen vielleicht in rot, Beispiele in blau, praktische Hinweise in grün - oder anders herum. So wie es dir gefällt! Strukturiere es übersichtlich.
Auf die Art und Weise hast du dann eine Anna-sichere Gebrauchsanweisung für alle Aufgabentypen, die ihr im Unterricht durchgenommen habt. Vor einer Prüfung nimmst du diese Gebrauchsanleitung zur Hand und siehst ruck-zuck, was du können musst, und wie das funktioniert.
Es wäre schön wenn evtl.jemand einen Tip,Rat,Gedanken dazu
hätte wie ich dieses Problem angehen könnte da ich im moment
nicht mehr weiter weiss was ich machen kann das es sich
bessert.
Wenn du alle logischen Fächer mit einer Gebrauchsanleitung erarbeitest und allen Lernkram dir solange vorbetest, bis er dir aus den Ohren wieder herauskommt, solltest du mit dem Abi kein Problem mehr haben. Du könntest es auch mal versuchen, deine selbstaufgenommenen „Vorlesungen“ mit deiner Lieblingsmusik zu untermalen. Dann ist der Stoff vielleicht besser verdaulich.
Für das Lernen von Vokabeln gibt es übrigens auch Tonträger zu kaufen (oder in gutsortierten Büchereien
), so dass du sie nicht selbst aufnehmen musst. Das hat den Vorteil, dass die Aussprache von Muttersprachlern natürlich besser ist.
Und noch etwas: Verlasse dich nicht nur auf deine Lerngruppe! Wenn der Fritz neben dir das kapiert hat, muss es bei dir noch nicht unbedingt so weit sein. Als Gruppe habt ihr dann zwar eine Lösung gefunden, aber du musst es allein können!
Ideal wäre, wenn du dir die Inhalte erst mal selbst erarbeitest und du dann in der Gruppe den anderen alles erklärst. Was du anderen vermitteln kannst, das sitzt garantiert! Bei dir, nicht bei den anderen
. Vielleicht erklärt ihr euch alles gegenseitig, so dass jeder profitiert?
Viele Grüße
Anne