Überlichtgeschwindigkeit

Hallo,

mir ist gerade eingefallen, dass es doch möglich sein müßte, mit verschränkten Quanten Informationen mit Überlichtgeschwindigkeit, eigentlich sogar 0 Zeit zu übertragen.
Irre ich mich da? Wenn ja, wo liegt der Denkfähler?
Just in dem Moment, in welchem ich den Quantenzustand eines Quanten messe, läßt sich auch der des zweiten bestimmen.
Wenn ich also ebenjene verschränke, diese dann sehr weit auseinanderziehe (z.B. mit einer Meßstation auf dem Mars oder Mond), dann den einen Quant gezielt messe (und ihm damuit eine definierte Info zuspiele), müßte ich dem anderen dann ebenso diese Information abluchsen können.

fragt:
Frank

Hallo Frank,

mir ist gerade eingefallen, dass es doch möglich sein müßte,
mit verschränkten Quanten Informationen mit
Überlichtgeschwindigkeit, eigentlich sogar 0 Zeit zu
übertragen.
Irre ich mich da? Wenn ja, wo liegt der Denkfähler?

Nein, es ist nicht moeglich. Du muesstest ja die Information bereits vorher den Quanten beigeben, wenn die verschraenkten Quanten gebildet werden. Damit wuerdest Du bereits vorher den Zustand des einen Quants festlegen. Das andere ist damit auch festgelegt und rast los zum Empfaenger. Aber ab dann bereits festgelegt und mit der Information nur mit Lichtgeschwindigkeit oder langsamer.

Man kann immer noch nicht Energie, Impuls oder Informationen schneller als mit c schicken. No way, bisher. auch nicht mit EPR-quanten, das einstein-rosen-podolski-paradoxon (welches natuerlich kein paradoxon ist) bzw. verschraenkte quantenzustaende werden da auch nichts dran aendern.

viele gruesse, peter

falsch verstanden
Hallo lego,

Nein, es ist nicht moeglich. Du muesstest ja die Information
bereits vorher den Quanten beigeben, wenn die verschraenkten
Quanten gebildet werden. Damit wuerdest Du bereits vorher den
Zustand des einen Quants festlegen. Das andere ist damit auch
festgelegt und rast los zum Empfaenger. Aber ab dann bereits
festgelegt und mit der Information nur mit
Lichtgeschwindigkeit oder langsamer.

Ich meine es anders: in dem Moment, in welchem ich den einen „messe“, gebe ich ihm die Information. Ich muß sie ihm garnicht vorher aufs Auge drücken.
Diese verschränkten Quanten sollen wohl schon in Sicherheitsanlagen zum Einsatz kommen, nur findet sich noch keine Information im Netz, wie dieses funktioniert.
Das Problem dürfte eher beim messen des zweiten Quants liegen.

Gruß
Frank

hallo frank,

Nein, es ist nicht moeglich. Du muesstest ja die Information
bereits vorher den Quanten beigeben, wenn die verschraenkten
Quanten gebildet werden. Damit wuerdest Du bereits vorher den
Zustand des einen Quants festlegen. Das andere ist damit auch
festgelegt und rast los zum Empfaenger. Aber ab dann bereits
festgelegt und mit der Information nur mit
Lichtgeschwindigkeit oder langsamer.

neinnein, ich habe dich schon genau so verstanden, wie du nun schreibst:

Ich meine es anders: in dem Moment, in welchem ich den einen
„messe“, gebe ich ihm die Information. Ich muß sie ihm
garnicht vorher aufs Auge drücken.

Und genau das ist nicht moeglich.

Nehmen wir an, Du erzeugst Paare von verschr. Q. (vQ ab sofort), schickst immer ein Q Richtung Mars, das willst Du doch tun, und seinen verschraenkten Partner kannst Du (wie auch immer) lange genug determinierbar (du „Q1“ hast das Q2 auf dem Weg zum Mars zum verschr. Partner.) in einem Labor zwischen Spiegeln am weiterlaufen halten. Nun koennen die vQ die Zustaende A oder B einnehmen (meinetwegen so). Hat Q1 den Zustand A, so hat Q2 auch den Zustand A (koennte auch B sein, aber entweder oder fuer immer jeweils. also hat Q1=A gemessen, dann hat Q2 auch immer A (man braucht nicht mehr zu messen), oder eben immer B (kommt jetzt darauf an, welchen quantenmechanischen prozess man genau verwendet bzw. wie man A und B definiert.))

Du, wir moechten nun eine Info mit „ueber-c“ zum Mars schicken. Messen wir bei einem Q im Labor den Zustand und stellen fest, es liegt im Zustand A vor, so hat instantan bei verschraenkten Quanten das Q, welches mitterweile auf dem Mars angekommen ist, auch den Zustand A, die Wissenschaftler dort, das hiesige Postamt, misst dann ebenfalls A.

Nun der Haken: Du Frank moechtest genau A messen, um auch das Zeichen, das „Bit“ A zum Mars zu schicken. Aber das ist eben nicht moeglich. Du kannst nur und nur sagen, dass das vQ1 entweder A oder B hat, bevor Du misst. Bei der Messung selbst kannst Du das Resultat leider nicht festlegen.

Man kann das Resultat einer Messung bei vQ., beim allerersten vQ, bei der allerersten Messung am erste Q. von zwei nicht vorher festlegen.

Wenn man dann beim ersten Q, bei der ersten Messung A gemessen hat: Q1 ist im Zustand A, dann ist der Zustand des zweiten Q, des verschraenkten Partners, auch A. Ist Q1=B gemessen worden, ist auch Q2=B, egal ob man Q2 noch misst oder eben nicht. Aber da man das Resultat einer solchen Zustandsbestimmung beim ersten Q von zwei vQ nicht vorab festlegen kann, man kann es nur messen, ist auch hier, wie nicht anders zu erwarten, keinerlei Info-Uebertragung schneller als mit c moeglich.

Diese verschränkten Quanten sollen wohl schon in
Sicherheitsanlagen zum Einsatz kommen, nur findet sich noch
keine Information im Netz, wie dieses funktioniert.

klar gibt es schon lange vQ-Experimente. E. und R. und Herr P sassen lange darueber nach. im quantenlabor bei den garchinger leuten meine ich mal einen aufbau gesehen zu haben auf exkursion noch waehrend meines studiums. aber was fuer sicherheitsanlagen meinst du denn? welche quellen dazu hast du?

Das Problem dürfte eher beim messen des zweiten Quants liegen.

das kannst du doch genauso gut messen. nur mit der ersten messung von Q1 ist der Zustand von Q2 bereits determiniert.

viele gruesse, peter

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hallo lego,

ich kann mich jetzt täuschen - war aber immer der Meinung, dass sich schon durch die Messung der entspr. QZ ändert. Ähnlich dem Licht (entweder messe ich die Welle und es verhält sich wie ein Teilchen oder umgekehrt). Somit könte man mit dem Meßverfahren den Quanternzustand (QZ) bestimmen.

Ich habe eine Broschüre der DPG, in welcher das mit der Sicherheitstechnik steht. An mehr Infos bin ich aber bislang nicht gelangt. Wenn jemand näheres dazu weiß, bitte mal verlinken oder posten, danke

Gruß
Frank

hallo frank,

ich kann mich jetzt täuschen - war aber immer der Meinung,
dass sich schon durch die Messung der entspr. QZ ändert.
Ähnlich dem Licht (entweder messe ich die Welle und es verhält
sich wie ein Teilchen oder umgekehrt). Somit könte man mit dem
Meßverfahren den Quanternzustand (QZ) bestimmen.

eben! ganz richtig. nun hat das vQ. vor der messung „eigentlich“ zwei zustaende, bzw. einen „gemischten zustand“ in unserem beispiel oben. |Z> = sqrt(0.5)*|A> + sqrt(0.5)*|B>.

die wurzel aus 1/2 dient zur normierung wie gehabt. kommst du nun mit deinem messoperator „m“ daher, wird aus dem QZ |Z> entweder A oder B.

vorsicht, die zeit meiner dirac-klammer-arbeit ist lange her :smile:

Ich habe eine Broschüre der DPG, in welcher das mit der
Sicherheitstechnik steht. An mehr Infos bin ich aber bislang
nicht gelangt. Wenn jemand näheres dazu weiß, bitte mal
verlinken oder posten, danke

das meint sicherlich so etwas wie quantenkryptografie. wahnsinnig schnell und wahnsinnig sicher. daher sicherheit(slabor).

google mal das englische von „verschraenkte quanten“(„Quantum states with Einstein-Rosen-Podolsky correlations“), google lange „einstein-rosen-podolsky“, aber warnung, viele seiten sind von esoterischen spinnern und manchmal auch SF-freaks. nimm seiten von „echten“ physikalischen instituten, du weisst schon, von den stoerischen physikern.

[PDF]Quantum cryptography
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat - HTML-Version
between quantum mechanics and relativity-the famous Einstein-Rosen-Podolsky (EPR)
paradox … The protocol uses four quantum states that constitute two bases, for icg.harvard.edu/~phys287/assignments/ reading/cryptography.pdf

[PS]www-library.desy.de/preparch/hep-th/0104/0104219.ps.gz
Dateiformat: Adobe PostScript - Text-Version
… mechanics. All quantum states may be considered. … regime. – The Einstein-Rosen-Podolsky
paradox and the violation of the Bell inequalities. …

http://www.imaph.tu-bs.de/ftp/werner/p26.pdf
R.F. Werner: Quantum states with Einstein-Rosen-Podolsky correlations admitting a hidden-variable model. Phys. Rev. A 40 (1989) 4277-4281
[abstract | pdf]

[PS]cern.ch/~wasm/public/MC-session.ps.gz
Dateiformat: Adobe PostScript - Text-Version
… 14. Spin correlations are needed in full. This second peak has showed up due to
full spin correlations deeply related to Einstein-Rosen-Podolsky paradox. …
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