Moin Experten!
Ich will mir demnächst ein Haus ansehen, bei dem der Makler am Telefon erwähnte, dass der Käufer in die Finanzierung des jetzigen Besitzers eintreten müsse, also quasi den Finanzierungsvertrag übernehmen müsse. Der Verkäufer wolle damit wohl die Vorfälligkeitsentschädigung einsparen.
Das ist das erste Mal, dass ich auf so ein Konstrukt treffe. Kann mir jemand etwas dazu sagen? Ist das üblich? Muss man dabei auf etwas spezielles achten? Vorteile? Nachteile?
Ratlose Grüße
Stefan
Hallo Stefan
jetzigen Besitzers eintreten müsse, also quasi den
Wenn er einen findet, der dazu bereit ist.
Finanzierungsvertrag übernehmen müsse. Der Verkäufer wolle
damit wohl die Vorfälligkeitsentschädigung einsparen.
Das wird immer wieder versucht.
dabei auf etwas spezielles achten?
Die Bank muß den Käufer als Darlehensnehmer akzeptieren. Das ist keinesfalls selbstverständlich.
Vorteile?
Die Bank kennt das Objekt und hat es schon einmal bewertet. Die Grundschuld steht bereits im Grundbuch (geringfügige Gebührenersparnis).
Nachteile?
Der Zinssatz und die Laufzeit stehen bereits fest. Wenn eine Vorfälligkeitsentschädigung droht, liegt der vereinbarte Zinssatz wahrscheinlich über dem momentanen Marktzins, d.h. der Käufer finanziert zu teuer. Außerdem ist der Käufer an die Restlaufzeit gebunden. Das kann, muß aber nicht, ein Nachteil sein.
Ratlose Grüße
Laß Dich darauf nicht ein. Der Immobilienmarkt ist ein Käufermarkt.
Stefan
Gruß
Nordlicht
Hi,
wenn du seine Finanzierung übernimmst, dann übernimmst du auch die vereinbarten Zinsen. Zusätzlich hast du das Problem das du nicht bestimmen kannst welche Laufzeit der Kreditvertrag hat. Es kann also sein das die Verträge in 3-4 Jahren auslaufen und du dann sehr viel früher im neuen Vertrag höhere Zinsen zahlen mußt.
Die Hütte müßte schon ein super Schnäppchen sein.
Und schau dir die Kreditverträge auf jeden Fall genau an, es gibt überall krumme Dinger mit denen man nur Ärger hat (Stichwort Kreditvermittler)
Grüße
Chris
Hallo
würde ich nur machen wenn es Top Konditionen sind.
Außerdem muss - wie schon gesagt - auch die Bank zustimmen.
Üblich ist das Vorgehen nicht, kommt aber hin und wieder vor.
Wenn man das machen sollte und der Verkäufer dadurch Vorfälligkeitsentschädigung spart, sollte er mit dem Preis noch mal runter gehen, damit jeder was davon hat.
Gruß
Hallo Leute,
vielen Dank für die Antworten.
Wir haben uns das jetzt angeschaut: das Haus wäre prima, aber diese Finanzierung würde ich nicht mit vorgehaltener Waffe akzeptieren: abgeschlossen '05 auf 10 Jahre, 5,81% eff. Zins, 1% Tilgung ohne Sondertilgungen und ohne Flexibilität, noch fast 200k€ abzuzahlen - und irgendwie hat man da auch noch einen Bausparvertrag mit in den Vertrag reingewurstelt…
Irgendwie tun mir die Verkäufer leid - das kriegen die doch so nie los!
Gruß
Stefan