Hallo!
X zieht aus seiner Wohnung aus, weil X sehr laute und störende Nachbarn hat und sein Vermieter und die Wohnungsgesellschaft nichts brauchbares unternehmen, sprich es werden Abmahnungen geschrieben, die aber nie bei X Nachbarn angekommen wären…iss klar.
Zumindest wohnt X im September seit einem Jahr hier und hat für 700€ (ca 50 m² mit Fußleisten und Trittschalldämmung) Laminat verlegt und eine 1500€ teure Küche. Jetzt X ich den Vermieter, ob der Laminat übernommen wird, weil der ja nicht zum verlegen und wieder rausreißen gemacht ist. Da erzählte er X er hätte letztens einer Dame für 80m² 150€ gegeben und X sollte sich da nichts einbilden. Woraufhin X meinte, dass er die Belege habe und das auch Alteiche Laminat ist und kein billiger Buche Laminat für 4 €.
Jetzt war der Vermieter gestern mit Wohnungsinteressenten hier und fragte, ob die Küche drin bleibt und X sagte wenn sie die übernehmen wollen und er meinte „für 500€. Denken Sie nicht, dass sie den vollen Preis raus bekommen das ist wie bei einem Auto“. Das ist X klar, aber es kann doch nicht sein, dass er insgesamt 2200€ ausgegeben haben und der Vermieter X anscheinend noch nicht einmal die Hälfte zahlen will für sehr gut gepflegte noch nicht mal 1 Jahr alte Dinge.
Es ist ja auch nicht so, dass X freiwillig auszieht, sondern weil er so extrem von seinen Nachbarn genervt ist, weil die Werktags Party machen und einem den Schlaf rauben, alles zu müllen, sich laut anschreien und mit Holzkohle grillen und X nur unsere Ruhe haben will, das den Vermieter aber nicht zu interessieren scheint. X hat sogar ein Beschwerdeprotokoll wo alle Störungen etc. aufgeführt sind und wo 5 Mietparteien unterschrieben haben, das sie sich gestört fühlen.
Darum findet X das sein Vermieter ihm ja wohl min. die Hälfte des Wertes zahlen kann. Die Wohnung steht sogar mmit 40€ mehr Kaltmiete in der Zeitung als X jetzt zahlt…
Weiß da jemand was man da machen kann?
Danke für die Hilfe!
Julia
Sorry Orca,
ist reine Verhandlungssache und gehört eigentlich überhaupt nicht hierhin.
Gruß!
Horst
Servus Julia,
der Markt ist frei.
Wenn da nicht der Vermieter wäre, sondern der Mieter in der Lage wäre, Nachmieter zu präsentieren, mit denen er den Abstand unmittelbar aushandeln kann, wäre es nicht so sehr schwierig, einen Mitbewerber zu erfinden, der Küche und Boden für 1.500 € übernehmen will, wenn er bloß die Wohnung kriegt, und auf diese Weise von dem tatsächlichen Bewerber, der halt aus anderen Gründen besser gefällt, vielleicht 1.300 zu kriegen.
Aber so: muß der Mieter schon froh sein, wenn der Vermieter nicht auf seinem Recht besteht, die Wohnung in dem Zustand zurückzubekommen, wie er sie vermietet hat. Das Laminat rausreißen und den vorher gelegten Boden wieder reinlegen wäre dann erst richtig teuer, da muss der Mieter mit allem zufrieden sein, was er geboten kriegt.
Moral: In künftigen Fällen derartige Investitionen vorher mit dem Eigentümer verhandeln und das Verhandlungsergebnis vertraglich fixieren, bevor alle vor vollendeten Tatsachen stehen.
Schöne Grüße
MM
X hätte besser seine Miete wegen Lärmbelästigung gemindert und dafür Laminat und Küche verschenkt.
X könnte sich natürlich auf den langen beschwerlichen Weg machen und den Vermieter auf Schadenersatz verklagen, weil er gezwungen ist, auszuziehen und ihm dadurch der beschriebene Schaden entsteht. Das hat aber kaum Aussicht auf Erfolg, wenn X vorher nicht die üblichen Abmahnreglen gegenüber dem Vermieter durchgezogen hat (siehe auch 1. Absatz).
Also insgesamt klingt das nach PP (persönliches Pech) von X.
Als Nachmieter würde ich nie einen Cent Abstand zahlen (nicht mehr).
hallo,
ungeachtet von allem anderen verstehe ich nicht, was den unterschied zwischen den verschiedenen laminat-dekoren ausmachen soll???
untere schicht ist eine mdf-platte
darauf eine lage beducktes papier (eiche, buche, rosa blümchen…)
als deck- und nutz-schicht eine lage (ich nenne es mal heißkleber)
… und eine verpflichtung zur übernahme gibt es nicht - im zweifel also der alte zustand wieder herzustellen.
lg dev