als Verwaltungsbeirat werde ich demnächst die Abrechnungen des Hausverwalters (47 Parteien) überprüfen müssen. Ich verstehe zwar etwas von Controlling und habe auch mal die eine odere andere BWA eines Uternehmens gesehen, bin aber kein Experte.
Aus was sollte ich dabei besonders achten ?
Welche typischen Kniffe wenden Hausverwalter an, wenn sie etwas vertuschen wollen ?
Auf was muß ich achten, wenn ich das Ganze absegne ? Gibt es irgendwelche rechtlichen Klauseln, die ich mit reinschreiben soll ?
wenn Du Dich mit Controlling auskennst, ist das schon mal eine gute Voraussetzung. Auch für einen WEG-Verwalter gilt, keine Buchung ohne Beleg. Den Belegordner musst Du Dir also intensiv ansehen. Lass Dich hierbei bloß nicht hetzen. Alle anfallenden Kosten werden in Kostenarten unterteilt (z.B. Hausreinigung, Allgemeinstrom). Die Zusammensetzung dieser Gesamtbeträge muss anhand der Belege nachvollziehbar sein. Die Eigentümer werden das vielleicht noch locker sehen, der Mieterverein bestimmt nicht.
Der WEG-Verwalter unterhält ein Treuhandkonto, auf das die Eigentümer das Hausgeld einzahlen und von dem der Verwalter alle Rechnungen bezahlt. Lass Dir die Kontoauszüge zeigen und den letzten Saldo nachvollziehbar erläutern. Das klingt banal, bringt aber manchen WEG-Verwalter ins Schwitzen.
Die Gemeinschaftsordnung solltest Du natürlch kennen, außerdem alle bisher gefassten Beschlüsse. Ansonsten sieh Dir das Wohnungseigentumsgesetz an (ist nicht so lang). Als Beirat würde ich Dir die Anschaffung eines Ratgebers von Beck (dtv) empfehlen, z.B. „Die Eigentumswohnung“.