Hallo Carsten!
ich (36) bin in den letzten fünf Jahren insgesamt drei Jahre
arbeitslos gewesen, davon jetzt auch schon wieder 10 Monate.
Meine Bewerbungen scheitern oft an der Bemerkung „Sie sind
überqualifiziert!“
In Deinem Fall ist das wohl so.
Wahrscheinlich kannst Du die Absagen schon, vorsichtig an die Wand lehnend, stapeln.
Du wirst Dir leichter tun, wenn Du Firmen, die für Dich in Frage kommen, abtelefonierst nach einem 400-Euro-Job. Und wie Simone das recht genau sagte… WP und StB wären rein von der sachlichen Seite ein guter Einstieg.
- Ist das nur eine dumme Ausrede der Firmen, um Bewerber
abzuwimmeln?
Ich meine, nein. Bei grösseren Firmen, ich glaube ab 12 Personen, hat der Betriebsrat mitzubestimmen, zumindest als Zünglein an der Waage. Allerdings ist der BR bei Vorstellungsgesprächen und der Auswahl der Bewerber nicht anwesend. So also hast Du als Bewerber keinerlei Einfluss darauf.
- Oder ist das eine gesetzliche Vorschrift? Hintergrund
meiner Frage: Ich habe gehört, das für ein bestimmtes Alter
und eine bestimmte Qualifikation einen bestimmten Mindest-Lohn
zahlen m u s s ! Da wäre ich mit meinem
BWL-Studium wahrscheinlich dann zu teuer, oder? Stimmt das und
Ja, das gehört mit dazu. Die Personalchefs rechnen sich aus, wie lange Du den notorisch-monotonen Job „Buchhaltung“ machen würdest, bis dass Du auf andere Gedanken kommst… Zumindest viele sehen das bestimmt so.
Dieses Problem hättest Du bei einem Nebenjob nicht; das Einkommen bleibt begrenzt auf 400.- Euro, Kündigungsschutz ist effektiv nicht vorhanden.
wenn ja, auf welche Vorschrift beziehen sich da die Firmen?
Ich würde ja gerne auch einen Fließarbeiterjob machen oder als
Schreibkraft arbeiten, nur um überhaupt wieder arbeiten zu
können!
Weisst Du, ich habe zwar nicht Deinen Lebenslauf, aber irgendwie kommt mir das Typische davon bekannt vor… Lediglich habe ich - weil die Schnauze voll von „Verar***ung“ - den Entschluss gefasst, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen nichts zu arbeiten, bis dass ich ganz konkret weiss, was ich wirklich arbeiten will. Und das ist dann etwas, was mir garantiert viel Freude macht!
Wie beurteilt ihr eigentlich meine Chancen, überhaupt wieder
als Buchhalter arbeiten zu können? …
Vielleicht verrennst Du Dich, wenn Du Dir diese Frage und diese Frage auch gerade so stellst. – Frage Dich vielleicht eher: Für was, für welche meiner Eigenschaften ist es gut, dass ich fundierte Buchhaltungskenntnisse habe?
Rein auf unsere Welt bezogen, in der wir leben, hat das für jemand, der eine freiberufliche oder selbständige Tätigkeit ausübt immense Vorteile. Auch in anderen Postionen hilft es ungemein weiter, weil man mit diesem Wissen Prozesse, die mit dem Geldfluss zusammen hängen, kontrollieren kann. (Es kann Dir keiner 'was vormachen!)
Bitte auch schonungslos ehrliche Meinungen dazu!
Dann noch etwas anderes:
Ich war gestern bei einem Freund zu Besuch. Er hatte da ein paar Orakelkarten rumliegen mit dazugehörigen Texten. Und wie das so ist, wenn ich in Ruhe und entspannt bin, können mir gerade „zufällige“ Ereignisse sehr viel sagen, also eine Wahrheit vermitteln.
Ich zog eine solche _Buddha-_Karte… Und folgendes, ich schrieb es ab, stand drauf:
Solange du nicht die Arbeit tust, die deinem Herzen nahe ist, wirst du unerfüllt bleiben. Und der Meditierende findet schnell heraus, was seine Arbeit ist. Er findet es in seinem Innern; er muss nicht darüber nachdenken. Die innere Stimme ist so klar und so laut, dass er weiss, er muss ein Musiker oder ein Dichter oder was auch immer sein. Es kommt so klar durch, dass es keinen Zweifel darüber gibt. Und dann beginnt er mit der Arbeit; solche Arbeit wird zu seiner Meditation.
CU DannyFox64 