Nein, gilt nur für LaTeX, der Standard-Textverarbeitung für
Dokumente mit >10 Seiten. Ich habe an Deiner
„Selbstantwort“ dann auch gemerkt, dass Du Dich auf Word
bezogen hast. Mutig von Dir, das für einen längeren Text zu
verwenden 
Hi Fritze,
Hi Jo,
weil du das ja immer wieder schreibst, habe ich das dringende
Bedürfnis, mich mal einzumischen.
Ich auch.
Ich habe mit Winzigweich Wort für Fenster schon viele sehr
lange Texte verfasst, das letzte (meine Diss) hatte 212
Seiten, ein Inhaltsverzeichnis, 12 Abschnitte, +60 Grafiken,
viele Tabellen, Kopf- und Fußzeilen, Querverweise, Hyperlinks
usw.
Respekt! Ehrlich.
Alles kein Problem! Zwar kenne ich einige Leute, die mit
sowas leidlich Probleme haben, ich hatte damit nie ein
Problem und ich bin davon überzeugt, dass die Leute, die mit
Word Probleme haben, nicht richtig damit umgehen (können). Ich
stimme dir zu, dass ein Proggi suboptimal ist, wenn es
„falsche“ Handhabung zuläßt,
Es geht gar nicht um die Handhabung, sondern wirklich um die Technik. (Ordentliche!) Absatzformatierung (z. B.) ist ein iterativer Optimierungsprozess, der nahezu auf vollstaendiges Durchsuchen hinauslaeuft und den derzeit kein mir bekanntes Programm waehrend der Texteingabe bewaeltigen kann, weil dafuer die notwendige Rechenleistung noch gar nicht existiert. Mit dem Ansatz der interaktiven Formatierung ist MS-Word schon zum Scheitern verurteilt (vielleicht in 20 Jahren).
Oder Litaguren (‚ff‘, ‚fl‘, ‚fi‘, …): jeder anstaendige Schriftsetzer besieht sich das Wort um das ‚ff‘ und verwendet, je nachdem, fuer diesen Doppelbuchstaben eine andere Letter (dito LaTeX). Word ist das voellig Schnuppe: ‚ff‘ = ‚f‘ + ‚f‘.
Und noch vieles mehr.
ich mag aber die Aussage nicht
unkommentiert stehen lassen, das man mit Word
prinzipiell keine langen Dokumente schreiben sollte.
Zudem stimmt es auch einfach nicht, dass „LaTeX […][die]
Standard-Textverarbeitung für
Dokumente mit >10 Seiten“.
Du hast recht, die Aussage ist so nicht richtig: LaTeX ist die (Standard hin oder her) Textverarbeitung fuer Dokumente mit beliebiger Seitenanzahl.
Das gilt wenn überhaupt nur
eingeschränkt, vielleicht für Techniker und
Mathematiker/Physiker. Die allermeisten Verwaltungen zB
verwenden Word.
Und das ist schade. LaTeX laesst sich super automatisch generieren. Die Sekretaerin auf dem Gemeindeamt muesste eigentlich nur noch ihren Text tippen (den blossen Inhalt), ein paar Klicks in der Datenbank, von wem und wohin. Ein Knopfdruck spaeter kann sie sich das Preview-PDF angucken, noch ein Knopf spaeter kommt’s aus dem Drucker. Wenn ich unsere Tippse sehe, wie sie muehsam irgendwelche Boxen zurechtzupft, dass sie an die richtige Stelle kommen moechte ich ihr fast mein Mitleid ausdruecken bei dem Gedanken, dass sie das beim naechsten Update wieder machen muss.
So, das mußte ich mal loswerden.
Ich auch, wenn auch spaet.
Ansonsten noch viele Grüße
und ein kühles Plätzchen wünscht
Jochen
Weiter schwitzend,
Gruss vom Zentrum.