Übersetzung Arbeitszeugnis

Guten Tag,
ich habe heute mein Arbeitszeugnis meiner Ausbildung bekommen und weiss nicht genau ob es ein gutes Zeugnis ist. Es lautet wie folgt:

Nach einer Einarbeitungsphase war Fraus X bald in der Lage selbständig zugewiesene Arbeiten zu erledigen. Die übertragenen Arbeiten erledigte sie dabei zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Frau X zeichnete sich als eine gewissenhafte und zielstrebige Mitarbeiterin aus. Ihre gute Dienstauffassung verident ebenfalls Erwähnung.

Sie war eine ruhige, freundliche und ausgeglichene Auszubildende. Den Anweisungen iherer Vorgesetzten leistete sie stets Folge. Mit ihrer höflichen und sachlichen Wesensart erwarb sie sich die Wertschätzung der Kundschaft und der Mitarbeiter.

Wir bedanken uns für die gleistete Arbeit und wünschen Frau Ratzky für die weitere berufliche Zukunft alles Gute.


Vielen Dank für eure Hilfe!!!
lg

Hallo Frau Ratzky,

ich habe Ihre Anfrage bekommen und möchte Ihnen gern darauf antworten.
Es ist immer etwas schwierig, ein Zeugnis zu beurteilen, das man nicht vollständig lesen kann.
Die Informationen, die Sie hier mitgeteilt haben, interpretiere ich jedenfalls so, daß es evt. Probleme in der Ausbildung gab. V.a. zwei Sätze lassen darauf schließen:

Ihre gute Dienstauffassung verident

ebenfalls Erwähnung.

Den Anweisungen iherer Vorgesetzten leistete

sie stets Folge.

Vielleicht irre ich mich, wie gesagt, der komplette Wortlaut ist entscheidend. Vielleicht sollten Sie das Zeugnis noch mal mit Ihrer Personalabteilung durchgehen. Hilfreich für Sie sollten auch Ihre innerbetriebl. Beurteilungen sein, dort wird für gewöhnlich klar formuliert, wie der MA wirklich steht (aus Sicht des VG).

Beste Grüße
cf

Hallo Effel,

ja, es ist ein „gutes“ (Note 2) Zeugnis.

Nach einer Einarbeitungsphase war Fraus X bald in der Lage selbständig zugewiesene Arbeiten zu erledigen.

Die übertragenen Arbeiten erledigte sie dabei zu unserer vollsten Zufriedenheit.

„unserer vollsten Zufriedenheit“ ist Note 2. Besser wäre mit „stets“, schlechter die Formulierung „zu unserer vollen…“

Frau X zeichnete sich als eine gewissenhafte und zielstrebige Mitarbeiterin aus. Ihre gute Dienstauffassung verident ebenfalls Erwähnung.

Die Erwähnung der Dienstauffassung ist kein Standard. Wenn sie extra erwähnt wird, lese ich darauf, dass Sie bspw. nicht auf die Minute Feierabend gemacht haben und die Dinge auch ordentlich erledigt haben, wenn es keiner gesehen oder kontrolliert hat. Liege ich da richtig?

Sie war eine ruhige, freundliche und ausgeglichene Auszubildende. Den Anweisungen ihrer Vorgesetzten leistete sie stets Folge. Mit ihrer höflichen und sachlichen Wesensart erwarb sie sich die Wertschätzung der Kundschaft und der Mitarbeiter.

Alles wunderbar. Über „ruhig“ kann man streiten. Aber an den anderen Stellen kommen keine weiteren negativen Aspekte hinzu, die auf ein verklausuliertes „faul“ oder „antriebslos“ schließen lassen könnten. So verstehe ich es einfach als Gegenteil von „laut, zappelig, anstrengend“ usw. Ruhig muss ja nicht automatisch schlecht sein!

Wir bedanken uns für die gleistete Arbeit und wünschen Frau Ratzky für die weitere berufliche Zukunft alles Gute.

Ein Zeugnis mit „Danke“ ist prima.

Also alles prima, eine wohlwollende Note 2 mit Sympathiebonus.
Viele Grüße
Julia Kleine