In der Diskussion unten taucht das Problem auf, ob Christus am Kreuz (sinngemäß) sagt: „Ich sage Dir heute wirst Du mit mir im Himmel sein.“
Die Frage ist, ob das Komma vor oder nach heute steht.
Meiner Kenntnis nach ist die griechische Sprache so präzise, dass es keine Verwechslung geben dürfte. Philologen vor!
Die Frage ist, ob das Komma vor oder nach
heute steht.
„Ich sage Dir, heute wirst Du mit mir im Himmel sein.“
„Ich sage Dir heute, wirst Du mit mir im Himmel sein.“
Also meines Empfindens ist nur die erste Möglichkeit überhaupt in Betracht zu ziehen. Das andere macht doch grammatikalisch gar keinen Sinn. Erstens müsste es eine Frage sein (die wäre dann auch so übersetzt) und zweitens „sagt“ man eine Frage nicht.
Meine Frage:
Interessant, wer hat in meinen
griechischen Text die Satzzeichen
eingefügt??
Wenn Du also Licht in unser griechisches
Dunkel bringen könntest, wäre ich Dir
sehr dankbar.
Das Komma an sich ist kein Problem. Zwar gab es in der Antike Satzzeichen in der Art, wie wir sie heute als Hilfe einsetzen, nicht. Aber wie geschrieben: das Griechische ist derart präzise, dass ich mir nicht vorstellen kann, hier wäre es unklar.
Meine Frage:
Interessant, wer hat in meinen
griechischen Text die Satzzeichen
eingefügt??
Welchen griechischen Text hast du denn?
Ich habe bei
Stephens Textus Receptus (und Interlinear Greek NT (Scrivener Textus Receptus) sowie
Byzantine/Majority Textform
nachgesehen und die haben keine Satzzeichen!
Die Frage ist, ob das Komma vor oder nach
heute steht.
a)
„Ich sage Dir, heute wirst Du mit mir im
Himmel sein.“
b)
„Ich sage Dir heute, wirst Du mit mir im
Himmel sein.“
Also meines Empfindens ist nur die erste
Möglichkeit überhaupt in Betracht zu
ziehen.
Das sehe ich ganz anders: Die Übersetzung a) führt sofort zu Widersprüchen, wobei die Übersetzung b) auch nicht so schön ist:
Ich schlage c) vor:
„Ich sage Dir heute: Du wirst mit mir im
Himmel sein.“
„Ich sage Dir heute“ soll angeblich eine übliche hebr. Sprechweise (gewesen) sein.
Im Übrigen, wer streitet sich um
Kommata?!?
Diese Frage ist schon wichtig, weil es Menschen gibt, die mit Übersetzung a) „beweisen“ wollen, dass die menschliche Seele gleich nach dem Tod im Himmel/Hölle ist, was unbiblisch ist.
Diese Frage ist schon wichtig, weil es
Menschen gibt, die mit Übersetzung a)
„beweisen“ wollen, dass die menschliche
Seele gleich nach dem Tod im Himmel/Hölle
ist, was unbiblisch ist.
Ach soooo! Also, darauf wäre ich nun wirklich nicht gekommen *lol - aber gut, danke für den Hinweis.
Meine Frage:
Interessant, wer hat in meinen
griechischen Text die Satzzeichen
eingefügt??
Welchen griechischen Text hast du denn?
Ich habe eine Interlinear-Übersetzung nach der Ausgabe von Nestle-Aland, übersetzt von Ernst Dietzfelbinger. Herausgegeben im Hänssler-Verlag.
Ich habe bei
Stephens Textus Receptus (und Interlinear
Greek NT (Scrivener Textus Receptus)
sowie
Byzantine/Majority Textform
nachgesehen und die haben keine
Satzzeichen!
Und da ist im griechischen Text nach „sage“ ein Komma und danach geht es mit „heute“ weiter.
Ich schlage c) vor:
„Ich sage Dir heute: Du wirst mit mir im
Himmel sein.“
„Ich sage Dir heute“ soll angeblich eine
übliche hebr. Sprechweise (gewesen) sein.
Jesus hat vorher aber nie das „heute“ verwendet.
Im Übrigen, wer streitet sich um
Kommata?!?
Diese Frage ist schon wichtig, weil es
Menschen gibt, die mit Übersetzung a)
„beweisen“ wollen, dass die menschliche
Seele gleich nach dem Tod im Himmel/Hölle
ist, was unbiblisch ist.
Unbiblisch ist bloß die Himmel/Hölle Darstellung. Im Zusammenhang sprach Jesus aber von einem bestimmten Ort im Totenreich, von dem er selbst an anderer Stelle berichtet hat. Also kann das nicht unbiblisch sein.
Ich habe eine Interlinear-Übersetzung
nach der Ausgabe von Nestle-Aland,
übersetzt von Ernst Dietzfelbinger.
Herausgegeben im Hänssler-Verlag.
In neutestamentlicher Zeit schrieb man nur mit Großbuchstaben (= Majuskeln), noch dazu O H N E Worttrennung und Satzzeichen.
Im frühen Mittelalter (etwa 9. Jh.) kam die Schreibung mit Kleinbuchstaben (= Kursivbuchstaben, Minuskeln) auf. Die heutige
Ausgabe des NT (hg. von K. Aland) orientiert sich an den Schreibgewohnheiten der mittelalterlichen Handschriften und
verwendet Majuskeln nur bei Eigennamen und am Anfang neuer Abschnitte, nicht jedoch am Satzanfang.
Unbiblisch ist bloß die Himmel/Hölle
Darstellung. Im Zusammenhang sprach Jesus
aber von einem bestimmten Ort im
Totenreich, von dem er selbst an anderer
Stelle berichtet hat. Also kann das nicht
unbiblisch sein.
Willst du damit sagen, dass das Paradis im Totenreich liegt?
Unbiblisch ist bloß die Himmel/Hölle
Darstellung. Im Zusammenhang sprach Jesus
aber von einem bestimmten Ort im
Totenreich, von dem er selbst an anderer
Stelle berichtet hat. Also kann das nicht
unbiblisch sein.
Willst du damit sagen, dass das Paradis
im Totenreich liegt?
Zumindest jenes, von dem Jesus sprach.
Es gibt im Jenseits noch mehr „Welten“.
Läßt sich bei genauem Studium der Bibeltexte alles belegen.