übersetzung im film

hi,
es geht um den film „Strangers When We Meet“ / „Fremde, wenn wir uns begegnen“ mit kim novak als maggie gault und kirk douglas als larry coe, usa 1960.

nach 7:47 kommt es zum dialog:

im original:
LC: How do you like the neighborhood?
MG: Hm?
LC: I thought you just moved in.
MG: Last month. It’s fine. People are pretty much the same everywhere. - Well I guess that’s everything. I’m sorry I stole your groceries.
LC: You’re not so pretty.

in der deutschen fassung:
LC: Wie gefällt Ihnen die neue Nachbarschaft?
MG: Hm?
LC: Sie wohnen doch noch nicht lange in diesem Viertel?
MG: Erst seit 4 Wochen. Die Leute sind nett, aber die Menschen sind überall so ziemlich gleich. - Ich muss mich jetzt beeilen. Verzeihen Sie, dass ich Ihren Wagen gestohlen habe.
LC: Sie sind nicht so ziemlich gleich.

ich finde die übertragung problematisch. das „Sie“ bezieht sich im gegensatz zum „You“ in der letzten zeile nicht unbedingt - wie im original - auf die angesprochene person, sondern bleibt doppeldeutig; und die originalversion endet fast mit einer beleidigung, die auf deutsch völlig verloren geht. oder versteh ich was zu wenig? (klar bezieht sich das „pretty“ inhaltlich auf das „pretty much the same“; trotzdem hat für mich das „You’re not so pretty“ einen ziemlich offensiven unterton, der in der deutschen übersetzung überhaupt nicht vorkommt.

wie hören das andere?

m.

Ich hör das genauso wie du.

Hallo,

trotzdem
hat für mich das „You’re not so pretty“ einen ziemlich
offensiven unterton, der in der deutschen übersetzung
überhaupt nicht vorkommt.

Ich kenne den Film nicht. Für mich klingt das nach einem schwer übersetzbaren Wortspiel.

A: People are pretty much the same everywhere.
B: You’re not so pretty.

Auf Deutsch müsste man, um das Wortspiel rüberzubringen, z.B. sagen:

A: Die Menschen sind doch überall immer hübsch gleich.
B: Sie sind aber nicht so hübsch.

Klingt irgendwie schwerfällig. Die „offizielle“ Übersetzung gefällt mir aber auch nicht so recht.

Zum Thema „Synchronisation“: eben musste ich kurz brechen, als in „Der Prinz und ich“ die Hauptdarstellerin von Ihrer Semesterarbeit zum Thema Shakespeare als „humanitäre Aufgabe“ sprach …
http://dict.leo.org/ende?lp=ende&p=Ci4HO3kMAA&search…

Gruß,

Myriam

Die „offizielle“ Übersetzung gefällt mir aber auch nicht so recht.

Hallo, Myriam,
mag sein, aber ist eventuell der Tatsache geschuldet, dass der gesprochene Text wenigstens näherungsweise den Lippenbewegungen der Darsteller im Film folgen soll.

Gruß
Eckard

Die „offizielle“ Übersetzung gefällt mir aber auch nicht so recht.

Hallo, Myriam,
mag sein, aber ist eventuell der Tatsache geschuldet, dass der
gesprochene Text wenigstens näherungsweise den
Lippenbewegungen der Darsteller im Film folgen soll.

Hallo Eckard,

in diesem Fall liegt es eher an der Schwierigkeit der Übersetzung an sich.
Wie Myriam dargelegt hat, keine einfache Sache.
Mir fällt erstmal keine Lösung ein. Dir?

Gruß
Elke

Hallo, Elke,
ist Übersetzung schon schwierig genug, ist Sychronisation dies noch ein Stück mehr. Ich kenne den Film nicht, kann die Situation in der dieser Dialog spielt nicht gut genug einschätzen, daher lieber kein Vorschlag.

Gruß
Eckard
(seiner Grenzen bewusst)