Hallo da draußen,
kann zwar ein wenig enlisch, aber nur dürftig, und deswegen gelingt es mir nicht, die englisch zitierte Textpassage in einem Buch adäquat zu übersetzen. Die Übersetzungsmachine von Google liefert eher kauderwelsch (das bekomme ich selbst auch hin). Kennt jemand eine kostenlose (da ich Übersetzungen sehr selten benötige) Übersetzungsseite oder kann mir jemand den nachfolgenden Text übersetzen?
I wish either my father or my mother, or indeed both of them, as they were in duty both equally bound to it, had minded what they were about when they begot me; had they duly consider’d how much depended upon what they were then doing; - that not only the production of a rational Being was concern’d in it, but that possibly the happy formation and temperature of his body, perhaps his genius and the very cast of his mind; - and, for aught they knew to the contrary, even the fortunes of his whole house might take their turn from the humours and dispositions which were then uppermost: - Had they duly weighed and considered all this, and proceeded accordingly, - I am verily persuaded I should have made a quite different figure in the world, from that, in which the reader is likely to see me.
Für die Antwort bedanke ich mich mit einer kleine Geschichte aus dem Türkischen.
Der Mufti einer religiösen Gemeinde suchte nach einem Nachfolger. Er sandte seine Schüler aus, um Blumen zu bringen, damit das Kloster geschmückt werde. Alle Schüler kehrten zurück mit herrlichen Sträußen, nur einer von ihnen kam mit einem kleinem verwelkten Blümchen zurück. Danach gefragt, ob er denn nichts gefunden habe, was seines Lehrers würdiger sei, antwortete er: „Ich sah, dass alle Blumen damit beschäftigt waren, Gott zu preisen. Wie konnte ich sie stören? Nur eine sah ich, die hatte gerade ihr Gebet beendet, und die habe ich mitgebracht.”
Dieser Schüler wurde Nachfolger seines Lehrers.
Hallo,
wenn Du mit schon mit dem ersten Satz Probleme hast, würde ich Dir dringend davon abraten, den ‚Tristram Shandy‘ im Original zu lesen …
Mal sehen, wenn sich bis heute abend niemand weiter meldet, scanne ich eine Übersetzung ein. Selbst zu übersetzen habe ich keine Lust - es gibt schon genügend deutsche Übersetzungen von Sterne auf dem Markt.
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo, Billerbong,
aber nur, weil Du es bist, und weil ich sowieso warten muß, bis die Handwerker fertig sind 
„Ich wünschte, entweder mein Vater oder meine Mutter, oder eigentlich beide, da sie gleichermaßen dazu verpflichtet waren, hätten acht darauf gehabt, was sie taten, als sie mich zeugten; hätten sie pflichtgemäß bedacht, wie viel von dem abhing, was sie taten; - dass nicht nur die Erzeugung eines denkenden Wesens betroffen war, sondern dass möglicherweise die glückliche Gestalt und Temperatur des Körpers, vielleicht sein Genius und die ganze Ausprägung seines Geistes; - und hätten sie es im Gegenteil wissen müssen, auch das das Geschick seines ganzen Hauses eine Wendung von den Launen und Anlagen nehmen konnte, die damals vorherrschten: - Hätten sie pflichtgemäß all dies erwogen und bedacht und wären sie dementsprechend zu Werke gegangen, - ich bin tatsächlich davon überzeugt, ich hätte eine ziemlich andere Figur in der Welt gemacht als die, in der der Leser mich wahrscheinlich sieht.“
Verrätst Du mir auch, woher dieser Text stammt?
Gruß
Eckard
Hallo, Billerbong,
Zwar habe ich es gern - und mit nicht geringem Vergnügen getan, aber hier findest Du den Text viel besser übersetzt, als ich das je gekonnt hätte.
http://www.zeno.org/Literatur/M/Sterne,+Laurence/Rom…
Gruß
Eckard
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Hallo Eckhard,
erstmal danke schön für die Übersetzung bzw. den Nachweis des Originaltextes aus Tristram Shandy von Laurence Sterne. Höchstselbst wäre ich darauf nicht gekommen, dass die Zeilen daher stammen, da ich das Buch aus dem diese Textpassage war (dort warscheinlich mit Quellenangabe), nicht mehr gefunden habe. Ich hatte die Zeilen seiner Zeit ohne Qellenangabe abgeschrieben. Ich beneide dich ein wenig ob deiner Englischkenntnisse, denn ich würde das Buch Tristram Shandy gern im Orginal lesen wollen können.
Als Ausgleich für deine Mühe eine kleine Anekdote
Ein Kapuziner begleitete einen Schwaben bei sehr regnichtem Wetter und kaltem Wind zum Galgen.
Der Verurteilte klagte unterwegs mehrmal zu Gott, daß er, bei so schlechtem und unfreundlichem Wetter, einen so sauren Gang tun müsse.
Der Kapuziner wollte ihn christlich trösten und sagte: Du Lump, was klagst du viel, du brauchst doch bloß hinzugehen, ich aber muß, bei diesem Wetter, wieder zurück, denselben Weg.
Heinrich von Kleist
Hallo ralfboeck,
danke den Nachweis des Originaltextes aus Tristram Shandy von Laurence Sterne.
mit freundlichem Gruß Billerbong