Ich baue gerade ein Meßgerät, das mit dem PC verbunden wird. Dadurch ist es geerdet, hat also Erdpotential.
Um die Messung potentialfrei zu machen, habe ich extra Optokoppler, Isolatinsverstärer und DC/DC-Wandler eingebaut. Dadurch ist mein Vorverstärker potentialfrei.
Ich möchte nun aber, daß sich dieser Vorverstärker (der die eine Hälfte der Meß-Platine ist) mit dem Potential nicht allzuweit von Erdpotential entfernt / entfernen kann. Das ist zum Schutz der Trennverstärker (da sie nicht beliebig hohe Trennspannung aushalten) und für die Isolation der Drähte.
Ich möchte das Potential auf max. -1000V bis +1000V beschränken. Dazu würde ich gerne einen „einfache Überspannungsableiter“ für 1000V verwenden.
Wo krieg ich sowas her? Welche Firmen bauen sowas? Die meisten hören nämlich bei ca. 400-500V auf.
Zweite Frage: Darf man Überspannungsableiter in Serie schalten, um die Spannung zu erhöhen?
Und: Macht es für Überspannungsableiter einen Unerschied, ob sie es mit Gleichspannung (egal welches Vorzeichen) oder Wechselspannung (sag wir bis 1000Hz) zu tun haben (außer daß bei AC der Spitzenwert statt dem Effektivwert gilt)?
Habe ganz vergessen, zu sagen, wie ich die Überspannungsableiter einbauen möchte:
Und zwar: Wie (fast) jedes Meßgerät hat meins auch einen COM-Anschluß. Die schwarze Strippe praktisch. Und zB die Spannung wird dann relativ vom „V“-Anschluß zum COM-Anschluß gemessen.
Und genau diesen COM-Anschluß möchte ich mit einem Überspannungsableiter gegen die Gehäuse-Masse (=Erde) verbinden.
Noch was: Ist es schlau, parallel zu diesem Überspannungsableiter einen 4.7MOhm-Widerstand gegen Masse zu hängen, damit das Potential nicht ganz so frei herumschweben kann?
Hallo,
solche Probleme hat eigentlich jeder, der mit galv. getrennten
Schaltungsteilen arbeitet. Die Maßnahmen sind aber von der
Meßaufgabe und den Randbedingungen abhängig, dazu schreibst Du
aber leider nichts.
Abgesehen davon, daß Optokoppler und DC/DC-Wandler bis 2kV
oder auch 4kV einsetzbar sind, steht hier auch die Frage, ob
überhapt Spannungen über 1kV zu erwarten sind.
Die max. Potentialdiff. durch das Netz liegen ja bei ca. 400V.
Höhere Spannungen können durch elektrostatische Aufladungen
entstehen. Das ist aber durch einen Ableitwiderstand z.B.
4,7 MOhm oder auch 10 MOhm leicht zu beheben. Außerdem ist ein
Kondensator paralell zum Ableitwiderstand sinvoll um induzierte
HF kurzzuschließen.
Als billige Spannungsbegrenzer eignen sich Varistoren. Die gibs
z.B. con Siemens/Matsushita in unterschiedlichen Größen und für
Spannungen bis mind. 400V. In Reihe schalten ist möglich.
Allerdings sind das BE, die den Ableitwiderstand verfälschen.
Außerdem sind Varistoren nicht sehr schnell.
Sehr schnell und zuverlässig sind Transzorb-Dioden, sie es aber
sicher nur für niedrigere Spannungen geben wird. Also auch da
ist Reihenschaltung angesagt.
Die Spannungsbegrenzer sollen sowieso schnell sein, weil auch
ein Induzierter Überspannungsimpuls von paar us schon zu Defekt
von BE führe kann. Gleichspannungen von 1000V sollten gar nicht
auftreten.
Gruß Uwi
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